DAX: Nahost-Schatten über Frankfurt
25.03.2026 - 06:36:55 | boerse-global.deDer Wochenstart lieferte kurz Hoffnung – doch die hielt nicht lange. Am Dienstag kämpft der DAX weiter mit der Ungewissheit rund um den Iran-Krieg, und die Stimmung an den Märkten bleibt angespannt.
Gegen Mittag verlor der Leitindex rund 0,26 Prozent auf etwa 22.596 Punkte. Das ist keine Katastrophe, aber auch kein Zeichen von Stärke. Am Montag war der Index zeitweise unter die 22.000-Punkte-Marke gerutscht – ein Tief seit gut elf Monaten. Erst eine Kurznachricht von Donald Trump, die auf mögliche Gespräche mit dem Iran hindeutete, sorgte für eine Erholung. Wie belastbar diese war, zeigt der heutige Tag.
Öl über 100 Dollar – das spüren alle
Der Ölpreis bleibt das zentrale Problem. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostet derzeit gut 101 Dollar – ein Niveau, das Anleger nervös macht. Denn steigende Energiepreise sind kein abstraktes Risiko: Sie schlagen auf die Kostenstruktur von Unternehmen durch und dämpfen früher oder später die Verbrauchernachfrage. Marktbeobachter verweisen darauf, dass dieser Effekt in den Konjunkturdaten noch nicht vollständig angekommen ist. Die Einkaufsmanagerindizes aus Europa zeigten heute ein gemischtes Bild, liegen aber noch mehrheitlich in der Expansionszone.
Hinzu kommt die politische Unberechenbarkeit. Trump hat sein Ultimatum für mögliche Angriffe auf iranische Energieanlagen zwar vorerst verschoben – doch verlässlich ist das nicht. Unter Börsianern kursiert der Begriff „TACO-Trade", der für die Erwartung steht, dass Trump bei seinen Ankündigungen regelmäßig zurückrudert. Ob das diesmal auch gilt, bleibt offen.
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SAP belastet, Chemie erholt sich
Innerhalb des DAX gibt es klare Gewinner und Verlierer. SAP-Aktien rutschten um fast drei Prozent ab – auf ein Tief seit Januar 2024. Auslöser war JPMorgan, das seine bisher positive Einschätzung für den Softwarekonzern aufgegeben hat. Der zuständige Analyst sieht die erhoffte Kombination aus Wachstumsbeschleunigung und Margenausbau nicht mehr als gesichert an.
Auf der anderen Seite profitieren BASF und Brenntag von einer Umstufung der Deutschen Bank auf „Kaufen". Die Analystin des Instituts sieht beide Chemiekonzerne als mögliche Profiteure im aktuellen Umfeld – die Aktien legten bis zu 4,5 Prozent zu. Auch Lanxess setzte seine Erholung mit einem Plus von rund fünf Prozent fort, was Marktbeobachter auf die Schließung von Leerverkaufspositionen zurückführen.
Auffällig stark zeigte sich zudem der Prothesenhersteller Ottobock mit etwa acht Prozent Kursgewinn – gestützt durch eine Kaufempfehlung der UBS nach einem vorangegangenen massiven Kursrückgang.
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Die Richtung für den Nachmittag dürfte einmal mehr aus den USA kommen – sowohl von den Makrodaten als auch von der Nachrichtenlage im Nahen Osten.
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