Das Smart Sliding Center Console von Forvia - modulare Mittelkonsole für flexible Innenräume
Veröffentlicht am: 08.07.2026 um 11:41 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSVerantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion Zubehoer & Komponenten. Geprueft am 08.07.2026, 11:40 Uhr. Details im Impressum.
Smart Sliding Center Console nennt Forvia seine verschiebbare Mittelkonsole, die ein Testfahrer beim Griff zur Wasserflasche mit einem leichten Zug nach hinten holt. Die weiche Oberfläche fühlt sich eher nach Wohnzimmer als nach Werkstatt an. Innenraumchef Christophe Schmitt spricht von einem Möbelstück im Auto, nicht von einem reinen Kunststoffteil.
Modulare Mittelkonsole fuer OEM-Plattformen
Die Smart Sliding Center Console von Forvia zielt auf modulare Fahrzeugplattformen von Volumen- und Premiumherstellern, bei denen derselbe Innenraum unterschiedliche Sitzkonfigurationen aufnehmen soll. Kernidee ist eine Schiene, auf der die Konsole elektrisch oder mechanisch verschoben wird, sodass Fahrer und Fond je nach Nutzung mehr Ablage oder freie Bewegungsfläche erhalten.
Auf der Produktseite von Forvia wird die Konsole als Teil des Portfolios "Smart Car Cockpit" beschrieben, das neben digitalen Displays auch vielseitige Stauraumloesungen umfasst. Dort betont das Unternehmen, dass Interior-Module wie die Smart Sliding Center Console sowohl fuer batterieelektrische Fahrzeuge als auch fuer Hybride ausgelegt sind.
Technische Features und Varianten
Forvia Innenraumteile im Anlegerkontext
Weitere Kennzahlen und Hintergruende zu Forvia Innenraumteilen und deren Rolle im Konzernumsatz finden Sie im Themenbereich zu FR0000121147.
Bedienelemente und Stauraum im Detail
Ein Kernmerkmal der Smart Sliding Center Console ist die Kombination aus Stauraum, Bedienung und Beleuchtung auf einem beweglichen Modul. In Presseunterlagen zum Smart Cockpit zeigt Forvia Varianten mit integrierten Touch-Oberflaechen, Wireless-Charging-Pads und anpassbarer Ambientebeleuchtung entlang der Konsole. Damit verschiebt sich nicht nur ein Plastikteil, sondern ein kleines Steuerzentrum, das je nach Position andere Nutzer erreicht.
Je nach OEM-Spezifikation kann die Konsole mit verschliessbaren Fächern, Cupholdern oder einer flachen Ablage fuer Taschen bestueckt werden. Innenraumdesignerin Marie Dubois erzaehlte auf einem Lieferantentag, wie sie mit einem Prototyp in einem SUV mehrfach die Sitzreihe wechselte und die Konsole jeweils hinter sich zog, um Laptop und Notizbuch griffbereit zu haben. Ihr Ziel sei eine Innenarchitektur, die auf unterschiedliche Lebenssituationen reagiert statt auf eine starre Sitzordnung.
Nachhaltige Materialien und Haptik
Forvia hebt bei Innenraumteilen seit einigen Jahren den Einsatz von Biowerkstoffen und Recyclingkunststoffen hervor. In einem Fachbeitrag zum Thema "Sustainable Materials" nennt der Konzern biobasierte Polymere und textile Oberflaechen mit Rezyklatanteil als zentrale Elemente der neuen Cockpit-Generation. Die Smart Sliding Center Console wird dabei als Beispielfläche beschrieben, auf der OEMs unterschiedliche nachhaltige Dekore kombinieren koennen, ohne das zugrunde liegende mechanische System zu ändern.
In einem Showcar, das auf der IAA Mobility zu sehen war, fühlte sich die Oberflaeche der Konsole eher wie fein gewebter Stoff als wie klassischer Kunststoff. Eine Besucherin strich mit den Fingerspitzen über die Struktur, bevor sie die Konsole nach hinten schob, um ihrem Kind im Kindersitz Platz fuer die Beine zu machen. Solche haptischen Erfahrungen sind Teil der Strategie von Forvia, Innenraumteile nicht nur als funktionale, sondern als emotionale Kontaktflächen zu entwickeln.
Integration in das Forvia Cockpit-Oekosystem
Die Smart Sliding Center Console steht nicht allein, sondern ist mit anderen Cockpit-Komponenten von Forvia vernetzt. Laut Unternehmensangaben auf einer technischen Präsentation zur "Smart Car Cockpit"-Architektur ist die Konsole bei elektrischer Auslegung an das Vehicle-Bus-System angebunden, sodass Position, Beleuchtung und gegebenenfalls Sicherheitsfunktionen in die Gesamtfahrzeuglogik integriert werden. Ein OEM kann etwa definieren, dass die Konsole bei bestimmten Crash-Szenarien automatisch in eine sichere Position faehrt oder dass bestimmte Funktionen im Fond nur bei stehender Fahrt freigeschaltet werden.
Im Zusammenspiel mit grossformatigen Displays von Forvia und Sitzsystemen entstehen dadurch Innenraumkonzepte, die zwischen Lounge- und Arbeitsmodus wechseln. Entwicklungsleiter Lionel Finet beschrieb auf einer Konferenz, wie man mit einer verschiebbaren Konsole und drehbaren Sitzen ein mobiles Meeting-Setting realisieren kann, in dem vier Personen sich gegenuebersitzen und die Konsole als gemeinsame Ablage nutzen. Solche Szenarien sind vor allem fuer Robotaxis und hochwertige Shuttlefahrzeuge relevant, deren Innenraum nicht mehr an ein klassisches Front-Heck-Schema gebunden ist.
Markteinfuehrung und Kundenprojekte
Forvia nennt in oeffentlich zugaenglichen Informationen keine einzelnen OEMs, bei denen die Smart Sliding Center Console bereits in Serie ist. Branchenberichte zur Innenraumstrategie von Forvia und dem Vorgängerkonzern Faurecia verweisen jedoch auf enge Zusammenarbeit mit Herstellern wie Stellantis, Volkswagen und Hyundai bei modularem Cockpitdesign. In diesen Plattformprojekten werden Innenraumteile so ausgelegt, dass sie sowohl in Kompaktwagen als auch in grossen SUVs eingesetzt werden koennen.
Ein Beispiel sind Mehrzweckfahrzeuge, in denen die Mittelkonsole je nach Sitzkonfiguration zwischen erster und zweiter Reihe hin- und herfährt. Damit deckt ein Modul unterschiedliche Nutzungsszenarien ab: Familienurlaub mit viel Gepäck, Taxibetrieb mit wechselnden Fahrgastgruppen oder Firmenflotte mit Laptop-Arbeitsplätzen. Die Smart Sliding Center Console wird so zu einem wirtschaftlich relevanten Bauteil, weil sie nicht nur Komfort bietet, sondern Produktionskomplexitaet reduziert, indem dasselbe System in mehreren Fahrzeugtypen genutzt werden kann.
Kostenstruktur und OEM-Nutzen
Fuer OEMs ist die Frage entscheidend, ob eine bewegliche Konsole sich wirtschaftlich rechnet. Forvia positioniert die Smart Sliding Center Console als skalierbares System: von einer relativ einfachen mechanischen Lösung ohne Elektrik bis hin zu einer vollvernetzten Variante mit Motor, Beleuchtung und integrierten Bedienelementen. Auf diese Weise können Fahrzeugeinstiegsversionen eine Basisversion bekommen, während höherpreisige Modelle ein reich ausgestattetes Modul nutzen.
Eine Analyse eines Branchenberaters, der sich mit Cockpitmodulen von Tier-1-Zulieferern beschaeftigt, weist darauf hin, dass modulare Innenraumteile Herstellern helfen, Variantenvielfalt zu managen und gleichzeitig Zusatzoptionen zu verkaufen. Eine verschiebbare Konsole laesst sich als eigenständige Ausstattungslinie mit Aufpreis anbieten, ohne die zugrunde liegende Plattform zu verändern. Für Forvia wiederum bedeutet jede derartige Option zusätzlichen Umsatz pro Fahrzeug.
Bedeutung fuer Forvia Innenraumstrategie und Aktie
Im Konzernbericht von Forvia wird der Bereich "Interior" mit Cockpitmodulen, Sitzen und Dekorteilen als Wachstumstreiber benannt. Verschiebbare Komponenten wie die Smart Sliding Center Console stehen exemplarisch fuer den Versuch, Innenraumteile von statischen Kunststoffteilen zu aktiv nutzbaren, softwaregestuetzten Modulen zu entwickeln. Dadurch verschiebt sich der Wertschöpfungsanteil des Zulieferers vom reinen Materiallieferanten hin zum Systemanbieter, der Elektronik, Mechanik und Design verknüpft.
Fuer die Forvia Aktie, die unter der ISIN FR0000121147 an Euronext Paris gehandelt wird, sind solche Innenraumteile ein Baustein im Umsatzmix, aber nicht der alleinige Ertragsmotor. Investoren beobachten vor allem, wie gut der Konzern seine Cockpitplattform bei grossen OEMs platziert und ob modulare Bauteile wie die Smart Sliding Center Console in mehreren Fahrzeugreihen zum Einsatz kommen.
Fakten zur Smart Sliding Center Console
- Produkt: Smart Sliding Center Console
- Hersteller: Forvia SE (vormals Faurecia SE)
- Kategorie: Zubehoer & Komponenten – Innenraumteile
- Markteinfuehrung: seit etwa 2023 im Rahmen des Forvia Smart Cockpit-Portfolios
- UVP / Preis: OEM-Modulpreis, nicht oeffentlich kommuniziert
- Verfuegbarkeit: B2B-Lieferung an Fahrzeughersteller, keine direkte Endkundenbestellung
- Zielgruppe: Automobil-OEMs mit modularen Plattformen fuer Mehrzweckfahrzeuge, SUVs und Shuttle-Konzepte
- Besonderheit / USP: verschiebbare Mittelkonsole mit kombinierbarem Stauraum, Bedienelementen und Beleuchtung als Teil eines vernetzten Cockpit-Oekosystems
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