DAX: Ölschock erschüttert Märkte
09.03.2026 - 23:47:47 | boerse-global.deDer Angriff Israels auf iranische Ölanlagen hat die Finanzmärkte kalt erwischt. Der Ölpreis schoss über 100 US-Dollar je Barrel – ein Niveau, das zuletzt 2022 erreicht wurde – und riss den DAX in der Tiefe auf unter 23.000 Punkte. Hinzu kamen schwache Konjunkturdaten aus Deutschland, die den Druck weiter verstärkten.
Doppelbelastung: Geopolitik trifft schwache Konjunktur
Der eigentliche Auslöser war die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Die wichtige Ölhandelsroute ist damit unterbrochen, was Lieferausfälle und einen anhaltenden Energiepreisanstieg befürchten lässt. Brent-Rohöl notierte zwischenzeitlich bei rund 120 US-Dollar – ein Sprung von mehr als elf Prozent gegenüber dem Vortag.
Parallel dazu veröffentlichte das Statistische Bundesamt ernüchternde Zahlen: Die Industrieaufträge in Deutschland brachen im Januar um 11,1 Prozent gegenüber dem Vormonat ein – der stärkste Rückgang seit zwei Jahren. Die Industrieproduktion sank gleichzeitig um 2,5 Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium warnte, der Iran-Konflikt erhöhe das Risiko für weitere Rückschläge bei der erhofften konjunkturellen Erholung deutlich.
Die Kombination aus externem Ölschock und hausgemachter Konjunkturschwäche erklärt, warum die Reaktion an den Märkten so heftig ausfiel.
Klare Gewinner und Verlierer im Index
Die Sektorrotation im DAX verlief eindeutig: Reise- und Luftfahrtwerte gerieten besonders unter Druck. Die Lufthansa-Aktie verlor zeitweise rund sieben Prozent – Luftraumsperrungen und Tausende gestrichene Flüge belasten das operative Geschäft unmittelbar, während gleichzeitig die Treibstoffkosten steigen. Auch Technologie- und Bankenwerte gaben deutlich nach.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?
Auf der Gegenseite profitierten Rüstungswerte wie Rheinmetall sowie Bayer, das mit einem Plus von rund vier Prozent zu den stärksten Werten im Index zählte.
Charttechnik und EZB unter Druck
Charttechnisch notiert der DAX aktuell mit rund -0,6 Prozent bei etwa 23.444 Punkten – deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 24.828 Punkten. Alle relevanten gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage senden derzeit Verkaufssignale. Die nächste bedeutende Unterstützung liegt bei rund 22.937 Punkten; hält diese nicht, dürfte der Abwärtsdruck zunehmen. Auf der Oberseite markiert der Bereich um 24.027 Punkte den ersten nennenswerten Widerstand.
Für die EZB stellt der Ölschock ein Dilemma dar. An den Märkten werden inzwischen zwei Zinserhöhungen um je 25 Basispunkte bis Jahresende eingepreist – noch am Freitag war lediglich eine Anhebung erwartet worden. Mizuho-Strategin Evelyne Gomez-Liechti bringt das Dilemma auf den Punkt: Eine geldpolitische Lockerung angesichts steigender Ölpreise gefährde die Glaubwürdigkeit der Notenbank, eine Straffung hingegen das Wachstum. Die EZB-Zinssitzung am 19. März wird damit zur ersten entscheidenden Weichenstellung in diesem Konflikt.
DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos.

