Dax steigt um 0,5 Prozent auf rund 25.315 Punkte
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 09:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSMarktbewegungen zum Wochenauftakt
- Der Dax wurde gegen 9:30 Uhr mit rund 25.315 Punkten berechnet.
- Von den letzten 20 Handelstagen endeten zehn positiv und zehn negativ.
- Ein Euro kostete am Montagmorgen 1,1209 US-Dollar.
Dax startet mit 25.315 Punkten in die Woche
Der Dax ist am Montagmorgen positiv in die Handelswoche gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.315 Punkten berechnet, 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag.
Schnäppchenjäger greifen nach Kursverlusten zu
Thomas Altmann von QC Partners sprach nach der negativen Vorwoche von einem erholten Wochenstart. Erste Schnäppchenjäger nutzten demnach die günstigeren Kurse zum Einstieg.
Altmann warnte zugleich davor, den Anstieg als langfristige Trendwende zu interpretieren. In den vergangenen Wochen hätten Anleger Gewinne in einem steigenden Markt schnell realisiert und damit weitere Kursgewinne gebremst.
Technische Marken begrenzen den Dax
Nach Einschätzung von Altmann bleibt der Dax in einem Seitwärtsmarkt gefangen. Von den letzten 20 Handelstagen endeten zehn positiv und zehn negativ.
Auf der Unterseite sieht Altmann weiterhin die Marke von 25.000 Punkten sowie die 200-Tage-Linie als Unterstützung. Die 50-Tage-Linie bilde auf der Oberseite ein schwer zu überwindendes Hindernis.
Frankreich-Rating bleibt bei Aa3
Für Bewegung sorgte zudem die Entscheidung von Moody’s, Frankreichs Kreditrating unverändert bei Aa3 zu belassen. Der Ausblick für die französische Kreditwürdigkeit ist bereits seit einem Jahr negativ.
Der französische Rentenfuture reagierte mit Kursgewinnen auf die Entscheidung. Altmann bezeichnete das unveränderte Rating angesichts des negativen Ausblicks als überraschend.
Euro und Gold legen zu, Öl gibt nach
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1209 US-Dollar, ein Dollar war damit für 0,8921 Euro zu haben.
Der Goldpreis stieg um 0,4 Prozent auf 4.017 US-Dollar je Feinunze. Das entsprach einem Preis von 115,22 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank dagegen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 115,10 US-Dollar und damit 1,4 Prozent oder 161 Cent weniger als zum Schluss des vorherigen Handelstags.
Der positive Wochenauftakt des Dax fällt in eine Phase, in der Anleger zwischen Erholungsbewegungen und anhaltender Unsicherheit abwägen. Der Index hatte die Vorwoche negativ beendet; der Anstieg am Montag signalisiert zunächst eine Rückkehr von Käufern, verändert aber noch nicht automatisch das übergeordnete Marktbild.
Technisch liegt die von Thomas Altmann genannte Marke von 25.000 Punkten nahe unter dem aktuellen Dax-Niveau. Zusammen mit der 200-Tage-Linie bildet sie aus dieser Perspektive eine wichtige Orientierungszone. Auf der Oberseite bleibt die 50-Tage-Linie entscheidend, weil ein nachhaltiger Anstieg darüber die kurzfristige Erholung stärker bestätigen könnte. Solange beide Bereiche nicht klar überwunden oder unterschritten werden, bleibt der von Altmann beschriebene Seitwärtsmarkt das zentrale Szenario.
Frankreich und Rohstoffe im Blick
Zusätzliche Impulse kommen aus dem europäischen Renten- und Währungsumfeld. Die unveränderte Moody’s-Bewertung für Frankreich bei Aa3 sorgt trotz des negativen Ausblicks zunächst für Entlastung bei französischen Staatsanleihen. Der Euro notiert zugleich leicht stärker zum US-Dollar.
Bei den Rohstoffen zeigen sich gegenläufige Bewegungen: Gold legt zu, während Brent-Öl deutlich nachgibt. Der Ölpreisrückgang kann Aktienmärkte über niedrigere erwartete Energiekosten stützen, verweist aber zugleich auf veränderte Erwartungen an die globale Nachfrage oder geopolitische Risiken. Für Anleger bleibt daher entscheidend, ob der Dax die Erholung über den Tagesauftakt hinaus ausbauen kann.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: „Staatsverschuldung: Moody’s verschont Frankreich, kurzer Aufschub, kein Vertrauensvotum“ (24.10.2026)
Der Beitrag bestätigt die unveränderte Einstufung Frankreichs mit Aa3 und hebt hervor, dass die Märkte zuvor mit einer Herabstufung gerechnet hatten. Anders als die aktuelle Börsenmeldung legt er den Schwerpunkt auf den weiterhin negativen Ausblick und bewertet die Entscheidung nicht als grundlegende Entwarnung.
n-tv: „07:00 Ölpreise geben deutlich nach“ (26.10.2026)
Der Börsen-Tag bestätigt den deutlichen Rückgang der Ölpreise und nennt Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten als Auslöser. Damit setzt der Beitrag einen geopolitischen Schwerpunkt, während die dts-Meldung vor allem die Marktbewegung und den Brent-Preis einordnet.
Übereinstimmung besteht beim unveränderten Frankreich-Rating und beim fallenden Ölpreis. Unterschiedlich gewichtet werden die Gründe und die Frage, ob die Marktbewegungen nur kurzfristige Reaktionen oder nachhaltigere Signale darstellen.
