Dax, Ölpreis

Dax fällt auf 25.361 Punkte, Öl und Gas verteuern sich deutlich

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 17:43 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Belastet von höheren Energiepreisen und geldpolitischer Unsicherheit gab der deutsche Leitindex am Donnerstag nach. Brent-Öl und Gas zogen zugleich deutlich an und verschärften den Druck auf die Märkte.

Dax lässt nach - Preise für Öl und Gas steigen
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax hat am Donnerstag nachgegeben. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.361 Punkten berechnet, ein Minus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.

Im Tagesverlauf rutschte der Leitindex am frühen Nachmittag tiefer ins Minus, nachdem er zuvor über weite Strecken knapp unter dem Vortagesschluss gelegen hatte.

Energiepreise setzen die Märkte unter Druck

Am Rohstoffmarkt legten Öl und Gas deutlich zu. Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im Oktober kostete 82 Euro und damit vier Prozent mehr als am Vortag.

Der Preis für ein Fass Brent-Öl stieg am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit auf 105,60 US-Dollar. Das waren 4,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Einfluss auf Inflation und Geldpolitik

Der Markt blickte zugleich auf die Europäische Zentralbank. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern bleibt offen, ob im Dezember eine weitere Straffung folgt und ob die Notenbank auch im kommenden Jahr erneut tätig wird.

Die Kombination aus höheren Energiepreisen und geldpolitischer Unsicherheit belastete auch einzelne Werte. Zu den stärkeren Titeln zählten bis kurz vor Handelsschluss Deutsche Börse, Hannover Rück und Continental, während SAP, Adidas und Hochtief am Ende der Kursliste standen.

Euro etwas schwächer

Am Devisenmarkt gab die europäische Gemeinschaftswährung leicht nach. Ein Euro kostete am Donnerstagnachmittag 1,1626 US-Dollar.

Der Rückgang des Dax passt in ein Marktumfeld, in dem Energiepreise und Geldpolitik wieder stärker auf die Stimmung drücken. Mit 25.361 Punkten lag der Leitindex am Handelsschluss 0,8 Prozent unter dem Vortag, während Brent-Öl und Gas deutlich anzogen.

Für Anleger ist daran vor allem die Mischung aus teureren Rohstoffen und einem Umfeld wichtiger Notenbanken entscheidend. Steigende Öl- und Gaspreise wirken direkt auf Inflationserwartungen, Unternehmen mit hohem Energiebedarf und die Verbraucherstimmung; zugleich bleiben die Finanzmärkte sensibel für Signale der EZB, ob der Straffungskurs weitergeht.

Energie als Preistreiber

Besonders relevant ist die Entwicklung bei Brent und Gas, weil sie nicht nur die Kosten der Industrie beeinflusst, sondern sich mit Verzögerung auch in Transport, Produktion und Verbraucherpreisen niederschlagen kann. Wenn sich geopolitische Risiken auf Lieferketten und Schifffahrtsrouten auswirken, verstärkt das die Unsicherheit an den Märkten zusätzlich.

Folgen für Aktien und Zinsen

Ein schwächerer Dax in einem solchen Umfeld ist kein isoliertes Signal, sondern Ausdruck einer breiteren Risikowahrnehmung. Für exportstarke und konjunktursensitive Werte bleibt entscheidend, ob die Energiepreise weiter steigen und ob sich daraus neue Erwartungen an die Geldpolitik ableiten lassen.

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