DAX, Energiemärkte

Dax startet bei 24.960 Punkten mit 0,6 Prozent Plus

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 09:46 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der deutsche Leitindex liegt am Freitagmorgen rund 0,6 Prozent im Plus. Entspannung bei Ölpreisen und Anleiherenditen könnte den Verkaufsdruck begrenzen, doch die Skepsis gegenüber hoch bewerteten KI-Aktien bleibt bestehen.

Dax startet positiv - Hoffen auf Stabilisierung der Energiemärkte
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:40 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.960 Punkten berechnet und lag damit 0,6 Prozent über dem Schlussniveau des Vortags.

Hoffnung auf stabilere Märkte

Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets sieht bei den Anlegern wieder etwas Hoffnung auf eine Stabilisierung der Energie- und Anleihemärkte. Brent verharrte zunächst bei rund 106 Dollar, während die Renditen der Staatsanleihen möglicherweise ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben.

Von einer echten Entspannung könne dennoch keine Rede sein. An der Wall Street und an den asiatischen Börsen setzten sich die Gewinnmitnahmen fort.

Skepsis gegenüber KI-Investitionen

Besonders im Technologiesektor wächst laut Lipkow die Skepsis. Nachdem OpenAI seine Umsatzprognosen gesenkt habe, rücke stärker die Frage in den Mittelpunkt, wann sich die hohen Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur wirtschaftlich auszahlen.

Anleger unterschieden zunehmend zwischen dem technologischen Potenzial künstlicher Intelligenz und ihrer Rentabilität. Der KI-Boom müsse deshalb nicht beendet sein, bei hoch bewerteten Halbleiterunternehmen und Hyperscalern wachse jedoch das Enttäuschungspotenzial.

US-Daten und Rohstoffe im Blick

Neue Impulse könnten im weiteren Tagesverlauf von den Quartalszahlen von Delta Air Lines und dem US-Konsumklima der Universität Michigan kommen. Entscheidend blieben jedoch die Energiepreise und die Anleiherenditen.

Aus technischer Sicht zeichnete sich für den Dax zum Wochenschluss eine Handelsspanne zwischen 24.900 und 25.200 Punkten ab. Der Euro kostete am Freitagmorgen 1,1231 US-Dollar.

Der Goldpreis stieg um 1,6 Prozent auf 4.195 US-Dollar je Feinunze, entsprechend 120,09 Euro pro Gramm. Brent verbilligte sich dagegen am Morgen um 0,9 Prozent auf 103,30 US-Dollar je Barrel.

Der positive Auftakt des Dax steht im Zeichen einer fragilen Stabilisierung an den internationalen Finanzmärkten. Nachdem der deutsche Leitindex am Vortag unter die Marke von 25.000 Punkten gerutscht war, begrenzen nachlassende Ölpreise und die Hoffnung auf einen Höhepunkt bei den Anleiherenditen zunächst den Verkaufsdruck.

Die Belastung durch Energiepreise bleibt jedoch erheblich. Brent notiert weiterhin deutlich über der Marke von 100 Dollar je Barrel. Hohe Rohstoffpreise können die Inflation verstärken und dadurch den Spielraum für Zinssenkungen der Notenbanken einengen. Gleichzeitig machen höhere Renditen festverzinsliche Anlagen attraktiver und erhöhen die Finanzierungskosten für Unternehmen.

KI-Bewertungen unter Beobachtung

Zusätzlichen Einfluss hat die Neubewertung von Technologie- und KI-Aktien. Anleger unterscheiden stärker zwischen dem langfristigen technischen Potenzial künstlicher Intelligenz und der Frage, wann die hohen Investitionen in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur tatsächlich Gewinne abwerfen. Das erhöht den Druck auf hoch bewertete Unternehmen, ihre Wachstumserwartungen mit belastbaren Umsätzen und Ergebnissen zu unterlegen.

Für den Dax bleiben damit mehrere kurzfristige Impulse maßgeblich: die weitere Entwicklung an den Energiemärkten, die Renditen von Staatsanleihen sowie neue US-Konjunktur- und Unternehmensdaten. Eine Stabilisierung dieser Faktoren könnte die Schwankungen dämpfen, ersetzt aber noch keine nachhaltige Verbesserung des Marktumfelds.

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