DAX, Iran-Krieg

DAX in turbulenten Zeiten: Erholung nach Iran-Kriegs-Hoffnungen und Rückschlag durch Ölpreis-Sprung – Ausblick für Anleger

02.04.2026 - 12:38:23 | ad-hoc-news.de

Der DAX startete kräftig in den April mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 23.299 Punkte, getrieben von Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende im Iran. Am Donnerstag drehte der Index jedoch ein, fiel um 1,7 Prozent auf 22.903 Punkte, als Ölpreise um neun Prozent auf über 109 Dollar schossen – ein volatiler Auftakt vor Ostern mit Implikationen für DACH-Anleger.

DAX, Iran-Krieg, Ölpreise - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX hat den Monat April mit einer deutlichen Erholung begonnen, nur um kurz darauf wieder unter Druck zu geraten. Am Mittwoch, dem 1. April 2026, schloss der DAX mit einem Gewinn von 2,73 Prozent auf 23.298,89 Punkte und erholte damit Verluste aus dem März, der durch den Iran-Krieg und explodierende Ölpreise geprägt war.

Stand: Donnerstag, 2. April 2026, 10:38 Uhr (Europe/Berlin)

Starker Aufschwung am Mittwoch: Hoffnung auf Kriegsende treibt Märkte

Die Hoffnung auf ein zeitnahes Ende des Iran-Kriegs hat europäische und US-Märkte beflügelt. US-Präsident Donald Trump stellte in Aussicht, dass Militärangriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen beendet werden könnten. Dies führte zu Spekulationen über sinkende Ölpreise und löste Käufe aus, darunter Teilauflösungen von Absicherungen und Gewinnmitnahmen von Leerverkäufern. Der DAX legte um 2,73 Prozent zu, der MDax um 3,75 Prozent auf 29.205,84 Punkte, während der EuroStoxx 50 um 2,93 Prozent auf 5.732,71 Punkte stieg. Im MDax zeigten sich starke Gewinner wie TKMS mit fast 15 Prozent Plus, getrieben von einem Citigroup-Kommentar, Renk (+8,2 Prozent), Hensoldt (+9,4 Prozent) und Rheinmetall (+9,5 Prozent). Airlines und Rüstungsaktien profitierten von Erwartungen niedrigerer Kraftstoffkosten.

Donnerstags-Rücksetzer: Ölpreise explodieren erneut

Am Donnerstag, dem 2. April 2026, verflog die positive Stimmung rasch. Der DAX fiel bis Mittag um 1,7 Prozent auf 22.903 Punkte, der EuroStoxx 50 um 1,8 Prozent auf 5.630 Punkte. Auslöser war ein starker Anstieg der Ölpreise: Brent und WTI schnellten um rund neun Prozent auf 109 bzw. 108 US-Dollar hoch. Dies geschah nach einer Rede von Donald Trump, die Unsicherheit schürte. Der MDax verlor 2,0 Prozent auf 28.610 Punkte. Dennoch stemmte sich die Deutsche Börse gegen den Trend und führte den DAX an, gestützt durch eine Kaufempfehlung von Jefferies und höhere Volatilität.

Kontext des Iran-Kriegs: März-Verluste und wöchentliche Erholung

Im März 2026 büßte der DAX rund zehn Prozent ein, bedingt durch den Nahost-Konflikt, der Ölpreise in die Höhe trieb und die Straße von Hormuz blockierte. Seit Anfang der Vorwoche zickzackte der Index, erreichte am Freitag mit 22.331 Punkten den tiefsten Stand seit fast einem Jahr. Bis Mittwochwoche legte er jedoch knapp 3,5 Prozent zu, was auf eine positive Wochenbilanz hindeutet – vor dem Oster-Wochenende. Der Konflikt belastet weiterhin die Konjunktur: Deutsche Wirtschaftsinstitute senkten ihre Prognosen für 2026 auf 0,6 Prozent Wachstum, halb so viel wie zuvor erwartet. Das Ifo-Institut spricht von einem 'Energiepreisschock', der die Erholung hart trifft. Positiv: Die Stimmung in der Eurozone-Industrie verbesserte sich im März trotz Ölpreisschocks zum dritten Mal.

Sektorale Gewinner und Verlierer im Fokus

Rüstungsaktien dominierten die Mittwochs-Gewinner: Rheinmetall führte den DAX mit +9,5 Prozent an, Hensoldt und Renk im MDax. TKMS profitierte von Analystenoptimismus. Airlines stiegen durch Ölpreis-Erwartungen. Am Donnerstag litten defensive Sektoren weniger, während Mutares im SDax um zehn Prozent auf 25,45 Euro einbrach nach einer Kapitalerhöhung um bis zu 105 Millionen Euro. Deutsche Börse glänzte mit Kaufempfehlungen und Volatilitätsvorteilen, ihr Kurs tendierte fester bei rund 250 Euro. Langfristig hat die Aktie seit dem Börsengang 2001 stark performt, mit einer Marktkapitalisierung von 45,22 Milliarden Euro.

Auswirkungen auf DACH-Anleger: Risiken und Chancen

Für private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum sind die Entwicklungen hochrelevant. Der DAX spiegelt die Exportabhängigkeit Deutschlands wider, wo höhere Energiepreise Unternehmen und Haushalte belasten. Ein baldiges Kriegsende könnte Ölpreise drücken und Konjunktur stützen, doch anhaltende Volatilität birgt Risiken. Diversifikation in Rüstung oder Volatilitäts-profitiersende Titel wie Deutsche Börse lohnt sich. Der Euro notiert bei 1,1526 Dollar (-0,5 Prozent), was Importe verteuert. Vor Ostern raten Experten zu Vorsicht: Wochenend-Nachrichten könnten Märkte bewegen. Institutionelle Investoren beobachten Konjunkturdaten genau, da das Wachstum auf 0,6 Prozent geschrumpft ist.

Charttechnische und fundamentale Analyse

Charttechnisch ist der DAX nach dem Mittwoch-Spitzenstand interessant: Ein Breakout über 23.300 könnte bullisch wirken, ein Fall unter 22.500 bearish. Fundamentale Faktoren drehen sich um Ölpreise und Geopolitik. Die hohe Volatilität begünstigt Börsenbetreiber wie Deutsche Börse, deren Aktie trotz Marktschwäche steigt. Vergleichsweise: Vor einem Jahr hätte ein Investment in Deutsche Börse bis 1. April 2026 um 9,36 Prozent zugelegt, bei Schlusskurs 250,80 Euro. Im MDax leidet Immobilien wie Deutsche Euroshop unter höheren Zinsen (-4 Prozent), mit sinkender Dividende für 2025.

Zukünftige Katalysatoren und Strategien

Nächste Treiber: Oster-Nachrichten zum Iran-Krieg, Ölpreisentwicklungen und Konjunkturdaten. Ein Deeskalationssignal könnte den DAX auf 24.000 Punkte heben, anhaltende Spannungen auf 22.000 drücken. Anlegerstrategien: Hedging mit Optionen, Fokus auf defensive Werte oder Rüstung. Für DACH-Portfolios: ETFs auf DAX oder MDax bieten Exposure, ergänzt durch Rohstoff-Derivate gegen Ölrisiken. Langfristig bleibt Deutschland resilient, doch der Energiepreisschock fordert Anpassungen.

Weiterführende Quellen

Marketscreener: DAX Schluss Mittwoch
n-tv: Börsentag 1. April 2026
n-tv: Börsentag 2. April 2026
Finanznachrichten: Deutsche Börse im Fokus

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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