DAX: Islamabad entscheidet
11.04.2026 - 07:50:58 | boerse-global.deDie Waffenruhe im Nahen Osten hält — zumindest auf dem Papier. Der DAX nutzte den Freitag für eine zaghafte Erholung und durchbrach kurzzeitig die Marke von 24.000 Punkten. Doch die Stimmung bleibt zerbrechlich.
Drei Fragen, die alles entscheiden
Den Ton gab weniger die Börse selbst vor als die Geopolitik. Für die neue Woche richten sich die Blicke auf geplante Gespräche zwischen US- und iranischen Delegationen in Islamabad — ein Treffen, das schon vor Beginn unter enormem Erwartungsdruck steht. Investoren klammern sich an jedes Zeichen der Entspannung. Scheitern die Verhandlungen, dürfte das viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischen, warnen Marktbeobachter.
Entscheidend wird vor allem der Ölpreis bleiben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet aktuell rund 96 Dollar — nach einem Rutsch auf fast 90 Dollar in der Wochenmitte, als die Waffenruhe vereinbart wurde. Analysten sehen einen nachhaltigen Preis unter 90 Dollar als klares Entspannungssignal: Das würde Inflationsängste dämpfen und Zinssenkungsspielraum eröffnen. Steigt der Kurs hingegen wieder über 100 Dollar, verschlechtern sich die Perspektiven für Aktien spürbar.
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Hinzu kommt die Straße von Hormus. Der Flughafenverband ACI Europe warnte in einem Brief an die EU-Kommission, dass Europa binnen drei Wochen mit einem systemischen Kerosinmangel rechnen müsse, sollte die Durchfahrt durch die Meerenge nicht rasch wieder in stabilem Umfang gewährleistet sein. US-Präsident Trump kritisierte den Iran öffentlich dafür, Gebühren von Tankern für die Passage zu verlangen.
US-Inflation gibt kurze Entlastung
Etwas Rückenwind lieferten heute die amerikanischen Inflationsdaten. Die Teuerungsrate stieg im März um 3,3 Prozent — einen Zehntelpunkt weniger als erwartet. Der breite Preisdruck durch den Ölschock hat sich bislang nicht vollständig in der Kerninflation niedergeschlagen. Das stützte die Kurse zum Wochenschluss.
Die nächste Bewährungsprobe folgt direkt zu Wochenbeginn. Am Dienstag stehen US-Produzentenpreise auf dem Programm, die den Inflationstrend weiter konkretisieren dürften. Am Donnerstag veröffentlicht China Zahlen zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal — ein weiterer Gradmesser für die globale Konjunktur. Parallel läuft in den USA die Berichtssaison an, zunächst mit Zahlen der Großbanken Goldman Sachs, JPMorgan und Citigroup. Deren Ergebnisse könnten auch auf Deutsche Bank und Commerzbank ausstrahlen.
Sein Allzeithoch hatte der DAX am 13. Januar bei 25.507 Punkten markiert — von dort sind es noch ein gutes Stück. Was die nächsten Tage bringen, hängt mehr von Islamabad ab als von Frankfurt.
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