DAX, Geopolitik

DAX: Geopolitik verdirbt den Mai-Start

05.05.2026 - 07:20:46 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex startet mit Verlusten in den Mai. Geopolitische Spannungen und neue US-Zolldrohungen belasten die Stimmung.

DAX: Geopolitik verdirbt den Mai-Start - Foto: über boerse-global.de
DAX: Geopolitik verdirbt den Mai-Start - Foto: über boerse-global.de

Der deutsche Leitindex ist holprig in den Mai gestartet. Was sich zunächst nach einem freundlichen Wochenauftakt anfühlte, endete mit moderaten Verlusten — und zwei Störfeuern, die für Unruhe sorgten.

Hormus und Zölle drücken auf die Stimmung

Der Auslöser für den Stimmungsumschwung kam aus dem Nahen Osten. Berichte iranischer Nachrichtenagenturen über einen angeblichen Raketenangriff auf ein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus schürten Nervosität. Die USA dementierten zwar umgehend, doch der Schaden war getan: Die Ölpreise zogen an, der DAX drehte ins Minus. Am Nachmittag stand ein Verlust von rund 0,16 Prozent bei etwa 24.250 Punkten zu Buche.

Parallel dazu belasteten neue Zolldrohungen aus Washington die Stimmung. Trump kündigte eine Anhebung der US-Einfuhrzölle auf Fahrzeuge aus der EU von 15 auf 25 Prozent an. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verloren daraufhin bis zu 2,2 Prozent. Continental brach sogar um 4,6 Prozent ein.

Rheinmetall und Tech stemmen sich dagegen

Nicht alle Titel zogen den Index nach unten. Rheinmetall legte an der DAX-Spitze rund 3 Prozent zu, gestützt durch eine Hochstufung seitens Santander. Auch Halbleiterwerte wie Infineon und Aixtron profitierten vom anhaltenden Rückenwind aus dem Technologiesektor und folgten der Tech-Rally in den USA und Asien.

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Das Gesamtbild des deutschen Marktes bleibt damit gespalten: Rüstung und Chips auf der einen Seite, Autobauer und Versorger auf der anderen.

Stimmungsbarometer zeigen trübes Bild

Abseits des Tagesgeschäfts lohnt ein Blick auf die Stimmungsindikatoren. Das Sentix-Investorenvertrauen für die Eurozone verbesserte sich im Mai überraschend auf -16,4 Punkte, nach -19,2 im April — erwartet worden war ein weiterer Rückgang auf -20,9. Treiber war die Hoffnung, dass der Iran-Konflikt nicht weiter eskaliert.

Für Deutschland allein fiel die Einschätzung jedoch deutlich trüber aus. Der Sentix-Index für die Bundesrepublik rutschte auf -30,9 Punkte, den tiefsten Stand seit Januar 2025. Regierungskrise und wirtschaftliche Schwäche drücken auf das Vertrauen der Investoren. Auch das Geschäftsklima in der Autoindustrie verschlechterte sich im April spürbar: Der ifo-Indikator fiel auf -23,8 Punkte, nach -19,0 Punkten im März.

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Immerhin: Der Eurozone-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erreichte im April mit 52,2 den höchsten Stand seit fast vier Jahren — Unternehmen haben offenbar Bestellungen vorgezogen, um drohenden kriegsbedingten Preisanstiegen zuvorzukommen.

Zum Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten fehlen dem DAX aktuell noch rund 1.250 Punkte. Der Weg dahin führt zunächst durch den Widerstandsbereich zwischen 24.500 und 24.800 Punkten — solange Geopolitik und Zollpolitik das Geschehen dominieren, dürfte dieser Bereich vorerst schwer zu knacken sein.

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