DAX, Rheinmetall

Dax schließt bei 25.254 Punkten – Rheinmetall legt zu

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 17:40 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der deutsche Leitindex beendet den Montag nach wechselhaftem Verlauf nahezu unverändert. Während Brent-Öl und der Dollar nur wenig zulegen, profitieren Rüstungswerte von der politischen Nachrichtenlage.

Dax kaum verändert - Rüstungsaktien wieder gefragt
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist zum Wochenstart nach einem wechselhaften Verlauf nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Zum Xetra-Schluss standen in Frankfurt 25.254 Punkte auf der Anzeigetafel, 23 Punkte oder 0,1 Prozent mehr als am Freitag.

Ölpreis bleibt nahe 100-Dollar-Marke

Anleger beobachteten den Ölmarkt besonders aufmerksam. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 102,50 US-Dollar und damit 29 Cent oder 0,3 Prozent mehr als zum Schluss des vorherigen Handelstags.

Die hohe Notierung blieb damit ein wichtiger Faktor für die Einschätzung der Märkte. Zugleich verlor die europäische Gemeinschaftswährung an Wert: Ein Euro kostete am Montagnachmittag 1,1212 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8919 Euro zu haben.

Rheinmetall führt Gewinnerliste an

Die politische Großwetterlage spiegelte sich nach Einschätzung von Marktteilnehmern auch in den Einzelwerten wider. Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall setzten sich an die Spitze der Kursgewinner und lagen kurz vor Handelsschluss mehr als zwei Prozent im Plus.

Dahinter folgten GEA und Volkswagen. Auf der Verliererseite standen Bayer, Infineon und Hochtief, deren Aktien ebenfalls rund zwei Prozent oder mehr nachgaben.

Der Handelstag war von mehreren gegenläufigen Faktoren geprägt. Der DAX bewegte sich nur wenig, während der Euro unter Druck blieb und Brent-Öl nahe der Marke von 100 US-Dollar notierte. Hohe Energiepreise können die Inflation erhöhen, die Kaufkraft der privaten Haushalte belasten und den Spielraum der Notenbanken für Zinssenkungen einschränken.

Zusätzlichen Einfluss haben die internationalen Anleihemärkte. Steigende Renditen machen festverzinsliche Anlagen attraktiver und erhöhen zugleich die Finanzierungskosten für Unternehmen. Das kann besonders zinssensitive Aktien belasten. Ein schwächerer Euro wirkt dagegen grundsätzlich stützend für exportorientierte deutsche Unternehmen, verteuert aber Importe, darunter Energie und Rohstoffe.

Rüstung gefragt, Industrie uneinheitlich

Die Kursgewinne von Rheinmetall passen in ein Marktumfeld, in dem Anleger geopolitische Risiken und staatliche Verteidigungsausgaben stärker berücksichtigen. Die Nachfrage konzentrierte sich jedoch nicht auf den gesamten Industriesektor: GEA und Volkswagen lagen ebenfalls vorn, während Bayer, Infineon und Hochtief deutlich nachgaben. Das zeigt eine selektive Marktbewegung statt einer breiten Kaufwelle.

Für die kommenden Handelstage bleiben Ölpreis, Euro, Anleiherenditen und neue Konjunkturdaten die wichtigsten übergeordneten Einflussgrößen. Hinzu kommen Unternehmensnachrichten und die Erwartungen an die US-Geldpolitik. Für private Anleger bedeutet der geringe Tagesgewinn des DAX daher vor allem, dass die Unsicherheit zwischen Inflationssorgen, Zinserwartungen und geopolitischen Entwicklungen anhält.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau.de: „Marktbericht: DAX mit angezogener Handbremse“ (05.10.2026)

Der Beitrag ordnet den verhaltenen Wochenstart ebenfalls über den schwächeren Euro und die hohen Ölpreise ein. Einen zusätzlichen Schwerpunkt setzt er auf die Belastung durch Anleiherenditen sowie auf die unveränderten Förderziele der Opec+.

n-tv.de: „Der Börsen-Tag Montag, 5. Oktober 2026“ (05.10.2026)

Der Börsen-Liveblog beschreibt die geringe DAX-Bewegung und den Euro-Rückgang im Tagesverlauf. Anders als der dts-Bericht widmet er breiten Raum konjunkturellen Frühindikatoren, der deutschen Autoindustrie und den internationalen Zinserwartungen.

Übereinstimmung besteht beim ruhigen DAX-Start, dem hohen Ölpreis und der Schwäche des Euro. Unterschiede ergeben sich vor allem bei der Auswahl der Einzelthemen; offen bleibt, ob die Energiepreise und Renditen die Aktienmärkte dauerhaft stärker belasten.

Disclaimer...

de | boerse | 70234452 |