D-Wave, Aktie

D-Wave Aktie: Zahlenwoche

24.02.2026 - 20:43:08 | boerse-global.de

Der Quantencomputing-Pionier D-Wave veröffentlicht am Donnerstag seine Jahreszahlen vor dem Hintergrund eines starken Aktienrückgangs und neuer Konkurrenz aus Europa.

D-Wave Quantum steht vor einem entscheidenden Termin: Am Donnerstag legt das Unternehmen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Die Ausgangslage ist angespannt, denn die Aktie hat in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben. Seit dem Hoch im Oktober 2025 oberhalb von 46 US-Dollar summiert sich das Minus laut Berichten auf rund 60%.

Kursdruck vor dem Bericht

Der Verkaufsdruck trifft nicht nur D-Wave, sondern den gesamten Quantum-Computing-Sektor. In den vergangenen sieben Tagen fiel die Aktie laut Simply Wall St um 8,2%, auf 30 Tage um 29,5%. Seit Jahresbeginn steht ein Rückgang von 35,8% zu Buche. Zuletzt schloss der Titel bei 18,82 US-Dollar; intraday rutschte er bis auf 17,82 US-Dollar ab.

Die Zahlen kommen am Donnerstag vor US-Börsenstart – in einer der vollsten Ergebniswochen des Quartals.

Was der Markt für Q4 erwartet

Bei den Schätzungen gibt es je nach Datenanbieter leichte Unterschiede. Zacks taxiert den Q4-Umsatz auf 4,14 Mio. US-Dollar, was einem Wachstum von 79,1% gegenüber dem Vorjahr entspräche, bei einem Verlust von 0,05 US-Dollar je Aktie. MarketBeat liegt beim Ergebnis ebenfalls bei -0,05 US-Dollar je Aktie, erwartet beim Umsatz aber 3,74 Mio. US-Dollar. Investing.com rechnet mit einem etwas höheren Verlust von -0,062 US-Dollar je Aktie und 3,72 Mio. US-Dollar Umsatz.

Für das Gesamtjahr 2025 sieht Zacks den Umsatz bei rund 25,6 Mio. US-Dollar – das wäre ein Plus von 194,1% gegenüber dem Vorjahr.

Zur Einordnung: Im dritten Quartal 2025 meldete D-Wave 3,74 Mio. US-Dollar Umsatz (+100% im Jahresvergleich) und einen bereinigten Verlust von 0,05 US-Dollar je Aktie. Damit lag das Ergebnis laut MarketBeat um 0,02 US-Dollar besser als der Konsens (-0,07). Für die ersten neun Monate 2025 wurden 21,8 Mio. US-Dollar Umsatz (+235%) genannt. Zudem wies das Unternehmen im Q3 eine GAAP-Bruttomarge von 71,4% aus und berichtete über einen Cash-Bestand von 836,2 Mio. US-Dollar.

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Wettbewerb, Verträge, Bewertung

Zusätzliche Dynamik kommt aus Europa: Das finnische Unternehmen IQM Quantum Computers kündigte einen SPAC-Zusammenschluss mit Real Asset Acquisition Corp. an, der IQM mit rund 1,8 Mrd. US-Dollar bewertet. IQM sprach von mindestens 35 Mio. US-Dollar (ungeprüftem) Umsatz 2025 sowie mehr als 100 Mio. US-Dollar „Bookings Visibility“ – Werte, die über D-Waves erwarteten Jahreserlösen liegen würden. Geplant ist ein Listing an einer großen US-Börse, was den Konkurrenzdruck unter börsennotierten Anbietern erhöhen dürfte.

D-Wave verweist zugleich auf Vertragsmomentum der letzten Monate. Genannt wurden unter anderem ein 20-Mio.-US-Dollar-Auftrag der Florida Atlantic University (Advantage2-System), ein zweijähriger QCaaS-Vertrag über 10 Mio. US-Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen sowie ein mehrjähriger Kontrakt über 10 Mio. Euro mit der italienischen Regierung und Q-Alliance. Außerdem ist die Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Mio. US-Dollar abgeschlossen, womit D-Wave sein Angebot Richtung Gate-Model-Quantencomputing erweitert. Im Februar trat das Unternehmen zudem als Gründungsmitglied dem Southeastern Quantum Collaborative bei – zusammen mit IBM und mehreren Hochschulen.

Ein Problem bleibt die Bewertung: Laut Analyse handelt die Aktie bei etwa dem 299-Fachen des Umsatzes. MarketBeat berichtete außerdem über Insiderverkäufe von rund 1,27 Mio. Aktien im Gegenwert von etwa 36,15 Mio. US-Dollar in den vergangenen 90 Tagen; der Insideranteil sank damit auf 3,20%. Institutionelle Investoren hielten demnach rund 42,47%.

Was muss D-Wave am Donnerstag liefern, damit der Markt wieder Vertrauen fasst? Im Mittelpunkt dürften Hinweise zum Umsatzpfad, zur Nachfrage im QCaaS-Geschäft und zum Fortschritt bei der Integration der Quantum-Circuits-Übernahme stehen – gerade vor dem Hintergrund des starken Kursrückgangs und eines neuen, potenziell börsennotierten Wettbewerbers aus Europa.

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