DAX, Iran-Krieg

DAX erholt sich dramatisch nach Trumps Iran-Wende: Leitindex schließt bei 22.654 Punkten – Ölpreise brechen ein

24.03.2026 - 10:17:57 | ad-hoc-news.de

Der DAX legte am Montag, 23. März 2026, nach einer volatilen Session um 1,2 Prozent zu und schloss bei 22.654 Punkten. Trumps Ankündigung, Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur auszusetzen, löste eine Erholung aus, während Ölpreise um bis zu 14 Prozent einbrachen. Anleger im DACH-Raum bleiben jedoch wachsam.

DAX,  Iran-Krieg,  Börsenvolatilität - Foto: THN
DAX, Iran-Krieg, Börsenvolatilität - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX hat am Montag, 23. März 2026, eine beeindruckende Kehrtwende hingelegt. Nach einem Tief unter 22.000 Punkten schloss er mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 22.654 Punkten. Der Auslöser: US-Präsident Donald Trump kündigte eine fünftägige Aussetzung von Angriffen auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur an, was die Märkte befeuerte und Ölpreise um bis zu 14 Prozent einbrechen ließ.

Stand: Dienstag, 24. März 2026, 10:17 Uhr (Europe/Berlin)

Volatiler Handelstag mit U-Bahn-Fahrt des DAX

Der Handelstag begann düster für den DAX. Zu Börseneröffnung rutschte der Index um zwei Prozent auf 21.935 Punkte ab, getrieben von anhaltender Unsicherheit rund um den eskalierenden Iran-Krieg. Asiatische Märkte hatten über Nacht Verluste hingelegt, und die Angst vor einer weiteren Verschärfung des Konflikts lastete schwer auf den Anlegern. Experten wie ntv-Korrespondentin Corinna Wohlfeil sprachen von einem 'Beben, das weitergeht'. Der DAX testete Tiefs bei 21.864 Punkten, bevor Trumps Ankündigung für einen sprunghaften Anstieg sorgte – zeitweise plus 1.200 Punkte auf 23.179 Zähler.

Die Spannweite des Index belief sich auf über 1.300 Punkte, eine der volatilsten Sitzungen seit Langem. Der EuroStoxx 50 folgte dem Trend und notierte am Schluss 1,5 Prozent höher bei 5.586 Punkten. Dieser Zickzack-Kurs unterstreicht die hohe Sensibilität der Märkte gegenüber geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten.

Trumps Entscheidung als Entspannungssignal

Die Wende kam nach Trumps Statement auf Truth Social, in dem er von Gesprächen mit Teheran berichtete und Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage aussetzte. Dies löste eine 'Erleichterungsreaktion' aus, wie Händler es nannten. Ölpreise, die zuvor stark gestiegen waren, fielen Brent-Rohöl gen 100 Dollar ab. Gold und Silber verloren ebenfalls Terrain, da der sichere Hafen-Status nachließ.

Iranische Staatsmedien interpretierten dies als 'Rückzieher Trumps', was die Unsicherheit nährt. Militärschläge gehen weiter, und eine dauerhafte Deeskalation ist nicht absehbar. Dennoch gab es Käufer bei den Tiefs, wie Helaba-Strategin Claudia Windt betonte: 'Offensichtlich gibt es Investoren, die dieses Niveau als Kaufopportunität sehen.'

Technische Analyse: Nächste Schwellen im Visier

Aus charttechnischer Sicht rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 23.823 Punkten in den Fokus. Für einen Test dieses Levels bräuchte der DAX einen stabilen Schluss über 23.200 Punkten. Chartanalyst Marcel Mußler warnt vor einem möglichen Rückfall auf den langfristigen Aufwärtstrend bei 21.890 Punkten, der jedoch halten könnte. Der VDAX-New, der Angstindex der Deutschen Börse, stieg zuvor auf 31,28 Prozent und signalisiert Panik über 27 Prozent.

Die Volatilität bleibt hoch. DZ-Bank-Stratege Hettler erwartet weitere Rücksetzer: 'Das Zusammenspiel aus Eskalation und Entspannung setzt sich fort.' Im Worst-Case-Szenario sind Stände unter 20.000 Punkten denkbar.

Auswirkungen auf DACH-Unternehmen und Sektoren

Deutsche Blue Chips profitierten unterschiedlich. Automobilaktien wie Volkswagen und BMW erholten sich stark, da sinkende Ölpreise die Margen entlasten. Energieversorger wie RWE und E.ON sahen hingegen Druck, profitieren aber langfristig von höheren Preisen. Stahlkonzern Salzgitter reduzierte Verluste und zielt für 2026 auf einen Vorsteuergewinn von 75 bis 175 Millionen Euro ab, nach einem Minus von 28 Millionen im Vorjahr.

Im MDax notiert Salzgitter nun wieder und plant Investitionen, etwa in das Joint Venture mit Thyssenkrupp Steel. Die Deutsche Börse selbst führte ihr Aktienrückkaufprogramm fort und erwarb bis 20. März 568.000 eigene Aktien zu Durchschnittspreisen um 246 Euro. Dies signalisiert Vertrauen der Unternehmen in eine Erholung.

Europäische Perspektive: Euro schwächer, Rohstoffe im Fokus

Der Euro notierte 0,7 Prozent schwächer bei 1,1486 US-Dollar. Der EuroStoxx 50 spiegelte die DAX-Entwicklung wider. In der DACH-Region sorgen höhere Energiepreise für Inflationsdruck, was die EZB-Politik beeinflusst. Private Anleger sollten diversifizierte Portfolios priorisieren, mit Fokus auf defensive Sektoren wie Versorger und Pharma.

Professionelle Investoren nutzen die Volatilität für Optionsstrategien. Der Iran-Konflikt blockiert die Straße von Hormuz, was LNG- und Ölanlagen stilllegt – ein strukturelles Problem mit langfristigen Implikationen für europäische Importeure.

Risiken und Ausblick: Bleibt die Erholung von Dauer?

Für den Dienstag, 24. März 2026, erwarten Experten eine Entscheidende Woche. Eine nachhaltige Erholung hängt von einer Lösung im Iran-Konflikt ab. Ohne politische Entspannung könnte Unsicherheit zurückkehren. Anleger im deutschsprachigen Raum sollten auf US-Entwicklungen achten, da Trump-Aussagen den Ton angeben.

Langfristig könnten Energiepreisschocks Gewinner wie Erneuerbare-Energie-Aktien hervorbringen. Risiken umfassen eine Blockade der Hormusstraße, die Öl über 150 Dollar treiben könnte. Diversifikation und Cash-Reserven sind ratsam.

Weiterführende Quellen

n-tv: Der Börsen-Tag Montag, 23. März 2026
Capital: DAX nach Trump-Aussagen im Zickzack
Deutsche Börse: Trumps Iran-Wende
Wallstreet-Online: DAX USA Deal bereit

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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