DAX, UniCredit

DAX: Ölpreise geben nach

17.03.2026 - 04:29:09 | boerse-global.de

Der DAX erholt sich leicht, angetrieben von sinkenden Ölpreisen. Gleichzeitig sorgt ein Übernahmeangebot der UniCredit für die Commerzbank für Bewegung im Index.

DAX: Ölpreise geben nach - Foto: über boerse-global.de
DAX: Ölpreise geben nach - Foto: über boerse-global.de

Der DAX hat den Wochenstart mit einem moderaten Plus abgeschlossen. 23.564 Punkte, ein Zuwachs von 0,5 Prozent — kein Feuerwerk, aber nach den jüngsten Verlusten infolge des Iran-Krieges immerhin eine Stabilisierung. Haupttreiber war die Entspannung beim Rohöl: Am Wochenende war es mehreren Tankern gelungen, die Straße von Hormus zu passieren, was die Sorgen um vollständige Lieferunterbrechungen etwas dämpfte.

Portfolio-Manager Thomas Altmann brachte es auf den Punkt: Der DAX fehlt derzeit ein Eigenleben. Ölpreis hoch, Markt runter. Ölpreis runter, Markt rauf. So einfach ist die Gleichung gerade.

Commerzbank schlägt alles

Das eigentliche Gesprächsthema des Tages war eine Übernahme. UniCredit hat ein formelles Tauschangebot für die Commerzbank vorgelegt — 0,485 neue UniCredit-Papiere je Commerzbank-Aktie, was rechnerisch rund 30,80 Euro entspricht. Die Commerzbank-Aktie sprang daraufhin um 8,6 Prozent nach oben und führte das DAX-Tableau souverän an.

Die italienische Großbank hält bereits knapp unter 30 Prozent der Anteile — jener Schwelle, ab der ein verpflichtendes Vollübernahmeangebot fällig würde. Das aktuelle Gebot ist deshalb taktisch geschickt: Es ermöglicht UniCredit, die Beteiligung flexibel auszubauen, ohne sofort die volle Kontrolle anstreben zu müssen. Ob Berlin das politisch mitspielt, steht auf einem anderen Blatt.

Bayer legte um 3,8 Prozent zu, nachdem UBS die Aktie hochgestuft hatte. Analyst Matthew Weston sieht bei der Lösung der Glyphosatprobleme inzwischen mehr Chancen als Risiken und bezeichnete die vorangegangene Kursschwäche als Kaufgelegenheit.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Nahost bleibt das dominierende Risiko

Die Erholung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das grundlegende Problem ungelöst bleibt. Der Nahostkonflikt ist in seine dritte Kriegswoche eingetreten, und Marktanalysten warnen, dass die Auswirkungen auf die Energiepreise sich erst in den kommenden Monaten voll entfalten dürften. Steigende Produktionskosten belasten die Unternehmensmargen, anziehende Inflation dürfte die Konsumlaune zusätzlich dämpfen.

Beiersdorf und BMW schlossen als Schlusslichter im DAX. Besonders Beiersdorf setzt seine Talfahrt fort: Zwei negative Analystenurteile — darunter eine Abstufung auf „Untergewichten" mit einem Kursziel von 77 Euro — drückten die Aktie auf den tiefsten Stand seit Dezember 2016.

Diese Woche stehen die Zinsentscheidungen von Fed, EZB, Bank of England und Bank of Japan an. Angesichts der Energiepreisrisiken werden die Signale der Notenbanken mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden — gerade weil der Ölpreis als inoffizieller Taktgeber der Märkte kaum Spielraum für Entspannungssignale lässt.

Anzeige

DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos
DE0008469008 | DAX | boerse | 68698069 |