D-Wave: 42,4 Millionen Dollar Auftragsbestand
13.05.2026 - 14:52:43 | boerse-global.deD-Wave liefert ein Quartal mit zwei Gesichtern. Der Umsatz bricht ein, während die Auftragseingänge auf Rekordniveau steigen. Für den Markt zählt damit weniger die Vergangenheit als der Weg von der Pipeline zu echten Erlösen.
Umsatz fällt, Aufträge springen
Zum Jahresauftakt erzielte D-Wave 2,9 Millionen Dollar Umsatz. Gegenüber 15,0 Millionen Dollar im Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 81 Prozent.
Der Vergleich hinkt allerdings. Im Vorjahresquartal hatte ein großer Systemverkauf über 12,6 Millionen Dollar die Erlöse nach oben gezogen. Dadurch lag die Latte hoch.
Die Buchungen erzählen eine andere Geschichte. Sie erreichten 33,4 Millionen Dollar und lagen damit um 1.994 Prozent über dem Vorjahr.
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Wichtig sind vor allem zwei große Verträge. Die Florida Atlantic University kauft ein System für 20 Millionen Dollar. Ein Fortune-100-Konzern schloss einen QCaaS-Vertrag über 10 Millionen Dollar.
Auch die noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zogen kräftig an. Sie stiegen auf 42,4 Millionen Dollar, ein Plus von 563 Prozent. Das macht den Auftragsbestand zur zentralen Kennzahl dieses Quartals.
Quantum Circuits verändert das Profil
Mit Quantum Circuits im Konzern ändert D-Wave seine Rolle. Das Unternehmen bietet nun Quanten-Annealing und Gate-Model-Quantencomputing unter einem Dach an. Strategisch ist das ein größerer Schritt als die reinen Quartalszahlen zeigen.
Der Schritt ist teuer. Die Übernahme führte zu Mittelabflüssen von rund 252,1 Millionen Dollar. Die operativen Kosten nach GAAP stiegen um 125 Prozent auf 56,5 Millionen Dollar.
Die Bilanz bleibt dennoch gut gepolstert. D-Wave meldete liquide Mittel und Investments von 588,4 Millionen Dollar. Das liegt 93 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Roadmap wird konkreter
Im Earnings Call am 12. Mai skizzierte das Management die technische Planung. Bis Ende 2028 will D-Wave 175 physische Qubits erreichen.
Danach rücken logische Qubits stärker in den Mittelpunkt. Bis 2030 peilt das Unternehmen 10 logische Qubits an. Für 2032 nennt die Roadmap eine Marke von 100.
Kommerziell bleibt der Ton vorsichtig. Für das restliche Geschäftsjahr erwartet das Management mindestens zwei Systemauslieferungen. Die Spanne von zwei bis drei Systemverkäufen pro Jahr bleibt bestehen.
Der Umsatz im zweiten Quartal soll leicht über dem Startquartal liegen. Den Großteil der Erlöse erwartet D-Wave später im Jahr.
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Die Börse reagierte entsprechend nervös. Der Verlust je Aktie fiel mit 0,05 Dollar geringer aus als erwartet. Der Konsens hatte 0,08 Dollar erwartet, trotzdem drückte der Umsatzverfehler die Aktie zeitweise um 6,9 Prozent.
Die Kursbewegung passt zur Lage. D-Wave zeigt kommerziellen Zug, muss ihn aber erst in Umsatz umwandeln.
Am Mittwoch notiert die Aktie bei 19,43 Euro und liegt 2,26 Prozent im Plus. Auf Monatssicht bleibt der Titel trotz jüngster Schwäche 56,13 Prozent höher.
Mizuho hält an „Outperform“ fest und verweist auf eine Pipeline, die sich mehr als verdoppelt haben soll. Mehr Details zu Anwendungen und zur Integration der Gate-Model-Technik erwartet der Markt am 1. Juni 2026 beim Investor Day an der New York Stock Exchange.
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