DAX, Iran-Konflikt

DAX erholt sich kräftig: Trumps Iran-Wende treibt Index um 0,96 Prozent auf 22.653 Punkte – Ausblick für DACH-Investoren

24.03.2026 - 15:09:13 | ad-hoc-news.de

Nach Tiefs unter 22.000 Punkten schließt der DAX am Montag, 23. März 2026, mit 0,96 Prozent Plus auf 22.653,86 Punkte. US-Präsident Trumps Ankündigung einer fünftägigen Pause von Angriffen auf iranische Energieinfrastruktur sorgt für Ölpreisrückgang und Börsenrallye. Wöchentliche Verluste bleiben bei minus 3,86 Prozent.

DAX,  Iran-Konflikt,  Börse Frankfurt - Foto: THN
DAX, Iran-Konflikt, Börse Frankfurt - Foto: THN

Der DAX hat am Montag, den 23. März 2026, eine dramatische Erholung hingelegt und schloss mit einem Zuwachs von 0,96 Prozent auf 22.653,86 Punkte. Der Auslöser: US-Präsident Donald Trump kündigte eine fünf Tage dauernde Aussetzung von Angriffen auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur an, was die Ölpreise um bis zu 14 Prozent einbrechen ließ und die Ängste vor einer Eskalation des Nahost-Konflikts dämpfte.

Stand: Dienstag, 24. März 2026, 14:08 Uhr (Europe/Berlin)

Intraday-Turbulenzen: Von Tiefs zu Höchstständen

Der Handelstag begann mit starken Verlusten: Der Leitindex rutschte früh unter die 22.000-Punkte-Marke auf ein Tief von 21.864 Punkten, getrieben durch anhaltende Unsicherheiten im Iran-Konflikt. Nach Trumps Beruhigungssignalen drehte der Markt ein und touchte zeitweise 23.179 Punkte – ein Swing von über 1.200 Punkten. Am Ende stand ein moderates Plus, das die wöchentlichen Verluste von 3,86 Prozent jedoch nicht ausgleicht. Der Euro Stoxx 50 gewann ebenfalls 1,5 Prozent auf 5.586 Punkte.

Diese Volatilität unterstreicht die Dominanz geopolitischer Risiken. Der VDAX-New, der Volatilitätsindex der Deutschen Börse, kletterte um 6,77 Prozent auf 31,29 Punkte – ein sechsmonatiges Hoch – und signalisiert anhaltende Optionspositionierungen in unsicheren Zeiten.

Starke Performer und Verlierer im DAX

Brenntag und Siemens Energy führten den Aufschwung an, während Immobilienaktien wie Vonovia unter Inflations- und Zinsdruck litten. Heidelberg Materials stieg um 4,03 Prozent auf 178,20 Euro, Merck fiel um 1,20 Prozent auf 102,80 Euro, Deutsche Börse um 1,23 Prozent auf 240,30 Euro. Industrie- und Chemieaktien profitierten von einer Rotation in defensive Sektoren, die von potenziellen Inflationsschocks begünstigt werden könnten.

Der Ölpreis-Brent fiel gen 100 Dollar, was Energieimporteure entlastet und den Druck auf exportorientierte DAX-Werte mindert. Gold und Silber verloren stark, was ungewöhnlich in Krisenzeiten ist und auf eine vorübergehende Risikoappetit-Wiederbelebung hindeutet.

Iran-Konflikt als Marktdominator

Der Konflikt stellt einen 'Säuretest' für den DAX dar, da die hohe Gewichtung von Industrie- und Chemieaktien anfällig für Lieferkettenstörungen und Rohstoffpreisschocks ist. Trumps 'Iran-Pivot' – eine Deeskalationssignalisierung nach Gesprächen mit Teheran – wurde von iranischen Medien als 'Rückzieher' gewertet, was die Unsicherheit aufrechterhält. Militärschläge dauern an, doch die Energiepause bot Atempause.

Wöchentlich gesehen fiel der DAX am Freitag, 20. März, um 2,01 Prozent auf 22.380,19 Punkte, nach einem Donnerstagstief von minus 2,82 Prozent. Monatlich sind es minus 10,40 Prozent, seit Jahresbeginn minus 7,50 Prozent – alles eng verknüpft mit dem Konflikt.

Makroökonomische Begleitumstände

Deutsche Produzentenpreise fielen unerwartet stark, was kurzfristig stützte, aber ECB-Zinserwartungen anheizt. Eine verzögerte Leitzinssenkung belastet Exporteure durch einen stärkeren Euro. Bund-Yields stiegen leicht, begünstigen Defensive. Der Euro notierte stabil bei 1,1486 Dollar intraday. ATX in Wien erholte sich nach Trump-Aussagen.

Implikationen für DACH-Investoren

Für private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum bleibt der Iran-Konflikt zentral. Eine Deeskalation könnte den DAX über 23.000 Punkte heben, Sektorrotation zu Industrie und Chemie bietet Chancen. Autos und Immobilien bleiben riskant. DAX-Futures zeigen vorsichtigen Optimismus, VDAX über 27 Prozent signalisiert Panikzone. Diversifikation ist essenziell, wie Lehrbuchwissen in der Realität bestätigt.

In der DACH-Region profitieren österreichische und schweizer Werte indirekt von stabilen Energiepreisen. Institutionelle Investoren positionieren sich defensiv, Retail-Anleger sollten Volatilität nutzen für taktische Käufe.

Ausblick und Risiken

Enorme Unsicherheit: Militärschläge gehen weiter, Trumps Entscheidung könnte revidiert werden. Nächstes Korrekturziel bei 21.890 Punkten, doch Käufer greifen ein. Langfristig drücken Inflationsrisiken und ECB-Politik. Chancen in Software und Diversifikation, wo Gold enttäuscht.

DAX-Futures blieben stabil, Optionsaktivität hoch. Für 2026 erwarten Analysten trotz Turbulenzen Umsatzsprünge in ausgewählten Sektoren.

Strategien für Anleger

Private Investoren sollten auf ETF mit Fokus auf defensive Sektoren setzen, Profis Optionshedges prüfen. Wöchentliches Aufwärtsvolumen bei 67 Prozent deutet auf institutionelle Käufe hin. Risikomanagement priorisieren.

Weiterführende Quellen

Ad-hoc-News: DAX-Schluss
n-tv: Börsen-Tag
Deutsche Börse: Roundup
Finanznachrichten: März 2026

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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