DAX, Euphorie

DAX: Euphorie verpufft

09.04.2026 - 11:24:54 | boerse-global.de

Die Erholung am deutschen Leitindex war nur von kurzer Dauer. Neue Spannungen zwischen USA und Iran sowie steigende Ölpreise drücken die Kurse und schüren Inflationsängste.

DAX: Euphorie verpufft - Foto: über boerse-global.de

Die gestrige Erleichterungsrally ist bereits Vergangenheit. Nachdem der DAX am Mittwoch zeitweise bis auf 24.163 Punkte sprang, signalisiert der Index am Donnerstag wieder Verluste — rund 0,5 Prozent auf knapp 23.956 Punkte. Der Grund: Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran bröckelt schneller, als viele Marktteilnehmer gehofft hatten.

Schein und Wirklichkeit beim Waffenstillstand

Das Problem liegt im Detail. Beide Seiten arbeiten offenbar mit unterschiedlichen Versionen des Friedensvorschlags. Der Iran wirft den USA vor, gleich drei Klauseln des vereinbarten Zehnpunkteplans gebrochen zu haben — darunter das Recht auf Urananreicherung und die anhaltenden israelischen Angriffe im Libanon. Als Reaktion sperrte Teheran die Straße von Hormus für Öltanker.

Gleichzeitig ließ das Weiße Haus verlauten, der Iran sage öffentlich etwas anderes als hinter verschlossenen Türen. US-Präsident Trump drohte seinerseits mit einer neuen, massiveren Militäreskalation, sollte kein umfassendes Abkommen zustande kommen. Ein Waffenstillstand auf dem Papier — aber kaum einer auf dem Schlachtfeld.

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Öl als Taktgeber für den Markt

Genau das spüren die Aktienmärkte. Brent-Öl, das am Mittwoch im Zuge der Waffenruhemeldung auf fast 90 Dollar eingebrochen war, kostet inzwischen wieder rund 96,6 Dollar pro Barrel — ein Anstieg von fast drei Prozent innerhalb weniger Stunden. Damit kehren auch die Inflations- und Konjunkturängste zurück.

Hinzu kommt ein Signal aus den USA: Das jüngste Protokoll der US-Notenbank Fed zeigt, dass ein anhaltender Nahostkonflikt Zinserhöhungen nach sich ziehen könnte. Für Anleger, die auf eine geldpolitische Entspannung gehofft hatten, ist das eine weitere schlechte Nachricht.

Technisch hatte der DAX am Vortag exakt an einer kritischen Stelle gedreht: Der Bereich um 24.163 Punkte fiel mit der 50-, 100- und 200-Tage-Linie zusammen — ein Widerstandscluster, an dem die Erholungsbewegung scheiterte. Das hinterlässt Spuren in der Stimmung.

Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland liefern keinen Gegenwind: Die Industrieproduktion sank im Februar gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent, besonders der Bereich Elektronik und optische Erzeugnisse verlor deutlich. Einzig die Automobilindustrie legte mit plus 1,7 Prozent zu — ein kleines Licht in einem trüben Bild.

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