DAX, Dreifach-Belastung

DAX: Dreifach-Belastung drückt

05.05.2026 - 13:53:31 | boerse-global.de

Geopolitische Spannungen, hohe Ölpreise und Zollängsten drücken den DAX unter die 24.000er-Marke. Rheinmetall und FMC enttäuschen.

DAX: Dreifach-Belastung drückt - Foto: über boerse-global.de
DAX: Dreifach-Belastung drückt - Foto: über boerse-global.de

Der DAX hat zum Wochenauftakt die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten wieder nach unten durchbrochen — ein Minus von 1,24 Prozent führte ihn auf 23.991 Punkte. Für den Dienstag taxieren Broker den Index nochmals leicht tiefer, um rund 0,2 Prozent auf etwa 23.940 Punkte.

Das positive Chartbild, das sich vergangenen Donnerstag nach einem dynamischen Rebound aufgebaut hatte, verliert zusehends an Substanz. Der Index notiert inzwischen wieder unter dem 200-Tage-Durchschnitt und hat das aufgebaute Momentum weitgehend abgegeben.

Geopolitik, Öl und Zölle — ein toxischer Mix

Der zentrale Druckfaktor bleibt der Nahost-Konflikt. Das von den USA lancierte „Projekt Freiheit" zur Wiederöffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt stößt auf harte Gegenwehr: Irans Außenminister bezeichnete die Initiative öffentlich als „Projekt Sackgasse". Drohnenangriffe auf die Infrastruktur der Vereinigten Arabischen Emirate heizten die Lage zusätzlich an. Brent-Rohöl notiert bei rund 113 Dollar pro Barrel — ein Niveau, das Lieferketten und Energiekosten gleichermaßen belastet.

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Marktexperten sprechen von einem Dreifach-Schock für die deutsche Wirtschaft: hohe Energiekosten, steigende Zinsen und die Bedrohung durch neue US-Zölle auf europäische Automobile. 30-jährige US-Staatsanleihen rentieren inzwischen bei 5 Prozent — das erhöht den Druck auf Bewertungen und die Attraktivität von Aktien generell.

Rheinmetall enttäuscht, FMC unter Druck

Auf Einzeltitelebene sorgt Rheinmetall für Gesprächsstoff. Der Rüstungskonzern meldete ein unter den Erwartungen liegendes erstes Quartal und begründete das mit Timing-Effekten — die Jahresziele wurden bestätigt. Die Anleger zeigen sich dennoch skeptischer als noch in den vergangenen Jahren, was die tatsächliche Umsetzung der ambitionierten Wachstumspläne angeht. Vorbörslich verlor die Aktie rund 1,3 Prozent.

Fresenius Medical Care kommt ebenfalls unter die Räder: Steigende Kosten und ungünstige Wechselkurseffekte bremsten die Gewinnentwicklung im ersten Quartal spürbar. Ein vorbörsliches Minus von knapp 4 Prozent spiegelt die Enttäuschung der Anleger wider.

Charttechnisch rücken nun die exponentielle 200-Tage-Linie bei rund 23.791 Punkten und das Vorwochentief bei 23.715 Punkten als nächste Auffangzonen in den Fokus. Auf der Oberseite bleibt das Tageshoch vom 4. Mai bei 24.409 Punkten der erste nennenswerte Widerstand — der Abstand dorthin wirkt derzeit deutlich größer als noch vor wenigen Tagen.

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