DAX, Rekordhoch

DAX: Knapp unter Rekordhoch

27.02.2026 - 16:54:57 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex hält sich nahe der 25.300-Punkte-Marke, angetrieben von Rotation statt breiter Kauflaune. Überraschend niedrige Inflationszahlen lieferten keine neuen Impulse.

Der deutsche Leitindex zeigt sich vor dem Wochenende erstaunlich stabil. Nach einem verhaltenen Start notiert der DAX am Freitagnachmittag nur knapp unter der psychologisch wichtigen 25.300-Punkte-Marke – und damit weiterhin deutlich über der 25.000er-Schwelle, die er zu Wochenbeginn noch unterschritten hatte.

Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten rückt damit wieder in Reichweite. Damals hatte der Index erstmals die 25.500er-Marke geknackt und zum Handelsschluss bei 25.420 Punkten einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis markiert. Aktuell fehlen nur noch rund 200 Punkte bis zur Bestmarke.

Rotation statt breiter Kauflaune

Doch die Stimmung ist verhalten. "Der DAX profitiert von einer Mischung aus Leerverkaufseindeckungen und vereinzeltem Positionsausbau in defensiven Aktien", erklärt Andreas Lipkow von CMC Markets. Eine Beobachtung, die bereits seit Tagen zu sehen ist: Verlierer der Woche werden später wieder gekauft, diese Rotation hält den Index stabil.

Interessant dabei: Eine echte Marktbreite bildet sich nicht aus. Nur knapp die Hälfte der DAX-Werte notiert im Plus. An der Spitze stehen Deutsche Telekom, Scout24 und Siemens Energy. Das Schlusslicht bilden Infineon, MTU und BASF – der Chemiekonzern hatte heute Morgen einen deutlichen Ergebnisrückgang verkündet und rechnet mit einem weiteren durchwachsenen Jahr.

Inflationsdaten unter Erwartung

Um 14 Uhr lieferten die Februar-Inflationszahlen eine positive Überraschung. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – nach 2,1 Prozent im Januar. Volkswirte hatten mit einer unveränderten Rate von 2,1 Prozent gerechnet. Günstigere Energie, vor allem bei Strom, Gas und Heizöl, sorgte für Entlastung. Allerdings verteuerten sich Dienstleistungen weiter überdurchschnittlich um 3,2 Prozent.

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Für den DAX blieben die Daten ohne größere Impulse. "Es fehlen die makroökonomischen Impulse, um den Deckel wegfliegen zu lassen", so Lipkow. Die vorsichtigen Unternehmensprognosen – besonders bei zyklischen Konzernen – würden für Zurückhaltung sorgen. Kein Manager wolle sich derzeit aus dem Fenster lehnen.

Marktrisiken bremsen Rekordjagd

Die Markttechnik sieht laut Lipkow durchaus konstruktiv aus und deutet auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung hin – wenn die fundamentale Seite mitspielt. Allerdings dürfte der Markt erst nach dem Wochenende zur Rekordjagd ansetzen. "Heute bleiben noch zu viele Ad-hoc-Risiken im Markt", warnt der Analyst. Besonders bei den Themen US-Strafzölle und dem Iran-USA-Konflikt könnten jederzeit unangenehme Nachrichten über die Ticker laufen.

Der Ölpreis reagierte bereits: Ein Fass Brent-Öl verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 72,06 Dollar. Sorgen vor einer militärischen Eskalation zwischen Iran und USA treiben die Notierungen. Der Euro zeigte sich derweil fester bei 1,1802 Dollar.

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