DAX, Autobauer

DAX: Autobauer bremsen den Mai-Start

05.05.2026 - 00:46:28 | boerse-global.de

Der DAX startet schwach in den Mai, belastet durch fallende Autowerte nach US-Zollankündigungen und steigende Ölpreise.

DAX: Autobauer bremsen den Mai-Start - Foto: über boerse-global.de
DAX: Autobauer bremsen den Mai-Start - Foto: über boerse-global.de

Der DAX ist schwach in den neuen Monat gestartet. Nach einem fast neutralen Handelsauftakt bei rund 24.275 Punkten rutschte der Index bis zum Mittag auf etwa 24.200 Zähler ab — ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem letzten Schlussstand.

Zölle treffen die Schwergewichte

Der größte Belastungsfaktor sind einmal mehr die Automobilwerte. Nachdem US-Präsident Trump am Freitag über sein Social-Media-Netzwerk eine deutliche Anhebung der Einfuhrzölle auf EU-Fahrzeuge angekündigt hatte, standen die Papiere der deutschen Autobauer zum Wochenauftakt ganz unten in der Kursliste. Die EU-Kommission behält sich Gegenmaßnahmen vor — doch konkrete Schritte lassen noch auf sich warten. Neben den Autoherstellern gerieten auch RWE und Deutsche Post unter Druck. Auf der Gewinnerseite hielten sich Rheinmetall, Brenntag und Symrise.

Nahost-Lage hält Anleger in Atem

Parallel dazu bleibt der Nahost-Konflikt ein schwer kalkulierbares Risiko für den Markt. Trumps vage Ankündigung, in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe eskortieren zu wollen, sorgte bei den Ölpreisen für keine Erleichterung — zumal der Iran unmittelbar vor einem solchen Eingriff warnte. Ein Fass Brent verteuerte sich am Montagnachmittag auf rund 113,50 Dollar, ein Plus von knapp fünf Prozent. Höhere Energiepreise bedeuten Gegenwind für die Realwirtschaft — kein Wunder, dass viele Investoren derzeit den Gesamtkontext nur schwer einordnen können.

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Charttechnisch hatte der DAX am vergangenen Donnerstag immerhin ein positives Signal geliefert: Nach einem Tagestief bei 23.715 Punkten drehte er um knapp zweieinhalb Prozent ins Plus und schloss am Tageshoch — eine klassische Bullish-Engulfing-Formation. Der nächste relevante Widerstandsbereich erstreckt sich von der 24.500er-Marke bis knapp unter 24.800 Punkte. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das am 13. Januar markiert wurde, ist der Index damit noch ein gutes Stück entfernt.

Der Fokus richtet sich in dieser Handelswoche zunehmend auf Makrodaten — insbesondere auf den US-Arbeitsmarkt und die Aussagen von elf Fed-Vertretern zur künftigen Geldpolitik. In Europa stehen Quartalszahlen unter anderem von Novo Nordisk, HSBC und Shell an. Aus den USA wird Palantir Einblicke in das KI-Geschäft liefern. Die Hauptversammlungssaison spült zwar frisches Kapital zu den Aktionären — ob dieses jedoch in europäische Märkte zurückfließt, bleibt offen.

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