DAX, Stimmungswirrwarr

DAX: Stimmungswirrwarr an der Börse

01.05.2026 - 03:10:29 | boerse-global.de

Institutionelle Anleger drehen ins Bullenlager, während Privatinvestoren pessimistischer werden. Charttechnisch bleibt der DAX unter Druck.

DAX: Stimmungswirrwarr an der Börse - Foto: über boerse-global.de
DAX: Stimmungswirrwarr an der Börse - Foto: über boerse-global.de

Die Märkte halten die Luft an. Während institutionelle Investoren ihre Short-Positionen geschlossen haben und damit die Stimmung aufhellen, ziehen private Anleger die Zügel an — ein ungewöhnliches Bild, das Marktbeobachter als regelrechtes Stimmungsdurcheinander beschreiben.

Profis drehen, Private zweifeln

Der Deutsche Börse Sentiment-Index für institutionelle Investoren kletterte zuletzt um satte 23 Punkte auf +17. Fast alle Bären aus der Vorwoche haben ihre Positionen aufgelöst — knapp zwei Drittel von ihnen wechselten direkt ins Bullenlager. Das klingt nach Aufbruchstimmung. Ist es aber nicht ganz.

Denn gleichzeitig rutschte das Privatanleger-Barometer um 10 Punkte auf +4 ab. Besonders auffällig: Jene Privatanleger, die nicht über soziale Medien befragt werden, zeigen sich sogar noch pessimistischer als in der Vorwoche — mit einem Sub-Index von -4. Diese Gruppe tickt sonst häufig ähnlich wie die Institutionellen. Das Auseinanderdriften der beiden Lager macht die aktuelle Lage so schwer einzuschätzen.

Stimmungsanalyst Joachim Goldberg vermutet dahinter Performance-Trades, keine echte Neubewertung der Lage. Die Profis reagierten schlicht auf Kursbewegungen, ohne ihre Einschätzung zur geopolitischen oder konjunkturellen Lage grundlegend zu revidieren.

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Deckel bei 24.550 Punkten

Auch charttechnisch bleibt der DAX unter Druck. Der Index schloss am Mittwoch mit einem Minus von 0,27 Prozent bei 23.954,56 Punkten — die 24.000-Punkte-Marke konnte er nicht behaupten. Der DAX-Future zeigte sich am Donnerstagmorgen ebenfalls schwächer und notierte bei rund 23.910 Zählern.

Erschwerend kommt hinzu: Selbst wenn sich der Index erholen sollte, dürfte im Bereich zwischen 24.550 und 24.600 Punkten Angebot aus Gewinnmitnahmen warten. Langfristig orientierte Investoren haben die jüngsten Niveaus offenbar nicht genutzt, um sich in deutschen Aktien zu positionieren — ein strukturelles Problem, das kurzfristig kaum zu lösen sein dürfte.

Auf der anderen Seite des Atlantiks zeigt sich ein ähnliches Bild: Auch unter US-Privatanlegern ist der Bullenanteil spürbar von 46 auf 38,1 Prozent gefallen, während die Bären auf knapp 40 Prozent angewachsen sind. Die geopolitische Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt, steigende Energiepreise und die Zurückhaltung der Fed hinterlassen überall ihre Spuren.

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