DAX: Kampf um 25.000 Punkte
24.02.2026 - 15:50:01 | boerse-global.deDer deutsche Leitindex tut sich schwer. Am Dienstag scheiterte der DAX mehrfach daran, sich nachhaltig über der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke zu etablieren. Am frühen Nachmittag notierte das Börsenbarometer bei 24.956 Punkten – ein Minus von 0,14 Prozent. Zum Wochenstart hatte der Index noch bei knapp unter 25.000 Zählern geschlossen.
„Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit", konstatiert Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Zurückhaltung der Anleger hat nachvollziehbare Gründe: Eine doppelte Unsicherheit aus US-Zollpolitik und dem schwelenden Iran-Konflikt mündet in erhöhte Risikoaversion. Immerhin: Bei Kursschwächen kamen zuletzt regelmäßig Käufer in den Markt – ein Zeichen dafür, dass die aktuelle Bewertung von vielen als attraktiv eingeschätzt wird.
Europäische Börsen zeigen gemischtes Bild
Während der DAX mit der 25.000er-Marke hadert, präsentiert sich der MDAX etwas robuster. Der Index der mittelgroßen Werte legte um 0,15 Prozent auf 31.425 Punkte zu. Der EuroStoxx 50, der am Montag deutlich besser abgeschnitten hatte als der DAX, gab am Dienstag minimal nach. Die Differenz in der Performance deutet darauf hin, dass deutsche Anleger momentan vorsichtiger agieren als ihre europäischen Nachbarn.
Die Berichtssaison sorgte für deutlich mehr Bewegung als zum ruhigen Wochenauftakt. Allerdings konnten die Unternehmensnachrichten dem DAX keinen entscheidenden Impuls geben. Die Kursbewegungen blieben überwiegend auf Einzelwerte beschränkt, ohne den Gesamtmarkt maßgeblich zu beeinflussen.
China-Reise von Merz im Fokus
Während die Börse mit technischen Marken ringt, unternimmt Bundeskanzler Friedrich Merz am Mittwoch und Donnerstag seine erste China-Reise im Amt. 30 Stunden wird er in Peking und Hangzhou verbringen – begleitet von einer großen Delegation von Top-Managern deutscher Unternehmen. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist China nach wie vor ein immens wichtiger Partner, gleichzeitig aber auch ein „systemischer Rivale".
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Die Erwartungen der deutschen Industrie sind hoch. Besonders die Exportbeschränkungen für seltene Erden, die seit April 2025 gelten, bereiten Sorgen. China dominiert mit über 90 Prozent die weltweite Verarbeitung dieser für Elektromotoren, Handys und Windrad-Turbinen unverzichtbaren Rohstoffe. Der Bundesverband der Deutschen Industrie fordert von Merz deutliche Worte: „Wir erwarten vom Bundeskanzler, dass er Probleme wie Überkapazitäten, Wettbewerbsverzerrungen und Exportkontrollen bei kritischen Rohstoffen klar anspricht", erklärt Wolfgang Niedermark aus der BDI-Hauptgeschäftsführung.
Die Märkte dürften die Ergebnisse der Reise aufmerksam verfolgen. Sollte Merz konkrete Zusagen für fairere Wettbewerbsbedingungen erreichen, könnte das dem DAX neuen Schwung verleihen. Bleiben die Gespräche ergebnislos, dürfte die Unsicherheit anhalten.
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