Dax startet mit 0,7 Prozent Plus nach Fed-Entscheid in den Tag
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 09:30 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDer Dax ist am Donnerstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.720 Punkten berechnet und damit 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
Gewinner und Verlierer im Leitindex
An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Hochtief und Rheinmetall. Am Ende lagen Symrise, Infineon und Brenntag.
Blick auf die Notenbanken
Marktteilnehmer richten den Blick nun auf die Bank of England. Nach der Entscheidung der US-Notenbank steht vor allem der geldpolitische Ausblick im Mittelpunkt, weil er die Erwartungen an weitere Zinsschritte beeinflusst.
Thomas Altmann von QC Partners verwies darauf, dass die Börsen die Zinsrichtung genau beobachten. Auch die Entwicklung an den Devisen- und Rohstoffmärkten blieb am Morgen bewegt.
Euro und Ölpreis
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich etwas fester und kostete am Donnerstagmorgen 1,1477 US-Dollar. Ein Dollar war damit für 0,8713 Euro zu haben.
Der Ölpreis gab unterdessen nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 103,90 US-Dollar und damit 1,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Der freundliche Auftakt beim Dax passt in ein Marktumfeld, das derzeit vor allem von Zentralbanken und Zinsausblicken geprägt ist. Nach der Entscheidung der US-Notenbank richtet sich der Blick der Anleger nun auf die Bank of England, deren Signale für die weitere Richtung an den Finanzmärkten besonders wichtig sind.
Geldpolitik bleibt der Taktgeber
Für den deutschen Leitindex ist das Umfeld damit weiterhin anspruchsvoll. Einzelwerte wie Siemens Energy, Hochtief und Rheinmetall profitieren zum Handelsstart von der Risikoneigung, während Titel wie Symrise, Infineon und Brenntag zurückfallen. Das zeigt, dass der Markt zwar im Plus notiert, die Rotation innerhalb des Index aber deutlich bleibt.
Folgen für Anleger und Märkte
Entscheidend ist weniger der einzelne Handelstag als der geldpolitische Pfad in den kommenden Monaten. Wenn sich die Erwartungen an weitere Zinsschritte in Großbritannien oder den USA verfestigen, kann das die Bewertung von Aktien, Währungen und Rohstoffen zugleich beeinflussen. Der leicht festere Euro und der gesunkene Brent-Preis zeigen bereits, wie sensibel die Märkte auf den globalen Zins- und Konjunkturausblick reagieren.
Für Anleger bleibt damit vor allem relevant, ob die jüngsten Gewinne im Dax von einem breiteren Trend getragen werden oder nur ein Zwischenhoch im Umfeld wechselnder Zinserwartungen sind.
