DAX40, Aktienmarkt

DAX 40 vor dem nächsten Big Move: Riesenchance oder Crash-Falle für späte Bullen?

14.03.2026 - 12:10:41 | ad-hoc-news.de

Der DAX 40 läuft in eine brandgefährliche Zone: Makro-Stress, Auto-Krise, EZB-Zinswende und nervöse Anleger. Steht der nächste Ausbruch bevor – oder kippt der Markt in einen brutalen Bären-Mode? Hier ist die schonungslose Analyse für alle, die mehr wollen als Börsen-Blabla.

DAX40, Aktienmarkt, BörsenNews - Foto: THN
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Vibe Check: Der DAX 40 zeigt aktuell einen nervösen, aber beeindruckend stabilen Aufwärtstrend. Nach einer dynamischen grünen Rallye wechseln sich Gewinnmitnahmen und neue Angriffe der Bullen ab. Kein Crash, aber definitiv kein gemütlicher Spaziergang – eher ein Tretminenfeld, in dem jeder Ausrutscher sofort abgestraft wird. Die Kurse pendeln in einer breiten Zone, in der sich Rallye-Hoffnung und Rezessionsangst täglich abwechseln. Bullen und Bären liefern sich auf dem Frankfurter Parkett ein intensives Tauziehen um die nächste große Trendbewegung.

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Die Story: Wenn du nur einen Chart in Europa im Blick hast, dann ist es der DAX 40. Er ist die Pulsfrequenz der deutschen Wirtschaft, der Herzschlag der Industrie und der Spiegel der Stimmung von globalen Fondsmanagern, die sich fragen: Ist Deutschland Comeback-Story oder Value-Trap?

Um die aktuelle Lage zu verstehen, musst du vier Ebenen zusammendenken:

  • die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) um Christine Lagarde,
  • die Sektor-Rotation zwischen schwächelnden Auto-Werten und starken Tech-/Industrie-Playern wie SAP und Siemens,
  • die Makro-Bremse durch hohe Energiepreise, schwachen Manufacturing-PMI und De-Industrialisierungsängste,
  • und das Sentiment-Spiel – Fear & Greed, Social Media Hype, institutionelle Kapitalflüsse.

Auf dem Papier wirkt der DAX robust: Der Index bleibt in einem soliden Aufwärtstrend, die Rücksetzer werden immer wieder von Käufern genutzt, klassische Dip-kaufen-Muster sind klar erkennbar. Aber unter der Oberfläche brodelt es: schwache Konjunkturdaten aus Deutschland, Druck auf Exporttitel, geopolitische Unsicherheit und eine EZB, die zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsangst hin- und hergerissen ist. Das ist der perfekte Nährboden für heftige Moves – nach oben wie nach unten.

Wer jetzt einfach blind long geht, weil es in den letzten Jahren immer wieder funktioniert hat, spielt russisches Roulette. Wer aber die Makro-Story, die Sektor-Verschiebungen und das Sentiment clever zusammenbringt, kann genau in solchen Phasen seine größten Trades machen.

1. Warum der DAX 40 so stark an der EZB hängt – und was der Euro damit zu tun hat

Christine Lagarde und die EZB sind gerade der wichtigste unsichtbare Player auf deinem DAX-Chart. Jede Pressekonferenz, jedes Statement zu Zinsen, Inflation und Wachstum entscheidet, wie aggressiv internationale Anleger in europäische Aktien reingehen – oder rausrennen.

Zinsen, Liquidität und Risk-On/Risk-Off
Wenn die EZB signalisiert, dass der Zinsgipfel erreicht ist und eventuell sogar erste Lockerungen am Horizont auftauchen, dann dreht die Stimmung schnell Richtung Risk-On: Aktien werden attraktiver, Anleihen weniger sexy, und plötzlich sucht Kapital Rendite an den Börsen. Genau das beflügelt den DAX – vor allem zyklische Titel, Banken und Industrie.

Umgekehrt gilt: Drohende weitere Zinserhöhungen oder ein härterer Ton bei der Inflationsbekämpfung ziehen Liquidität aus dem Markt. Der DAX reagiert darauf oft mit nervösen Abwärtsbewegungen, heftigen Intraday-Schwüngen und brutalen Abverkäufen in hochbewerteten Titeln.

Euro vs. US-Dollar: Währungshebel für den DAX
Unterschätzt wird oft die Rolle des Wechselkurses Euro/US-Dollar. Er ist für den DAX ein versteckter Turbo – nach oben wie nach unten:

  • Ist der Euro schwach gegenüber dem Dollar, freuen sich viele DAX-Konzerne: Ihre Exporte werden global wettbewerbsfähiger, und in Dollar erzielte Gewinne sehen in Euro bilanziert größer aus. Das pusht die Margen auf dem Papier und kann Kursfantasie auslösen.
  • Stärkt sich der Euro dagegen kräftig, wird der Rückenwind zum Gegenwind: Exporttitel geraten unter Druck, und Analysten beginnen, ihre Gewinnschätzungen vorsichtiger zu formulieren.

Die EZB-Zinspolitik wirkt also doppelt: Sie beeinflusst die Attraktivität europäischer Assets direkt – und sie bewegt über den Euro/Dollar-Kurs indirekt die Gewinnperspektiven exportlastiger DAX-Schwergewichte.

Der aktuelle Modus: Unsichere Entspannung
Der Markt preist momentan eine Phase vorsichtiger, aber nicht panischer Entspannung ein: Die Inflation hat ihren heftigsten Peak wahrscheinlich hinter sich, aber die EZB kann noch nicht komplett auf Entwarnung schalten. Das Ergebnis: Der DAX läuft in einem nervösen Bullenmarkt-Modus, bei dem jede Andeutung einer weicheren EZB-Linie zu kurzen, dynamischen Rallye-Schüben führt, während jede hawkishe Nuance sofort zu Gewinnmitnahmen und Rücksetzern führt.

Für Trader heißt das: EZB-Termine sind Event-Risiko pur. Wer hier ungesichert im Markt ist, kann in Sekunden abrasiert werden – oder in einem Short-Squeeze förmlich überrollt werden.

2. Sektor-Check: Auto-Krise vs. Tech- und Industrie-Stärke – der heimliche Shift im DAX

Der alte DAX war ein Auto-Index mit ein bisschen Chemie und Banken. Der neue DAX 40 ist breiter, moderner – aber die alten Schwergewichte wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz dominieren immer noch die Wahrnehmung. Genau hier liegt eine der größten Chancen, aber auch eine der größten Fallen.

Deutsche Auto-Werte: Vom Glanzstück zur Problemzone
Die deutsche Autoindustrie steht unter massivem Druck:

  • Der weltweite Shift zu E-Mobilität zwingt zu gigantischen Investitionen in Batterien, Software und neue Plattformen.
  • China nicht mehr nur als Absatzmarkt, sondern als gnadenloser Konkurrent mit eigenen Marken, die in Europa Marktanteile jagen.
  • Regulatorischer Druck in Europa (CO2-Ziele, Emissionsgrenzen), der klassische Verbrenner immer unattraktiver macht.
  • Preiskämpfe, Rabatt-Schlachten und Margendruck – besonders, wenn die Nachfrage in wichtigen Märkten wie China oder den USA wackelt.

Das Ergebnis auf dem Kurszettel: Die Auto-Titel im DAX wirken oft wie ein Pendel zwischen "Value-Play mit fetter Dividende" und "Value-Trap im strukturellen Umbruch". Es kommt immer wieder zu grünen Erholungsphasen, aber jeder negative Newsflow zu China, E-Auto-Förderung oder Margen kann blitzschnell zu einer roten Verkaufswelle führen.

Für den Gesamt-DAX bedeutet das: Die Auto-Schwergewichte sind nicht mehr der klare Performance-Lokomotive wie früher, sondern volatilere Stimmungsmacher. Sie können Rallyes verstärken – oder sie mit einem Schlag abwürgen.

SAP & Siemens: Die stabilen Anker im Sturm
Während die Auto-Werte im Dauerumbau stecken, haben sich andere Schwergewichte zum heimlichen Backbone des DAX entwickelt:

  • SAP als europäischer Software-Gigant profitiert von der fortschreitenden Digitalisierung, Cloud-Umstellung und wiederkehrenden Lizenzmodellen. Investoren schätzen die Planbarkeit der Umsätze und die globale Marktstellung. In Risk-On-Phasen kann SAP zum echten Zugpferd werden, in Risk-Off-Phasen wirkt der Titel häufig stabilisierend.
  • Siemens steht an der Schnittstelle von Industrie, Automatisierung, Energie und Digitalisierung. Das Unternehmen profitiert von Trends wie Smart Factories, elektrischen Infrastrukturen und Effizienzsteigerung. In einer Welt, in der viele Staaten in Infrastruktur und Transformation investieren, ist Siemens für viele Fonds ein Pflichtinvestment.

Wenn du die Rotation im DAX verstehen willst, musst du dir klarmachen: Während alte Zyklen wie klassische Autos schwächeln, schieben Tech-nahe und industrienahe Qualitätswerte immer mehr nach. Das erklärt, warum der Index trotz multipler Krisen nicht in einen brutalen Dauer-Crash-Modus gefallen ist.

Banken, Versorger, Zykliker: Die taktischen Spielbälle
On top kommen Banken, Versorger und Zykliker als taktische Short- und Long-Plays:

  • Banken profitieren tendenziell von höheren Zinsen, leiden aber unter Konjunkturängsten und Regulierungsrisiken.
  • Versorger werden immer wieder zum defensiven Hafen, wenn die Rezessionsangst dominiert.
  • Zykliker (Chemie, Maschinenbau, Industrie) sind der Konjunkturhebel im Index – sie laufen vornweg, wenn die Weltwirtschaft Hoffnung signalisiert, und sind die ersten Opfer, wenn globale Wachstumssorgen eskalieren.

Die Botschaft: DAX-Performance ist heute weniger ein Auto-Play und viel mehr ein Mix aus Tech-, Industrie- und Qualitätstiteln mit eingebautem Old-Economy-Stress. Wer das nicht checkt, versteht die Bewegungen des Index nur halb.

3. Makro-Fokus: Manufacturing-PMI, Energiepreise und der Mythos von der De-Industrialisierung

Die deutsche Volkswirtschaft hängt wie kaum eine andere an Industrieproduktion, Exporten und globalen Lieferketten. Deshalb sind drei Themen für den DAX toxisch oder turbohaft – je nach Ausprägung:

  • Manufacturing-PMI (Einkaufsmanagerindex der Industrie),
  • Energiepreise (Gas, Strom, Öl),
  • Und das große Narrativ: "De-Industrialisierung" in Deutschland.

Manufacturing-PMI: Frühwarnsystem für Bullen und Bären
Der Manufacturing-PMI zeigt dir, ob die Industrie expandiert oder schrumpft. Werte deutlich unter der Wachstumsschwelle signalisieren eine schwächelnde oder kontrahierende Industrie. Genau das war in den letzten Quartalen immer wieder ein Bremsklotz für DAX-Bullen.

Schwache PMI-Daten triggern im Markt sofort mehrere Gedankenketten:

  • Exporttitel könnten Umsatzdruck bekommen.
  • Gewinne und Margen sind gefährdet – Analysten könnten ihre Schätzungen senken.
  • Die Rezessionswahrscheinlichkeit steigt – Risk-Off-Modus droht.

Aber: In der Börsenlogik zählen nicht nur die absoluten Werte, sondern die Überraschung. Sind die Erwartungen extrem negativ und der PMI kommt nur leicht besser als gefürchtet, kann das zu einer kräftigen Erleichterungsrallye führen, in der Bärencovering und frische Longs gleichzeitig zünden.

Energiepreise: Der unsichtbare Steuerknüppel
Hohe Energiepreise treffen Deutschland wie ein Brennglas. Chemie, Metall, Maschinenbau, Autozulieferer – sie alle reagieren extrem sensibel auf Gas- und Stromkosten. Nach den Preisschocks der vergangenen Jahre sind viele Unternehmen immer noch im Anpassungsmodus: Effizienzprogramme, Verlagerung von Produktion, Preiserhöhungen.

Für den DAX heißt das: Jede Entspannung bei Energiepreisen wirkt wie ein mini-Konjunkturpaket. Sinkende Kosten verbessern die Margen, erleichtern Investitionsentscheidungen und nehmen etwas Druck aus der De-Industrialisierungsdebatte. Umgekehrt kann jede neue Energieverwerfungs-Story – ob geopolitisch oder politisch getrieben – sofort Rezessionsängste schüren und den Index in eine rote Verkaufswelle schicken.

De-Industrialisierung: Panik-Narrativ oder reales Risiko?
In Talkshows wird gern von der "De-Industrialisierung" Deutschlands gesprochen – die Story: Hohe Energiepreise, Bürokratie, Steuern und Regulierungen vertreiben Industrie und Produktion aus dem Land. Das Bild ist zugespitzt, aber es hat einen realen Kern.

Für DAX-Anleger ist weniger die politische Schlagzeile relevant als die Kapitalfluss-Realität: Wenn große Konzerne ankündigen, neue Werke eher in den USA oder Asien zu bauen, wenn internationale Investoren Deutschland nur noch als seitwärts laufende Stagnationsstory sehen, dann fließt weniger frisches Geld in deutsche Aktien. Das drückt auf die Bewertungen und bremst den Index – selbst wenn die kurzfristigen Zahlen noch okay aussehen.

Andererseits eröffnet genau dieses dunkle Makro-Narrativ immer wieder Chancen: Wenn die Stimmung zu negativ wird, können schon kleine positive Überraschungen bei PMI, Energiepreisen oder politischen Maßnahmen kräftige Short-Squeezes und Bärenfallen auslösen.

4. Sentiment-Scan: Fear, Greed und der Social-Media-Effekt im DAX

Du kannst den Chart lesen, du kannst Makro verstehen – aber wenn du das Sentiment ignorierst, läufst du blind in die Fallen der großen Spieler.

Fear & Greed: Wo steht der Markt emotional?
Auch ohne exakten Index-Wert zeigt die aktuelle Lage ein gemischtes Bild: Keine pure Panik, aber auch keine hemmungslose Gier. Nennen wir es: nervöse Zuversicht. Viele Marktteilnehmer glauben an eine mittelfristige Erholung, haben aber permanent die Hand am Abzug, um Gewinne mitzunehmen, sobald der Newsflow kippt.

Typische Muster:

  • Starke grüne Tage werden zunehmend genutzt, um Positionen zu kürzen – klassische Gewinnmitnahmen.
  • Rote Tage ziehen schnell Käufer an, die den Dip kaufen – aus Angst, eine neue Rallye zu verpassen.
  • Volumen konzentriert sich oft rund um News-Events (EZB, PMI, Quartalszahlen), während Zwischentage lethargisch wirken.

Das Setup erinnert an eine späte Phase einer Aufwärtsbewegung, in der Profis selektiv agieren und Privatanleger zwischen FOMO (Fear of Missing Out) und Crash-Angst hin- und hergerissen sind.

Social Media: YouTube, Insta, TikTok als Stimmungsbarometer
Ein Blick auf Plattformen wie YouTube, Instagram und TikTok zeigt: DAX-Content läuft. Von "Crash-Warnung" über "DAX auf dem Weg zum neuen Hoch" bis zu "So verdienst du mit DAX-CFDs dein erstes Geld" ist alles dabei. Der Ton ist gemischt:

  • Viele Creator pushen kurzfristige Trading-Setups, betonen Volatilität und schnelle Chancen.
  • Langfrist-Investoren sind vorsichtiger geworden, sprechen von gestaffeltem Einstieg und defensiven Sektoren.
  • Ein wachsender Teil der Community setzt verstärkt auf globale Diversifikation – Deutschland ist nicht mehr der alleinige Lieblingsmarkt.

Für dich als Trader ist das wichtig: Wenn selbst Einsteiger-Videos den DAX als "sicheren Dauerläufer" verkaufen, solltest du besonders wachsam sein. Wenn dagegen die Mehrzahl der Kommentare nur noch von "Deutschland ist am Ende" spricht, riecht es oft nach Kapitulationspunkt – also nach Chancen für Mutige.

Institutionelle Flows: Kommt das große Geld zurück nach Europa?
Die großen Fonds, Pensionskassen und Hedgefonds haben Europa lange untergewichtet. USA-Tech war der Star, Europa galt als Altlast. Doch genau das kann sich schleichend drehen:

  • Bewertungen in Europa – und speziell im DAX – sind im Vergleich zu US-Tech oft günstiger.
  • Ein stabilisierender Zinsausblick der EZB macht europäische Assets wieder interessanter.
  • Wer breiter diversifizieren will, kommt an großen europäischen Indizes kaum vorbei.

Das spiegelt sich im DAX darin wider, dass Rücksetzer zunehmend auf Kaufinteresse von institutioneller Seite stoßen. Keine Euphorie, aber selektive Re-Allokation. Langfristig kann genau das die Basis für einen nachhaltigen Bullenmarkt legen – kurzfristig bleibt der Weg aber holprig.

Deep Dive Analyse: Auto-Krise, Energie-Schock und wie sie deinen DAX-Trade beeinflussen

Schauen wir tiefer in die zwei größten strukturellen Risikozonen: Autoindustrie und Energie.

Autoindustrie: Schmerz mit Hebelwirkung
Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz – sie sind nicht nur Kultmarken, sondern auch Schwergewichte im Index. Wenn diese Werte schwächeln, kann der ganze DAX ins Wanken geraten. Und die Liste der Probleme ist lang:

  • Der Übergang zur E-Mobilität frisst Milliarden an Investitionsvolumen.
  • Neue Player, vor allem aus China, drängen mit aggressiven Preisen auf den Markt.
  • Software und autonomes Fahren sind Felder, in denen deutsche Hersteller lange hinterherliefen.
  • Politische Unsicherheit bei Subventionen und Regulierung verschärft die Planungsunsicherheit.

All das sorgt dafür, dass Auto-Aktien im DAX immer wieder wie ein Hebel auf das Risikosentiment wirken. Positive News (starke Auslieferungszahlen, solide Margen, Kooperationen oder Energieentlastungen) können brachiale Erholungsrallyes auslösen. Aber negative Schlagzeilen führen genauso schnell zu heftigen Abverkäufen.

Für Trader ist dieser Sektor das Epizentrum von Short-Chancen und schnellen Long-Bounces – aber nur, wenn du Newsflow, Makro und Chart im Griff hast. Für Langfrist-Anleger ist klare Sektor-Selektivität Pflicht.

Energie und Standortfrage: Der Schatten über der deutschen Börsenstory
Die Explosion der Energiepreise war ein Weckruf für die Industrie. Viele DAX-Konzerne mussten ihre Kalkulationen neu schreiben. Themen wie Energieeffizienz, Standortverlagerung und langfristige Lieferverträge sind vom Nischenthema zur Vorstands-Priorität geworden.

Die Börse hasst Unsicherheit. Jeder Zweifel, ob Deutschland als Standort langfristig konkurrenzfähig bleibt, drückt auf die Bewertungsmultiplikatoren. Selbst starke Unternehmen bekommen dann einen "Standortabschlag" im Kurs. Gleichzeitig gilt aber auch: Jede Verbesserung – sei es durch sinkende Preise, politische Maßnahmen oder neue Infrastruktur – kann diesen Abschlag teilweise lösen.

Heißt für den DAX: Er läuft ständig im Spannungsfeld zwischen strukturellem Pessimismus und kurzfristigen Erleichterungsrallyes. Du musst entscheiden, auf welcher Zeitebene du spielst:

  • Kurzfristig: Volatilität traden, Events spielen, auf Ausbrüche setzen.
  • Mittelfristig: Qualitätswerte auswählen, gestaffelt einsteigen, Rücksetzer nutzen.
  • Langfristig: Prüfen, ob die De-Industrialisierungsstory übertrieben ist – und ob genau das deinen Einstieg in Underperformer mit Comeback-Potenzial markiert.

  • Key Levels: Aktuell sind mehrere wichtige Zonen im DAX im Fokus – breite Unterstützungsbereiche dienen als Auffangnetz für Dip-Käufer, während markante Widerstandsregionen immer wieder als Barriere für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben fungieren. Der Index pendelt in einer Spanne, in der Fehlausbrüche und Bärenfallen an der Tagesordnung sind.
  • Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt?
    Momentan wirkt der Markt wie ein knapper Punktsieg für die Bullen, aber ohne Knockout. Jeder Rücksetzer findet Käufer, doch jede Übertreibung nach oben provoziert schnelle Gewinnmitnahmen. Bären setzen auf schwache Makrodaten und Gewinnrevisionen, Bullen vertrauen auf Liquidität, Bewertungsvorteile und den globalen Anlagezwang. Das Ergebnis: Ein fragiler Bullenmarkt, in dem du dich nicht blind auf eine Seite stellen darfst.

Fazit: DAX 40 – Risiko oder Chance? Es hängt davon ab, wie du spielst

Der DAX 40 steht aktuell an einem kritischen Punkt der Marktgeschichte: Die Makro-Lage ist wackelig, die Autoindustrie kämpft mit einem historischen Umbruch, die Energiefrage ist ungelöst – und gleichzeitig gibt es massive strukturelle Chancen durch Digitalisierung, Industrie 4.0 und internationale Kapitalflüsse, die sich wieder stärker Europa zuwenden könnten.

Was heißt das konkret für deine Strategie?

  • Kein Blindflug: Ignoriere EZB-Termine, PMI-Daten und große Unternehmenszahlen nicht. Sie sind Trigger für heftige Bewegungen.
  • Sektor-Denken statt Index-Blindheit: Verstehe, dass Auto-Werte, SAP, Siemens, Banken und Zykliker völlig unterschiedlich auf denselben Makro-Input reagieren.
  • Sentiment nutzen: Übertriebene Panik und überzogene Euphorie sind deine besten Freunde. Lerne, sie zu erkennen – auf dem Chart und in Social Media.
  • Risikomanagement first: Egal ob du Daytrader, Swingtrader oder Investor bist – ohne Stopps, Positionsgrößen-Plan und klaren Zeithorizont bist du im DAX nur Kanonenfutter für die Profis.

Die zentrale Frage ist nicht, ob der DAX in den nächsten Monaten einen Ausbruch nach oben schafft oder noch einmal in einen deutlicheren Rückgang rutscht. Die Frage ist: Bist du vorbereitet, beide Szenarien zu spielen – mit Plan, statt mit Hoffnung?

Wer Makro, Sektoren, Sentiment und Chart zusammendenkt, hat im DAX 40 jetzt nicht nur Risiken, sondern auch eine der spannendsten Chancen der letzten Jahre. Auf dem Frankfurter Parkett werden die Karten neu gemischt – die Frage ist nur, ob du noch Zuschauer bist oder schon mit am Tisch sitzt.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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