Daimler, Truck

Daimler Truck Aktie: Positive Kursbewegungen!

07.01.2026 - 19:00:32

Daimler Truck profitiert von positiven Signalen aus den USA, verlängerten Förderungen in Großbritannien und einem bestätigten Analystenziel. Die Aktie zeigt sich robust gegenüber der schwächeren Pkw-Nachfrage.

Positive Signale aus den USA, frische Fördergelder in Großbritannien und ein stabiles Analystenvotum – Daimler Truck sammelt derzeit mehrere Unterstützungsfaktoren ein. Die Aktie hat sich in den vergangenen Wochen spürbar erholt und tastet sich wieder an wichtige Kursmarken heran. Spannend ist vor allem, dass sich der Nutzfahrzeug-Spezialist dabei zunehmend von der schwächeren Pkw-Nachfrage abkoppelt.

Die Fakten im Überblick

  • Aktueller Kurs: 40,60 €
  • Plus der letzten 7 Tage: rund 8,8 %
  • Kursziel JPMorgan: 45 € (Einstufung „Overweight“ bestätigt)
  • UK-Förderprogramm „Plug-in Truck Grant“ bis März 2026 verlängert
  • Subventionen für schwere E-Lkw: bis zu 120.000 GBP pro Fahrzeug
  • Marktprognose schwere Hybrid-Nutzfahrzeuge: fast 72 Mrd. USD bis 2027

US-Markt und Analystenvotum als Stütze

Der aktuelle Aufschwung speist sich zu einem guten Teil aus dem US-Nutzfahrzeugmarkt. Aus dem Handel ist von „positiven Signalen“ die Rede, die auf eine robuste Nachfrage im Lkw-Segment schließen lassen. Das passt zur jüngsten Kursentwicklung: Auf Wochensicht legte der Titel um knapp 9 % zu und notiert heute bei 40,60 €.

Rückendeckung kommt zudem von JPMorgan. Die US-Bank belässt ihre Einstufung auf „Overweight“ und bestätigt ein Kursziel von 45 €. Vom aktuellen Niveau entspräche das einem Aufwärtspotenzial im Bereich von rund 10 %. Dieses Votum stützt das Sentiment, ohne jedoch eine überzogene Euphorie auszulösen – eher ein Signal solider Zuversicht.

Charttechnisch wirkt die Erholung ebenfalls konstruktiv:
– Der Kurs liegt deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 37,05 € (Abstand rund 9,6 %)
– Auch zum 200-Tage-Durchschnitt von 37,75 € besteht ein komfortabler Puffer von gut 7,5 %
– Vom 52-Wochen-Tief bei 31,15 € hat sich die Aktie mehr als 30 % nach oben abgesetzt, zum Hoch bei 44,39 € fehlen dagegen noch rund 8,5 %

Das Bild: Der Titel hat einen Boden ausgebildet und arbeitet sich wieder in Richtung der oberen Handelsspanne vor, ohne bereits an einer Übertreibungszone zu kratzen. Der RSI von 37,8 signalisiert zudem kein kurzfristig überkauftes Niveau.

UK-Förderung stützt E-Lkw-Sparte

Ein zweiter zentraler Kurstreiber kommt aus Großbritannien. Die Regierung verlängert den „Plug-in Truck Grant“ bis März 2026 und legt ein 318 Millionen GBP schweres „Green Freight“-Paket auf. Ziel sind Zuschüsse für emissionsfreie Lkw, also genau jenes Segment, in dem Daimlers eActros-Flotte angesiedelt ist.

Besonders relevant sind die Konditionen im schweren Bereich: Für Nutzfahrzeuge über 26 Tonnen sind Zuschüsse von bis zu 120.000 GBP pro Fahrzeug vorgesehen. Da Großbritannien ein wichtiger europäischer Markt für schwere Lkw ist, sorgt die Planungssicherheit bei den Förderungen voraussichtlich für stabilere und potenziell wachsende Auftragsvolumina in der elektrischen Sparte.

Flankiert wird das Ganze von einer Branchenstudie von Maximize Market Research. Demnach steuert der globale Markt für schwere Hybrid-Nutzfahrzeuge bis 2027 auf ein Volumen von fast 72 Milliarden USD zu. Daimler Truck wird darin als Schlüsselakteur genannt – ein Hinweis darauf, dass der Konzern strategisch im richtigen Segment positioniert ist.

Abkopplung vom Pkw-Markt und Makro-Hintergrund

Bemerkenswert ist die relative Stärke der Aktie vor dem Hintergrund eher verhaltenen Umfelds im klassischen Automobilmarkt. Prognosen von Cox Automotive gehen für 2026 von rückläufigen US-Pkw-Verkaufszahlen aus; Hersteller wie Hyundai warnen vor einem „schwierigen Jahr“.

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Im Nutzfahrzeugbereich zeigen sich dagegen andere Zyklen. Investitionsentscheidungen von Flottenbetreibern hängen stärker an Frachtvolumen, Logistiktrends und Finanzierungskosten als am privaten Konsum. Hier wirkt der Makro-Kontext unterstützend: Die jüngsten deutschen Inflationsdaten von 1,8 % für Dezember 2025 schüren Hoffnungen auf sinkende Zinsen in der Eurozone. Günstigere Finanzierungskonditionen würden Neuanschaffungen von Lkw-Flotten tendenziell erleichtern.

Auch das Umfeld im DAX ist positiv. Der Leitindex erreichte zuletzt ein Rekordniveau von über 25.100 Punkten, was zyklische Werte wie Daimler Truck zusätzlich unterstützt.

Ausblick: Aufträge, Margen und Softwarekosten im Fokus

Der Blick nach vorn richtet sich nun vor allem auf drei Punkte:

  1. US-Auftragseingänge im ersten Quartal
    Die derzeit nur qualitativ beschriebenen „positiven Signale“ aus den USA müssen sich in konkreten Bestellzahlen niederschlagen. Gelingt das, könnte das von JPMorgan gesetzte Kursziel von 45 € in Reichweite kommen.

  2. Nutzung der UK-Förderung im ZEV-Segment
    Entscheidend wird sein, in welchem Umfang die verlängerten Zuschüsse in Großbritannien tatsächlich in Bestellungen für elektrische Lkw münden. Gelingt hier eine spürbare Skalierung, dürfte das die Zero-Emission-Vehicles-Sparte im laufenden Jahr sichtbar stärken.

  3. Kostenentwicklung bei Software und Margen
    Parallel zur CES 2026 steht die Kostenexplosion bei Fahrzeugsoftware im Mittelpunkt der Branchendebatte – auch bei Lkw. Für Daimler Truck rückt damit die operative Marge bei den kommenden Quartalszahlen ins Zentrum. Der Konzern muss zeigen, dass sich steigende Softwareaufwände mit Effizienzgewinnen und höheren Stückzahlen im E-Segment ausgleichen lassen.

Unterm Strich präsentiert sich die Daimler-Truck-Aktie aktuell als Titel mit spürbarem Rückenwind aus Markt, Politik und Analysehäusern, aber auch mit klaren Bewährungsproben: Vor allem die kommenden Auftragseingänge und die Margenentwicklung werden entscheiden, ob der Sprung von rund 40 € in Richtung des 45-€-Ziels nachhaltig gelingt.

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