D-Wave: 28 Prozent Sprung auf 100-Mio-LOI
22.05.2026 - 02:35:03 | boerse-global.deDie US-Regierung setzt eine Milliardenwette auf Quantencomputing — und D-Wave gehört zu den Gewinnern. Ein Letter of Intent über 100 Millionen Dollar aus dem CHIPS and Science Act hat die Aktie am Donnerstag um fast 28 Prozent nach oben katapultiert.
Washington investiert in Quanten-Infrastruktur
Das US-Handelsministerium hat mit D-Wave Quantum eine Absichtserklärung über 100 Millionen Dollar unterzeichnet. Die Mittel stammen aus einer breiteren Initiative der Trump-Administration mit einem Gesamtvolumen von zwei Milliarden Dollar — verteilt auf neun Quantencomputing-Unternehmen. IBM erhält dabei den Löwenanteil von einer Milliarde Dollar. Rigetti Computing und Infleqtion bekommen je 100 Millionen, genauso wie D-Wave.
Als Gegenleistung erhält das Handelsministerium eine Minderheitsbeteiligung ohne Stimmrechte an jedem geförderten Unternehmen.
Technologieziele: 100.000 Qubits
Das Geld soll konkrete Entwicklungsschritte finanzieren. D-Wave plant damit ein Annealing-System mit 100.000 Qubits und ein Gate-Modell-System mit 10.000 physischen Qubits — was rund 100 logische Qubits ermöglicht. Letzteres zielt auf Anwendungen in Quantenchemie und Quanten-KI.
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Die Mittel fließen in drei Standorte: das geplante Forschungszentrum in Boca Raton, Florida, sowie bestehende Labore in New Haven, Connecticut und Burnaby, Kanada.
Ein wichtiger Vorbehalt
Das Kursfeuerwerk kommt mit einem Haken. Die Finanzierung ist noch nicht endgültig besiegelt. Erst wenn die abschließenden Vertragsdokumente unterzeichnet sind, fließt das Geld. Bis dahin bleibt der LOI eine Absichtserklärung — kein verbindlicher Beschluss.
Hinzu kommt ein Verwässerungsrisiko. Bei Vertragsabschluss würde D-Wave Aktien im Wert von 100 Millionen Dollar an das Handelsministerium ausgeben. Das Unternehmen weist selbst auf dieses Risiko für bestehende Aktionäre hin.
Analysten bleiben optimistisch
15 von S&P Global befragte Analysten vergeben im Schnitt das Rating „Strong Buy" mit einem Kursziel von 35,17 Dollar. Die jüngsten Einzelziele vom 13. Mai liegen zwischen 29 Dollar (Mizuho) und 43 Dollar (Rosenblatt). Needham, Cantor Fitzgerald und Canaccord Genuity nennen 40, 40 und 41 Dollar.
Der Kurssprung von heute bringt die Aktie auf rund 21,20 Euro — damit liegt sie noch knapp 45 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,48 Euro aus dem Oktober 2025. Das zeigt, wie viel Boden die Aktie seit Herbst verloren hatte.
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Kommerzieller Rückenwind
Neben dem Förder-Coup liefert D-Wave auch operativ positive Signale. Zuletzt vermeldete das Unternehmen einen Systemverkauf über 20 Millionen Dollar an die Florida Atlantic University sowie einen Zweijahresvertrag mit einem Fortune-100-Konzern im Wert von 10 Millionen Dollar. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose an: Statt einem Systemverkauf pro Jahr rechnet es nun mit zwei bis drei.
Am 1. Juni folgt der erste Investor Day des Unternehmens — ein Termin, bei dem D-Wave seine Technologie-Roadmap und Wachstumsstrategie erstmals in diesem Format präsentieren wird.
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