DARPA, Raytheon

DARPA und Raytheon entwickeln „Pulling Guard“ als Schutzschild gegen Drohnen

15.02.2026 - 22:39:12 | boerse-global.de

Das US-Projekt 'Pulling Guard' zielt darauf ab, Frachter mit einer gezogenen Plattform gegen Drohnenangriffe zu schützen, um Handelsrouten zu sichern.

Die USA starten ein neues Rüstungsprojekt, um Handelsschiffe weltweit vor der wachsenden Drohnen-Bedrohung zu schützen. Das „Pulling Guard“-System soll als abgeschleppte Plattform einen schützenden Sicherheitsradius um Frachter legen.

Washington D.C. – Die Bedrohungslage auf den Weltmeeren hat sich grundlegend verändert. Billige, aber wirkungsvolle Drohnenangriffe in Konfliktregionen wie dem Roten Meer oder der Straße von Hormus zwingen Reedereien zu teuren Umleitungen und gefährden globale Lieferketten. Jetzt reagiert die US-Forschungsbehörde DARPA gemeinsam mit dem Rüstungskonzern Raytheon. Ihr Projekt „Pulling Guard“ zielt darauf ab, einen mobilen Schutzschild für die zivile Schifffahrt zu entwickeln.

Die Idee: Eine halbautonome Plattform wird hinter einem Handelsschiff hergezogen. Sie trägt Sensoren und Abwehrsysteme, um anfliegende Drohnen aus der Luft und vom Wasser aus zu erkennen und unschädlich zu machen. So entsteht ein „Schutzschild“ um das Schiff, ohne dass der Frachter selbst bewaffnet oder umgebaut werden muss. Ein cleverer Schachzug, der auch rechtliche und politische Hürden umgeht, die mit der direkten Bewaffnung ziviler Schiffe verbunden wären.

Eine Lücke im globalen Schutzsystem

Warum ist diese Entwicklung so dringlich? Marineverbände sind bereits heute überlastet und können die riesigen Seegebiete nicht lückenlos überwachen. Gleichzeitig haben nicht-staatliche Akteure bewaffnete Drohnen zu einer strategischen Waffe gemacht. Die Folge sind massive wirtschaftliche Schocks durch unterbrochene Handelsrouten.

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„Pulling Guard“ soll diese gefährliche Sicherheitslücke schließen. Das System ist als kostengünstige und modulare Lösung konzipiert. Es soll ohne aufwendige und teure Umbauten an bestehenden Schiffen einsetzbar sein. Die Besatzung kann sich auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren, während die gezogene Plattform automatisch ihre Position hält und die Umgebung überwacht.

Die Technologie: Sensoren und künstliche Intelligenz im Schlepptau

Das Herzstück des Systems sind fortschrittliche Sensorpakete. Radar- und Infrarotkameras sollen eine 360-Grad-Rundumsicht ermöglichen. Die genauen Abwehrmaßnahmen sind noch in Entwicklung, doch der halbautonome Betrieb ist zentral.

Künstliche Intelligenz und Maschinenlernen sollen es der Plattform ermöglichen, komplexe Aufgaben wie Kollisionsvermeidung selbstständig zu bewältigen. Diese Technologien haben sich in aktuellen Konflikten bereits als Testfeld bewährt und entwickeln sich rasant weiter. Die Modularität des Systems erlaubt es zudem, je nach Bedrohungslage unterschiedliche Abwehrmodule einzusetzen.

Trendwende auf den Weltmeeren

Das Projekt ist Teil eines größeren Trends zur Automatisierung in der Schifffahrt. Unbemannte Oberflächenfahrzeuge (USVs) werden nicht nur für militärische, sondern auch für kommerzielle und umweltbezogene Missionen immer wichtiger. Sie bieten Vorteile bei Effizienz, Sicherheit und Ausdauer.

Experten erwarten, dass der Markt für solche maritimen Robotersysteme stark wachsen wird. Die Technologien aus Verteidigungsprojekten wie „Pulling Guard“ werden wahrscheinlich auch zivile Anwendungen finden. Sie könnten so zu einem Grundpfeiler nicht nur der maritimen Sicherheit, sondern auch einer nachhaltigeren „Blue Economy“ werden.

Gelingt die Entwicklung, könnte „Pulling Guard“ die Sicherheit auf entscheidenden Handelsrouten deutlich erhöhen. Das würde nicht nur Fracht und Besatzungen schützen, sondern auch die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit stärken. In einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen auf See wäre das ein entscheidender Fortschritt.

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