DAX, Iran-Krieg

DAX startet stark in den April 2026: Hoffnung auf Iran-Kriegsende treibt Index um 2,7 Prozent auf 23.299 Punkte

02.04.2026 - 08:25:21 | ad-hoc-news.de

Der deutsche Leitindex DAX hat am Mittwoch, 1. April 2026, kräftige Gewinne von 2,7 Prozent auf 23.299 Punkte verbucht. Optimistische Signale zu einem baldiges Ende des Iran-Kriegs durch US-Präsident Trump entlasten Ölpreise und beflügeln die Börsen in Europa.

DAX, Iran-Krieg, Börse - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX hat am Mittwoch, 1. April 2026, mit einem deutlichen Plus von 2,7 Prozent auf 23.299 Punkte den Monat April eingeleitet. Dies markiert eine starke Erholung nach den Verlusten im März, die durch den Iran-Krieg ausgelöst wurden. Die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende, angekündigt von US-Präsident Donald Trump, sorgt für Zuversicht an den Märkten und drückt Ölpreise.

Stand: Donnerstag, 2. April 2026, 08:25 Uhr (Europe/Berlin)

Geopolitische Entspannung als Haupttreiber

Die positive Stimmung resultiert primär aus optimistischen Aussagen von US-Präsident Trump, der ein Ende der US-Militäroperationen gegen den Iran in zwei bis drei Wochen erwartet. Trump kündigte zudem eine wichtige Rede zum Kriegsstand in der Nacht auf Donnerstag an. Diese Signale führten bereits nach Börsenschluss in Europa zu Gewinnen an den US-Märkten und rückläufigen Ölpreisen. Der DAX schloss am Vortag bei 22.707 Punkten mit einem Zuwachs von 0,64 Prozent und setzte seinen Aufwärtstrend fort.

Im März hatte der DAX rund zehn Prozent verloren, bedingt durch den Ausbruch des Konflikts. Seit Anfang der Vorwoche erholt er sich jedoch zickzackartig. Am Freitag notierte er mit 22.331 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit fast einem Jahr.

Starke Performance der Indizes

Neben dem DAX legte der MDax mit 3,9 Prozent auf 29.238 Punkte zu. Der Euro Stoxx 50 kletterte um 2,76 Prozent auf 5.723 Punkte. Diese Bewegungen spiegeln eine breite Markterholung wider, getrieben durch die Entspannung im Nahen Osten. Experten führen die Kursanstiege auf spekulative Käufe, Auflösungen von Absicherungen und Gewinnmitnahmen von Leerverkäufern zurück.

Der hohe Rohölpreis bleibt jedoch ein potenzielles Belastungsfeld. Sollte die Hoffnung auf Kriegsende enttäuscht werden, könnten die Märkte schnell korrigieren.

Konjunkturprognosen gesenkt

Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben in ihrer Gemeinschaftsdiagnose die Wachstumsprognosen spürbar gekürzt. Für 2026 wird das BIP-Wachstum nun auf 0,6 Prozent (zuvor 1,3 Prozent) und für 2027 auf 0,9 Prozent (zuvor 1,4 Prozent) geschätzt. Die Inflation liegt bei 2,8 Prozent. Timo Wollmershäuser vom Ifo-Institut betonte: „Der Energiepreisschock trifft die Erholung hart.“ Diese Prognosen berücksichtigen die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Energiepreise und Lieferketten.

Für Anleger im DACH-Raum unterstreichen diese Zahlen die Vulnerabilität der deutschen Wirtschaft gegenüber geopolitischen Risiken, insbesondere im Energiesektor.

Ausblick und Risiken

Der Ausblick für April bleibt optimistisch, gestützt durch geopolitische Hoffnungen. Dennoch warnen Analysten vor Volatilität. Die anhaltend hohen Ölpreise könnten die Erholung bremsen, falls keine konkreten Fortschritte im Konflikt erzielt werden. Trumps geplante Rede wird als Katalysator gesehen.

Private und professionelle Anleger sollten die Entwicklungen im Nahen Osten genau beobachten. Sektoren wie Energie, Automobil und Chemie profitieren potenziell von sinkenden Ölpreisen, während defensive Werte weiterhin attraktiv bleiben könnten.

Sektorale Gewinner und Verlierer

Intra-day zeigten sich starke Zuwächse bei Energieversorgern und Industrieaktien. Der DAX-Future notierte nachmittags bei 23.259 Punkten mit 2,6 Prozent Plus. Einzelaktien wie Delivery Hero rutschten hingegen ab, bedingt durch Schuldenmanagement-Maßnahmen.

Die Erholung des DAX demonstriert die Sensibilität europäischer Märkte gegenüber globalen Ereignissen. Für deutsche Anleger bedeutet dies Chancen in zyklischen Sektoren, aber auch erhöhtes Risiko.

Europäische Perspektive

Auch der SMI und andere europäische Indizes schlossen freundlich. Asiens Börsen endeten letztlich mit Gewinnen. Die US-Märkte verzeichneten den stärksten Tagesgewinn seit fast einem Jahr. Dies unterstreicht die globale Vernetzung der Kapitalmärkte.

Im DACH-Raum profitieren vor allem exportorientierte Unternehmen von stabileren Energiepreisen. Die Deutsche Börse selbst bietet mit Produkten wie Zinsgarantien attraktive Alternativen.

Weiterführende Quellen

ad-hoc-news.de: DAX startet stark
n-tv.de: Der Börsen-Tag
finanzen.ch: Aktien Frankfurt Schluss
wiwo.de: Börse aktuell

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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