DAX, Iran-Konflikt

DAX erholt sich nach Trumps Iran-Wende: Leitindex schließt positiv – Ausblick auf Inflationsdaten und 200-Tage-Linie

24.03.2026 - 12:03:18 | ad-hoc-news.de

Der DAX hat am Montag, 23. März 2026, nach starken Verlusten eine dramatische Kehrtwende hingelegt und mit 1,2 Prozent Plus bei 22.654 Punkten geschlossen. Trumps Ankündigung einer Waffenruhe im Iran-Konflikt trieb die Märkte hoch, Ölpreise ein, doch Unsicherheit bleibt hoch.

DAX,  Iran-Konflikt,  Börsen-Erholung - Foto: THN
DAX, Iran-Konflikt, Börsen-Erholung - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX hat am Montag, 23. März 2026, eine beeindruckende Erholung gezeigt. Nach einem Tief unter 22.000 Punkten schloss er mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent auf 22.654 Punkten. Der Auslöser: US-Präsident Donald Trump kündigte eine fünftägige Aussetzung von Angriffen auf iranische Energieinfrastruktur an, was die Märkte befeuerte und Ölpreise um bis zu 14 Prozent einbrechen ließ.

Stand: Dienstag, 24. März 2026, 12:02 Uhr (Europe/Berlin)

Trumps Iran-Wende als Marktturbo

Die Ankündigung Trumps führte zu einem sprunghaften Anstieg des DAX. Der Index pendelte zwischen 21.864 und 23.179 Punkten, wobei ein kurzzeitiger Sprung von über 1.200 Punkten die Volatilität unterstrich. Der Euro Stoxx 50 legte ebenfalls 1,5 Prozent zu und endete bei 5.586 Punkten. Händler sprechen von einer 'Erleichterungsreaktion' nach Tagen der Unsicherheit durch den Nahostkonflikt.

Der VDAX-New, der Angstindex der Deutschen Börse, war am 20. März bei 31,28 Prozent gestiegen (Vortag: 26,31 Prozent), was Panikniveaus über 27 Prozent signalisiert. Eine nachhaltige Erholung erfordert nun politische Entspannung im Iran-Konflikt.

Technische Analyse: Blick auf den 200-Tage-Durchschnitt

Aus technischer Sicht rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 23.823 Punkten in den Fokus. Um diesen Abwärtstrend seit Anfang März zu testen, braucht es einen stabilen Schluss über 23.200 Punkten. Chartanalysten sehen den langfristigen Aufwärtstrend bei 21.890 Punkten als mögliches Korrekturziel, das jedoch halten könnte.

Helaba-Strategin Claudia Windt betont, dass der Ausverkauf begrenzt blieb, da Käufer Niveaus als Einstiegschancen nutzten. Dennoch bleibt die Volatilität hoch, mit Zickzack-Kursen durch den anhaltenden Konflikt.

US-Märkte folgen: S&P 500 im leichten Plus

Im frühen Handel am Dienstag, 24. März 2026, notiert der S&P 500 leicht im Plus, vor wichtigen US-Inflationsdaten. Dies unterstreicht die globale Verknüpfung der Märkte. Der DAX profitierte bereits von Trumps Truth-Social-Post über Gespräche mit Teheran.

Deutsche Börse profitiert von Volumenanstieg

Die Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055) sieht dank hoher Handelsvolumina durch den Konflikt positive Effekte. UBS hob das Kursziel von 250 auf 260 Euro an, Einstufung 'Neutral'. Analyst Michael Werner passte Schätzungen bis 2028 an, da Volumina seit Konfliktbeginn stiegen.

Im Vergleich: Andere Unternehmen wie Salzgitter melden Verlustreduktion und zielen für 2026 auf Gewinne von 75 bis 175 Millionen Euro vor Steuern ab.

Ölpreise und Rohstoffmärkte: Erleichterung, aber Risiken

Brent-Öl fiel gen 100 Dollar, Gold und Silber verloren stark. Die Blockade der Straße von Hormus und Angriffe auf Anlagen hatten Preise getrieben, nun dämpft Trumps Wende den Druck. Dennoch warnen Experten vor strukturellen Problemen für Inflation und Zinsen.

Für europäische Anleger im DACH-Raum bedeutet dies Chancen in Energieversorgern und Erneuerbaren, doch Volatilität birgt Risiken für hoch bewertete Aktien.

Europäische Perspektive: Relevanz für DACH-Investoren

In Deutschland und der DACH-Region spitzt sich der Konflikt wirtschaftlich zu: Höhere Energiepreise belasten Industrie und Verbraucher. Der DAX, mit Schwerpunkt auf Exporteure, reagiert sensibel. Eine Entspannung könnte Zinssenkungen ermöglichen, was Aktien stützt.

Private und professionelle Anleger sollten Volatilität im Auge behalten. Der VDAX über 27 Prozent signalisiert Panik, tiefe Werte unter 17 Prozent wären normal.

Ausblick: Entscheidende Woche mit Inflationsdaten

Die Woche wird entscheidend: US-Inflationszahlen könnten Fed-Entscheidungen beeinflussen. Technisch zielt der DAX auf 23.200 Punkte. Ohne Iran-Entspannung droht Rückfall.

Weitere Entwicklungen wie MBBs Aktienrückkäufe (5.654 Stück bis 20. März) zeigen Stabilität in MDax-Werten.

Risiken und Chancen für Anleger

Risiken: Eskalation im Iran, anhaltende Blockaden, Inflationsdruck. Chancen: Erholung bei Deeskalation, Volumenboost für Börsenbetreiber. Diversifikation in Rohstoffe und Defensive empfohlen.

Weiterführende Quellen

Wallstreet-Online: DAX und USA-Deal
n-tv: Börsen-Tag 23. März 2026
Finanznachrichten: UBS zu Deutsche Börse
Deutsche Börse: Roundup Dax-Schluss

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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