Forvia, FR0000121147

Das eMirror Safety Cockpit von Forvia - digitaler Innenraum für Nutzfahrzeuge

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 09:06 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

eMirror Safety Cockpit bündelt digitale Spiegel, Displays und Assistenzsysteme für Nutzfahrzeug-Innenräume von Forvia. Wer Forvia (Faurecia) Aktien (ISIN FR0000121147) hält, sollte dieses Produkt kennen.

Forvia, FR0000121147, Illustration mit AI erstellt.
Forvia, FR0000121147, Illustration mit AI erstellt.

Das eMirror Safety Cockpit von Forvia wirkt im Fahrerhaus wie ein kleiner Regieraum: Statt vibrierender Spiegelfläche blickt der Fahrer auf klare Displays, die das Bild der Kameras an der Fahrzeugflanke zeigen, während die Finger über eine matt strukturierte Blende am Armaturenbrett gleiten.

Digitale Spiegel als Kern des Cockpits

Forvia beschreibt das eMirror Safety Cockpit als integrierte Lösung, die klassische Außenspiegel durch kamerabasierte Systeme ersetzt und ihre Bilder auf hochauflösende Innenraum-Displays bringt. Der Automobilzulieferer hat das Konzept unter anderem auf der IAA Transportation und der CES vorgestellt, jeweils mit Fokus auf Nutzfahrzeuge und Busse.

Die Kameramodule sind an definierten Punkten der Karosserie montiert und liefern ihr Bild an Bildschirme an den A-Säulen oder zentral im Cockpit, sodass tote Winkel reduziert und aerodynamische Nachteile konventioneller Spiegel verringert werden. Laut Forvia sind die Systeme so ausgelegt, dass sie bei Nacht, Regen und Blendung eine stabilere Sicht bieten als herkömmliche Spiegel.

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Innenraumarchitektur und Fahrer-Ergonomie

Im eMirror Safety Cockpit kombiniert Forvia die digitalen Spiegel mit weiteren Innenraumelementen, etwa Instrumententafeln, Ambientebeleuchtung und integrierten Bedienfeldern. Die Displays sind so platziert, dass der Blickweg für den Fahrer möglichst kurz bleibt, damit er nicht permanent den Kopf aus der Fahrspurbewegung nehmen muss.

Auf Messebildern ist zu erkennen, wie die Rahmen der Displays leicht angeraut sind, um Reflexionen zu mindern und dem Fahrer ein haptisches Feedback beim Greifen zu geben. Gleichzeitig setzt Forvia auf Farbkontraste zwischen dunklen Displayrändern und helleren Zonen im Armaturenbrett, damit die wichtigen Informationsbereiche schneller ins Auge fallen.

Sicherheits- und Assistenzfunktionen

Das Cockpit ist nicht nur eine schicke Kombination aus Kamera und Display, sondern soll auch Sicherheits-Features bündeln: Forvia wirbt für Spurwechsel-Assistenten, Kollisionswarnungen und automatische Anpassung der Bildausschnitte beim Abbiegen. Die Software kann laut Hersteller bei eingeschlagenem Lenkrad den Fokus auf relevante Zonen verschieben, etwa auf den Bereich der Kreuzung beim Rechtsabbiegen.

Zudem sind Overlays mit Warnsymbolen möglich, die direkt auf dem Kamerabild erscheinen, sodass der Fahrer kritische Situationen nicht aus einem separaten Menü herauslesen muss. Gerade in urbanen Einsatzszenarien mit dichtem Verkehr und Fußgängerströmen ist das für Lkw- und Busbetreiber ein starkes Argument, ihre Flotten aufzurüsten.

Entwicklung und Management-Fokus

Forvia ist als Gruppe aus Faurecia und Hella entstanden und positioniert sich konsequent auf Innenraum- und Elektroniklösungen. CEO Patrick Koller hat in mehreren Interviews betont, dass der Wandel zum Software- und Elektronik-getriebenen Cockpit für die Profitabilität des Unternehmens eine zentrale Rolle spielt.

Beim eMirror Safety Cockpit arbeiten Interior-Designer, Elektronik-Spezialisten und HMI-Experten zusammen, um Sichtfelder, Tasten und Bildschirminhalte aufeinander abzustimmen. In Fachvorträgen verweisen Produktmanager von Forvia darauf, dass ergonomische Tests mit Fahrern aus Nutzfahrzeugflotten in Europa und Asien den Aufbau des Cockpits mitgeprägt haben.

Markteinführung und Einsatzszenarien

Einzelne Komponenten des eMirror-Systems sind bereits in Serienfahrzeugen verbaut, etwa bei bestimmten Lkw-Herstellern, die digitale Spiegel anstelle konventioneller Außenspiegel nutzen. Forvia präsentiert das eMirror Safety Cockpit als eine Art Komplettpaket, das OEMs für neue Fahrzeuggenerationen übernehmen können, inklusive Designstudien für Instrumententafeln.

Primärer Markt sind zunächst Europa und andere Regionen mit klaren Zulassungsregeln für kamerabasierte Spiegel, doch Forvia adressiert mittelfristig globale Anwendungen im Nutzfahrzeugbereich. Auf Branchenmessen zeigen die Franzosen das Cockpit vor allem in Demo-Fahrerhäusern, in denen Journalisten und Flottenmanager Probe sitzen können und die Bildqualität selbst erleben.

Kosten, Integration und Zielgruppe

Konkrete Preise nennt Forvia auf der öffentlichen Produktkommunikation nicht, üblich sind B2B-Verhandlungen mit Lkw- und Busherstellern. Die Wirtschaftspresse verweist darauf, dass digitale Spiegel- und Cockpit-Lösungen in der Gesamtfahrzeugkalkulation eher im höheren vierstelligen Euro-Bereich pro Fahrzeug landen, je nach Ausstattung und Sensorik.

Die Zielgruppe sind vor allem Flottenbetreiber, die ihren Fahrern eine bessere Sicht und zugleich geringere Aerodynamikverluste bieten wollen, etwa Busgesellschaften in Ballungsräumen oder Logistiker auf Langstrecken. OEMs wiederum nutzen das eMirror Safety Cockpit, um ihre Modelle im Innenraum sichtbar zu modernisieren und das Cockpit an künftige automatisierte Fahrfunktionen anzupassen.

Kontext und Forvia Aktie

Für Forvia ist das eMirror Safety Cockpit ein passender Baustein in der Strategie, Innenraumteile mit Elektronik und Software zu verbinden und damit höhere Wertschöpfung im Fahrzeug zu erzielen. Die Forvia Aktie (ISIN FR0000121147) wird an der Euronext Paris in Euro gehandelt und die Cockpit- und Elektroniklösungen gelten im Markt als eine der relevanten Ergebniskomponenten.

Fakten zum eMirror Safety Cockpit

  • Produkt: eMirror Safety Cockpit
  • Hersteller: Forvia SE (vormals Faurecia SE)
  • Kategorie: Innenraumteile / Cockpit-System für Nutzfahrzeuge
  • Markteinführung: schrittweise seit Mitte der 2020er Jahre in Kooperation mit OEMs
  • UVP / Preis: B2B-Lösung, Preis abhängig von OEM-Spezifikation
  • Verfügbarkeit: in ausgewählten Nutzfahrzeugmodellen und als Konzept auf Fachmessen
  • Zielgruppe: Lkw- und Bushersteller, Flottenbetreiber, Busgesellschaften
  • Besonderheit / USP: Kombination aus digitalen Außenspiegeln, integrierten Displays und Sicherheits-Assistenzfunktionen im Innenraum

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