DAX, PCE-Daten

DAX: PCE-Daten am Donnerstag entscheidend

21.06.2026 - 10:19:02 | boerse-global.de

Der DAX verharrt unter 25.000 Punkten. Entscheidende Impulse für den Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung liefern nun US-Inflationsdaten und Konjunkturindikatoren.

DAX vor richtungsweisender Woche mit wichtigen Konjunkturdaten
DAX - Ein beleuchteter Finanzdaten-Chart projiziert auf eine dunkle Wand, symbolisiert die Bedeutung von Wirtschaftsdaten für den DAX. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der deutsche Leitindex tritt auf der Stelle. Trotz einer starken Vorwoche scheiterte der DAX am Freitag erneut an der Marke von 25.000 Punkten. Ein Schlusskurs von rund 24.985 Zählern besiegelte eine zähe Handelssitzung.

Die Lage: extrem zweigeteilt. Einerseits stützt die Friedensvereinbarung im Nahen Osten die Kurse. Die Wochenbilanz fällt mit einem Plus von rund 1,4 Prozent positiv aus. Andererseits bremsen harte Zinssignale der US-Notenbank Fed die Kauflaune.

Solider Aufwärtstrend trotz Seitwärtsphase

Auf lange Sicht bleibt der Trend intakt. Der DAX notiert nur gut zwei Prozent unter seinem Allzeithoch vom Januar. Der Index hält sich stabil über wichtigen Durchschnittslinien.

Langfristige Trendlinien stützen den Kurs. Die 200-Tage-Linie sichert den Markt bei 24.245 Zählern nach unten ab. Der 50-Tage-Durchschnitt verläuft bei etwa 24.511 Punkten.

Kurzfristig steckt das Barometer aber in einer engen Spanne fest. Erst ein Ausbruch über den Widerstand bei 25.124 Punkten liefert neue Kaufsignale. Fällt der Kurs unter 24.770 Punkte, drohen weitere Abgaben.

Makrodaten bestimmen den Takt

In der neuen Handelswoche stehen wichtige Konjunkturdaten an. Sie könnten den Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung erzwingen. Besonders vier Termine rücken in den Fokus der Investoren:

  • Dienstag: Erste Einkaufsmanagerindizes (PMI) für Deutschland und die Eurozone.
  • Mittwoch: Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex.
  • Donnerstag: Finales US-Wirtschaftswachstum (BIP) für das erste Quartal.
  • Donnerstag: US-Kernpreisindex PCE.

Neben den Makrodaten blicken Investoren auf die Unternehmensseite. Nvidia hält am Mittwoch seine Hauptversammlung ab. Micron Technology präsentiert am selben Abend Quartalszahlen. Diese Termine strahlen oft auf den gesamten Technologiesektor ab.

Die Richtung für den DAX entscheidet sich an den US-Inflationsdaten. Der PCE-Kernpreisindex am Donnerstag gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der Fed. Fällt dieser Wert unerwartet hoch aus, dürften die Zinssorgen den DAX unter die Unterstützungszone von 24.770 Punkten drücken. Ein moderater Wert hingegen ebnet den Weg für einen neuen Angriff auf das Rekordhoch.

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