Dax, Micron

Dax rutscht auf 25.365 Punkte ins Minus

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 12:33 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der deutsche Leitindex gab bis zum Mittag leicht nach. Hohe Anleiherenditen, Energiepreise und die Erwartungen an den KI-Sektor bestimmten die Zurückhaltung der Anleger.

Dax rutscht am Mittag ins Minus - Zurückhaltung überwiegt
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Mittwoch nach einem positiven Start bis zum Mittag ins Minus gerutscht. Gegen 12:30 Uhr lag der Leitindex bei rund 25.365 Punkten und damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau des Vortags.

Commerzbank, SAP und Hochtief am Ende der Liste

Am unteren Ende der Kursliste rangierten die Aktien von Commerzbank, SAP und Hochtief. Zu den Gewinnern gehörten unter anderem BMW, Zalando und MTU.

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, beschrieb die Anleger als „zwischen Baum und Borke“. Einerseits setzten sie auf eine weitere Deeskalation im Nahen Osten und sinkende Energiepreise, andererseits sorgten hohe Anleiherenditen und Zweifel an der Fortsetzung des KI-Booms für Zurückhaltung.

Euro und Gold legen zu

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1360 US-Dollar, während ein Dollar 0,8803 Euro wert war.

Auch der Goldpreis stieg. Für eine Feinunze wurden am Nachmittag 4.189 US-Dollar gezahlt, 0,3 Prozent mehr als am Vortag; das entsprach 118,54 Euro je Gramm.

Ölpreis steigt weiter

Der Ölpreis legte ebenfalls zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 103,30 US-Dollar und damit 75 Cent beziehungsweise 0,7 Prozent mehr als zum Schluss des vorherigen Handelstags.

Der Dax bewegte sich am Mittwoch in einem Marktumfeld, das von gegenläufigen Impulsen geprägt ist. Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten kann den Druck auf die Energiepreise mindern und damit die Inflations- und Konjunktursorgen abschwächen. Gleichzeitig verteuern hohe Ölpreise die Produktion, den Transport und den privaten Verbrauch.

Für Aktien sind zudem die Renditen am Anleihemarkt entscheidend. Steigende Renditen erhöhen die Finanzierungskosten von Unternehmen und Staaten und machen festverzinsliche Wertpapiere für Anleger attraktiver. Das belastet insbesondere hoch bewertete Wachstumswerte, deren erwartete Gewinne weit in der Zukunft liegen.

KI-Erwartungen bleiben ein Börsenfaktor

Die Entwicklung im Technologiesektor bleibt ein weiterer bestimmender Faktor. Quartalszahlen von Halbleiterunternehmen wie Micron werden daran gemessen, ob die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz bereits in steigenden Umsätzen und Gewinnen sichtbar werden. Enttäuschungen können den gesamten KI-Sektor belasten, während überzeugende Geschäftszahlen die Nachfrage nach Technologiewerten stützen könnten.

Für Anleger in Deutschland bedeutet die Lage ein erhöhtes Wechselspiel zwischen Energie-, Zins- und Technologieindikatoren. Der Dax kann dadurch auch ohne neue Unternehmensnachrichten rasch zwischen Gewinnen und Verlusten wechseln. Neben den Einzelwerten bleiben deshalb die Ölnotierungen, Anleiherenditen und Signale aus dem Halbleitermarkt zentrale Orientierungspunkte.

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