DAX: Kriegsschock belastet
02.03.2026 - 16:09:49 | boerse-global.deDie Eskalation im Mittleren Osten hat am Montagmorgen deutliche Spuren am deutschen Aktienmarkt hinterlassen. Nach israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran und der Sperrung der Straße von Hormus durch Teheran geriet der DAX massiv unter Druck. Bis zum Mittag verlor der Leitindex 1,7 Prozent – das erhoffte Rekordhoch ist vorerst vom Tisch.
Energiepreise explodieren
Die Straße von Hormus, durch die rund ein Viertel der weltweiten Öl- und Gasexporte fließen, ist für den Schiffsverkehr gesperrt. Die Folgen sind dramatisch: Der Brent-Ölpreis schnellte um über sieben Prozent auf 78,40 Dollar je Barrel nach oben, europäisches Erdgas verteuerte sich zeitweise um ein Viertel. Gasöl, ein wichtiges Vorprodukt für Diesel und Heizöl, kletterte in London um mehr als 20 Prozent auf ein 2-Jahres-Hoch.
Für deutsche Autofahrer bedeutet das sofort spürbare Belastungen. Der ADAC meldete am Montagmorgen Aufschläge von rund 2 Cent pro Liter E10 und etwas mehr als einen Cent bei Diesel. Doch das dürfte erst der Anfang sein – die europäischen Energiemärkte reagieren aufgrund der hohen Importabhängigkeit besonders sensibel.
Chemie und Touristik brechen ein
Am deutschen Aktienmarkt trifft die Krise vor allem zwei Branchen hart. Chemiekonzerne leiden unter steigenden Rohstoffkosten, die nur teilweise an Kunden weitergegeben werden können. Noch drastischer erwischt es Touristikunternehmen: Der Luftraum über dem Nahen Osten ist weiträumig gesperrt, Kreuzfahrtschiffe bleiben in den Häfen. Der Reiseverkehr in der Region ist komplett zum Erliegen gekommen.
VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel verweist auf Berechnungen der EZB, wonach ein Ölpreisanstieg um 10 Prozent das Potenzialwachstum mittelfristig um 0,2 Prozent drückt. Für die exportabhängige deutsche Wirtschaft ein kritischer Faktor.
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Trump kündigt vierwöchigen Konflikt an
US-Präsident Donald Trump stellte heute eine mindestens vierwöchige Operation in Aussicht. Entscheidend wird sein, ob die Straße von Hormus wieder befahrbar wird. Deutsche-Bank-Analyst Michael Hsueh skizziert drei Szenarien: Bei einer Öffnung nach zwei Wochen dürfte Brent wieder auf 70 Dollar fallen. Bleibt die Passage teilweise nutzbar, sind 80 bis 100 Dollar realistisch. Eine komplette Sperrung würde den Preis in Richtung 200 Dollar treiben.
Anleger flüchten derweil in sichere Häfen. Gold kletterte auf fast 5.400 Dollar je Feinunze und nähert sich dem Rekord von fast 5.600 Dollar aus dem Januar 2025. Der Euro fiel auf 1,1737 Dollar, während der Schweizer Franken als ultimativer Krisenwährung zulegte. Rüstungswerte und Ölkonzerne gehörten zu den wenigen Profiteuren des Tages.
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