DAX: Vier Bremsklötze auf einmal
29.04.2026 - 01:56:30 | boerse-global.deDer deutsche Leitindex startet schwach in den Dienstag. Gleich mehrere Belastungsfaktoren treffen zusammen — und sorgen dafür, dass die Luft für eine nachhaltige Erholung vorerst dünn bleibt.
Hormus-Blockade hält Öl teuer
Der wichtigste Druckpunkt bleibt die festgefahrene Diplomatie rund um die Straße von Hormus. Trotz eines neuen iranischen Angebots, die Blockade der strategisch bedeutsamen Meerenge unter Bedingungen zu beenden, kommen die Gespräche mit Washington nicht vom Fleck. Brent-Öl kostet zeitweise fast 110 Dollar — ein Niveau, das Konjunkturängste und Inflationssorgen am Köcheln hält.
Kein Wunder, dass die Kauflaune in Frankfurt verhalten bleibt. Der DAX rutschte früh auf rund 24.044 Punkte und unterschritt damit die 200-Tage-Linie, die er bereits am Vortag verloren hatte. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das der Index am 13. Januar markiert hatte, trennen ihn damit mehr als 1.400 Punkte.
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Notenbanken: Die Woche der Entscheidungen
Auf die hohen Energiepreise reagiert die Marktpsychologie umso sensibler, als gleich drei Notenbanken in dieser Woche auf dem Prüfstand stehen. Die Bank of Japan ließ den Leitzins heute erwartungsgemäß unverändert — doch drei abweichende Stimmen im Rat signalisieren, dass Tokyo eine restriktivere Gangart erwägt. Der Nikkei schloss im Minus.
Am Mittwoch folgt die Fed, am Donnerstag EZB und Bank of England. Anleger suchen vor allem nach Hinweisen, ob die abwartende Haltung der Zentralbanken Bestand hat oder ob Zinserhöhungen für kommende Sitzungen bereits vorbereitet werden. Solange die Rohölpreise hoch bleiben, dürfte sich der Spielraum für Lockerungssignale weiter verengen.
KI-Skepsis gesellt sich dazu
Als wäre der Cocktail noch nicht bitter genug, gesellt sich ein neues Thema hinzu: Zweifel an der Rentabilität der massiven KI-Investitionen. Berichten zufolge hat OpenAI eigene Umsatz- und Nutzerziele verfehlt, was intern Sorgen über die Finanzierbarkeit der gewaltigen Rechenzentrumsausgaben ausgelöst hat. Auch ein möglicher Börsengang des Unternehmens steht dadurch in Frage.
Technisch ist die Lage laut Charttechnikern dennoch nicht hoffnungslos. Eine intakte Aufwärtstrendstruktur mit steigenden Verlaufstiefs seit Ende März liefert zumindest eine Basis. Der erste ernsthafte Widerstand liegt dabei bei 24.384 Punkten — einem Niveau, das der Index am gestrigen Montag noch als Tageshoch markiert hatte. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch, rückt die Zone um 25.184 Punkte wieder ins Blickfeld.
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