DAX, Erholung

DAX: Erholung trotz Iran-Risiko

01.05.2026 - 09:43:48 | boerse-global.de

Der DAX erholt sich trotz anhaltender Iran-Spannungen dank fallender Ölpreise und starker Unternehmenszahlen.

DAX: Erholung trotz Iran-Risiko - Foto: über boerse-global.de
DAX: Erholung trotz Iran-Risiko - Foto: über boerse-global.de

Der deutsche Leitindex hat heute eine bemerkenswerte Wende vollzogen. Nach einem schwachen Start legte er im Handelsverlauf um rund 0,9 Prozent auf 24.176 Punkte zu — angetrieben von nachlassenden Ölpreisen und dem erwartungsgemäßen EZB-Zinsentscheid.

Ölpreise geben den Takt vor

Der entscheidende Impuls kam vom Rohstoffmarkt. Brent-Öl hatte am Morgen noch bis auf 126 Dollar angezogen, nachdem die USA einen iranischen Vorschlag zur Lockerung der Seeblockade abgelehnt hatten. Im Tagesverlauf bröckelte der Preis aber auf rund 114 Dollar — und der DAX folgte prompt nach oben.

Genau hier liegt der Kern der aktuellen Marktstimmung: Der Iran-Konflikt dominiert die Risikowahrnehmung. Die Straße von Hormus bleibt blockiert, Berichte über mögliche US-Luftangriffe halten die Lage angespannt. Ökonomen warnen, dass jede weitere Woche diplomatischer Blockade die Weltwirtschaft näher an einen Energie-Engpass heranführt. Europa trifft das besonders hart — anders als die USA fehlt hier die konjunkturelle Pufferzone, um steigende Energiekosten abzufedern.

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Berichtssaison liefert Rückenwind

Abseits der Geopolitik sorgte die Berichtssaison für Ablenkung. DHL Group führte die DAX-Gewinner an: Der operative Gewinn übertraf die Erwartungen deutlich, der freie Cashflow fiel ebenfalls besser aus als prognostiziert — die Aktie gewann rund 5,4 Prozent. MTU Aero Engines steigerte Umsatz und bereinigtes Betriebsergebnis trotz Gegenwind durch den schwachen Dollar um jeweils sechs Prozent. Auch Halbleiterwerte profitierten vom anhaltenden KI-Investitionsboom: Suss MicroTec kletterte auf ein Rekordhoch, Infineon legte 1,8 Prozent zu.

Weniger rosig verlief es bei Volkswagen. Die operative Marge sank auf 3,3 Prozent — Analysten hatten im Schnitt 3,7 Prozent erwartet. US-Zollkosten belasteten zusätzlich. Die VW-Vorzugsaktie stieg dennoch leicht, da der Markt die Zahlen offenbar bereits eingepreist hatte.

Nächste Woche: Datendichte bleibt hoch

In der kommenden Handelswoche stehen unter anderem Zahlen von BMW, Rheinmetall, Infineon, Lufthansa und der Commerzbank an. Dazu gesellt sich der US-Arbeitsmarktbericht — traditionell ein wichtiger Taktgeber für die Zinspolitik der Fed. Das Bild bleibt damit zweigeteilt: eine solide Berichtssaison auf der einen Seite, ein ungelöster Energiekonflikt auf der anderen. Letzterer hat das Potenzial, Europas wirtschaftliche Lage deutlich stärker zu belasten als die robuste US-Konjunktur — die im ersten Quartal um annualisiert 2,0 Prozent zulegte, getragen vor allem von massiven Investitionen in künstliche Intelligenz und erhöhten Staatsausgaben.

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