Daldrup, Soehne

Daldrup, Soehne Aktie: Rekord-Orderbuch bei 120 Millionen

Veröffentlicht: 23.06.2026 um 11:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Bohrspezialist Daldrup & Söhne meldet einen Auftragsbestand von 120 Millionen Euro und erwartet steigende Umsätze für 2026.

Daldrup & Söhne: Rekord-Auftragsbestand treibt Aktie an
Detailaufnahme einer Geothermie-Bohranlage mit aufsteigendem Dampf und schwerer Maschinerie vor dramatischem Himmel. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Daldrup & Söhne meldet einen massiven Sprung im Auftragsbestand. Das Volumen kletterte zum Ende des ersten Quartals auf 120 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 31 Millionen Euro.

Profitabilität nähert sich dem Durchschnitt

Das Management rechnet für 2026 mit einer Normalisierung der Profitabilität. Die EBIT-Marge soll zwischen 11,5 und 13,5 Prozent liegen. Damit bleibt die Ertragskraft im historischen Branchenvergleich auf einem hohen Niveau.

Im außergewöhnlich starken Vorjahr erreichte der Bohrspezialist noch eine Rekordmarge von 17,1 Prozent. Parallel dazu soll die Gesamtleistung nun auf rund 58 Millionen Euro steigen. Das entspräche einem Wachstum von gut 13 Prozent.

Rückenwind durch Gesetzgebung

Ein bedeutendes Großprojekt startet voraussichtlich im nächsten Quartal. Verzögerungen hatten den Beginn zuvor ausgebremst. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll dieser Auftrag signifikant zum Umsatz beitragen.

Politische Rahmenbedingungen stützen das Geschäft zusätzlich. Das Geothermal-Beschleunigungsgesetz sorgt für mehr Planungssicherheit bei kommunalen Auftraggebern. Das Unternehmen beteiligt sich ferner an weiteren großen Ausschreibungen.

Ziel bleibt die Marktführerschaft in Mitteleuropa. Vor allem die Tiefengeothermie bietet laut Management langfristige Chancen. Neue Förderprogramme reduzieren dabei das finanzielle Risiko für die Kunden.

Aktie stabilisiert sich nach Korrektur

Das Papier notiert aktuell bei 22,10 Euro. Auf Wochensicht erholte sich der Kurs um knapp zehn Prozent. Dennoch bleibt der Titel rund 27 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Februar.

Die Volatilität der Aktie liegt annualisiert bei über 60 Prozent. Das unterstreicht die spekulative Komponente des Titels. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 50,3 Punkten derzeit eine neutrale Lage.

Im August findet die Hauptversammlung statt. Dort wird die Führung Details zur künftigen Dividendenpolitik vorstellen. Bis dahin steht die operative Umsetzung der neuen Großaufträge im Mittelpunkt.

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