DAX: Öl diktiert den Takt
13.03.2026 - 01:39:34 | boerse-global.deDer Iran-Krieg hält die Börsen fest im Griff. Der DAX schloss heute 0,2 Prozent tiefer bei 23.590 Punkten – und das Bild dahinter ist deutlich unruhiger, als es der Schlusskurs vermuten lässt.
Zwischenzeitlich sackte der Index bis auf 23.368 Punkte ab, bevor er sich von diesem Tagestief wieder erholte. Zum Vergleich: Das Allzeithoch lag am 13. Januar bei 25.508 Punkten. Seitdem hat der DAX rund acht Prozent eingebüßt.
Ölpreis als eigentlicher Taktgeber
Der Energiemarkt ist momentan das alles dominierende Thema. Brent-Rohöl kostet aktuell knapp 100 Dollar je Barrel – ein Preisanstieg von 8,5 Prozent allein heute. Zur Einordnung: Zu Wochenbeginn war der Preis kurzzeitig auf fast 120 Dollar geschossen, das höchste Niveau seit 2022, bevor er sich vorübergehend auf unter 90 Dollar beruhigte. Diese Volatilität allein zeigt, wie angespannt der Energiemarkt derzeit ist.
Der Grund: Der Iran greift gezielt Energieinfrastruktur in der Golfregion an, um die wirtschaftlichen Kosten des Krieges für die Gegenseite zu erhöhen. Jede Eskalation schlägt direkt auf die Ölnotierungen durch. RBC-Analystin Anke Reingen hat vorgerechnet, dass ein Anstieg um 15 Dollar je Barrel den Verbraucherpreisindex der Eurozone um 0,3 Prozentpunkte erhöht – ein nicht zu unterschätzender Inflationsschub.
USA und Europa erwägen die Freigabe strategischer Ölreserven, um eine Versorgungslücke zu überbrücken. Das verhindert bislang eine Panikreaktion an den Märkten, ist aber kein dauerhaftes Mittel.
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Lichtblicke auf Unternehmensebene
Inmitten der geopolitischen Belastung gab es heute zumindest mikroökonomische Aufhellung. Zalando, Brenntag und Hannover Rück führten die DAX-Gewinnerliste an, gestützt durch starke Quartalszahlen. Am unteren Ende rangierten Heidelberg Materials und die Deutsche Bank. Letztere leidet unter wachsenden Mittelabflüssen im Private-Equity-Sektor, was Liquiditätsengpässe erzeugt und die Kreditrisiken im Unternehmensfinanzierungsbereich erhöht.
Auch die Absicherungspositionen, die viele Investoren vor Kriegsbeginn aufgebaut haben, wirken derzeit wie ein Stoßdämpfer. Sie federn einen Teil der möglichen Kursverluste ab und erklären, warum der DAX trotz aller Belastungen bisher relativ stabil geblieben ist.
Spannend wird es nächste Woche: Dann steht der große Verfallstermin an den Terminbörsen an. Viele Anleger befinden sich noch in einer relativen Komfortzone – ob diese Stabilität hält, wenn die Absicherungen auslaufen, ist die entscheidende Frage der kommenden Tage.
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