DAX startet April mit starkem Kurssprung: Hoffnung auf Iran-Kriegsende treibt Indizes um bis zu 3 Prozent höher
01.04.2026 - 12:51:03 | ad-hoc-news.deDer deutsche Leitindex DAX hat den April mit einem markanten Kurssprung eröffnet. In den ersten Handelsminuten stieg der Index um 2,8 Prozent auf 23.312 Punkte, getrieben von frischen Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs. Nach den starken Verlusten im März, als der DAX rund 10 Prozent einbüßte, markiert dies eine deutliche Erholung für private und professionelle Anleger.
Stand: Mittwoch, 1. April 2026, 10:50 Uhr (Europe/Berlin)
Starke Gewinne bei allen Indizes
Der Aufschwung ist breit angelegt. Der MDax mit mittelgroßen Werten kletterte um 3,2 Prozent auf 29.047 Punkte, während der SDAX um 2,3 Prozent auf 16.875 zählte. Im Euro-Raum gewann der Euro Stoxx 50 2,7 Prozent auf 5.720 Punkte. Diese Entwicklung spiegelt eine risikofreudigere Stimmung wider, die durch geopolitische Entspannungssignale befeuert wird.
Hintergrund: Iran-Krieg und März-Verluste
Der März war von Unsicherheiten durch den Nahost-Konflikt geprägt. Der DAX fiel auf ein Jahrestief von 21.864 Punkten, bevor er in den letzten Tagen des Monats eine leichte Erholung einlegte. Am Montag plus 1,2 Prozent, am Dienstag weitere 0,5 Prozent auf 22.680 Punkte. Nun verstärkt die Hoffnung auf Deeskalation den Trend.
Berichte deuten auf Verhandlungen hin, die ein baldiges Kriegsende möglich machen könnten. Dies mindert Ängste vor Energiepreisschocks und Lieferkettenstörungen, die Europa besonders betreffen.
Top-Performer und Laggards
Im DAX-Vorderfeld lagen Rüstungs- und Energiewerte. ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) profitiert von einem Upgrade der Citigroup von 'Neutral' auf 'Buy'. Die Anteilsscheine dürften zulegen. Nike-Aktien hingegen brachen im US-Nachhandel um 9 Prozent ein, was auf Schwäche im Konsumsektor hinweist.
Verlierer waren BASF (-1,83 Prozent auf 51,44 Euro) und Brenntag (-0,21 Prozent). Deutsche Euroshop büßte 2 Prozent ein, nach schwachen 2025-Zahlen mit rückläufigem Umsatz und Gewinn. Für 2026 erwartet der Vorstand steigende Mieteinnahmen, aber höhere Zinsen.
Europäischer und globaler Kontext
In der Schweiz reagierte der Leitindex zunächst negativ mit -1,8 Prozent auf Eskalationsängste, erholt sich aber durch Trump-Ankündigungen. US-Futures wie Dow Jones (+0,59 Prozent), S&P 500 (+0,61 Prozent) und Nasdaq (+0,95 Prozent) zeigen ähnliche Tendenzen. Gold notiert bei 4.719 (+0,48 Prozent), Euro/USD bei 1,1583 (+0,085 Prozent), Bitcoin bei 68.853 (+1 Prozent).
Für DACH-Anleger relevant: Hohe Öl- und Gaspreise treiben ETF-Umsätze. 'Umsatzstark ist alles, was mit Öl und Gas zu tun hat', berichten Händler. Rüstungstitel sehen hohe Abflüsse.
Wirtschaftsprognosen und Risiken
Die Institute haben die Wachstumsprognose für 2026 halbiert auf 0,6 Prozent BIP-Wachstum, bedingt durch Kriegsfolgen. Der Iran-Krieg wirkt als Trendverstärker. Dennoch: Der DAX liegt 2026 YTD um -4,93 Prozent zurück, mit Hoch bei 25.508 Punkten.
Risiken bleiben: Sollte die Hoffnung trügen, könnten schnelle Korrekturen folgen. Anleger sollten Diversifikation prüfen, insbesondere in Verteidigung und Energie.
Ausblick für den Tag
Analysten erwarten Fortsetzung des Aufschwungs, solange positive Signale aus dem Nahen Osten anhalten. Der X-Dax signalisiert 1,9 Prozent Plus auf 23.107. Werte wie TKMS könnten outperformen.
Implikationen für Anleger im DACH-Raum
Private Anleger profitieren von ETF-Exposition auf DAX und MDax. Professionelle Portfolios sollten geopolitische Sensibilität berücksichtigen. Die Erholung unterstreicht die Attraktivität deutscher Blue Chips trotz Volatilität.
Langfristig: Nach den Verlusten bietet der aktuelle Einstiegspotenzial, wenn Deeskalation eintritt. Monitoring von US-Daten und Ölpreisen essenziell.
Weiterführende Quellen
Deutsche Börse Live: DAX-Ausblick
comdirect: Eröffnung mit Kurssprung
Deutsche Börse: Roundup Eröffnung
n-tv: Börsen-Tag
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.
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