DAX: Geopolitik verdirbt die Laune
11.05.2026 - 18:13:55 | boerse-global.deDer deutsche Leitindex startet mit einem Minus von 0,3 Prozent in die neue Woche und notiert damit bei rund 24.275 Punkten. Das ist kein Zufall. Noch vor wenigen Tagen hatte der DAX bei etwa 25.150 Zählern den höchsten Stand seit Kriegsbeginn Ende Februar markiert — ein Niveau, das die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt widerspiegelte. Diese Hoffnung ist vorerst verflogen.
US-Präsident Trump bezeichnete die jüngste iranische Antwort auf den amerikanischen Friedensvorschlag als „völlig inakzeptabel" und ließ weitere Drohungen folgen. Teheran zeigte sich davon unbeeindruckt und stellte seinerseits Forderungen. Israels Regierungschef Netanjahu bekräftigte unterdessen, den Krieg fortzuführen, bis offene Fragen rund um das iranische Atomprogramm geklärt seien. Der Ölpreis reagierte prompt mit einem Anstieg auf über 105 Dollar — ein deutliches Signal, dass die Märkte die Entspannungshoffnungen der Vorwoche als verfrüht einstufen.
Berichtssaison bringt kaum Entlastung
Auch aus der auslaufenden Berichtssaison kommen heute keine stützenden Impulse. Hannover Rück und Gea legten Quartalszahlen vor — beide mit enttäuschenden Marktreaktionen. Die Hannover-Rück-Aktie verliert rund 2,4 Prozent, Analysten verweisen auf eine schwache Entwicklung im Schaden-Unfall-Rückversicherungsgeschäft. Gea gibt sogar 4,5 Prozent nach: Der Anlagenbauer traf zwar die Gewinnerwartungen, doch der schwache freie Barmittelfluss stieß auf Kritik.
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Positiv sticht hingegen Delivery Hero hervor. Ein Großaktionär verkaufte einen fünfprozentigen Anteil an einen Investmentfonds — mit einem Aufschlag von zehn Prozent auf den Freitagsschlusskurs. Die Aktie des Essenslieferanten springt daraufhin um gut fünf Prozent nach oben.
Charttechnik zeigt wenig Spielraum nach oben
Vom technischen Bild her bleibt die Lage angespannt. Der DAX notiert weiterhin unterhalb seiner kurzfristigen Durchschnittslinien, das Stundenchart zeigt Schwächesignale. Die Unterstützungszone um 24.261 Punkte gilt als erste Verteidigungslinie — fällt sie, wären 24.095 und darunter die 23.900er-Marke die nächsten Anlaufpunkte.
Für eine überzeugende Erholung müsste der Index zunächst den Bereich um 24.517 bis 24.600 Punkte zurückerobern. Die Vorwoche schloss bei 24.382 Punkten — nach einem zwischenzeitlichen Ausflug in Richtung Mehrmonatshoch ein ernüchterndes Ergebnis. Den größten Wochenverlust innerhalb des Index verzeichnete Rheinmetall mit einem Minus von 9,41 Prozent, gefolgt von Allianz mit 4,60 Prozent.
Ein möglicher Lichtblick: Der Besuch von Donald Trump in China könnte laut Marktbeobachtern auch für den festgefahrenen Iran-Diplomatiekanal neue Bewegung bringen. Konkrete Erwartungen hält der Markt dafür allerdings noch zurück.
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