Cybersicherheit, Abwehren

Cybersicherheit: Vom Abwehren zum Jagen

23.02.2026 - 02:51:12 | boerse-global.de

Geheimdienstbericht warnt vor neuen Hacker-Gruppen und Schadsoftware. Unternehmen müssen von reaktiver Abwehr auf proaktives Threat Hunting umstellen, um versteckte Angreifer zu finden.

Die globale Bedrohungslage verschärft sich rapide – Unternehmen müssen ihre Sicherheitsstrategie grundlegend ändern. Der Fokus verschiebt sich weg von reaktiver Abwehr hin zur proaktiven Jagd nach versteckten Angreifern im eigenen Netzwerk. Das ist die Kernbotschaft eines aktuellen Geheimdienstberichts, der vor neuartiger Schadsoftware und hartnäckigen Staatshackern warnt.

Die neuen Gegner: GhostRAT und Volt Typhoon

Der wöchentliche Lagebericht vom 20. Februar 2026 identifiziert konkrete Gefahren. Eine davon ist der GhostRAT Loader, eine Schadsoftware, die heimlich ein Windows-Trojaner nachlädt. Einmal installiert, ermöglicht er Spionage, Datendiebstahl und weitere Angriffe. Gleichzeitig bleiben hochentwickelte, staatliche Hacker-Gruppen wie Volt Typhoon aktiv. Diese Gruppe, die mit China in Verbindung gebracht wird, nutzt seit 2021 sogenannte Zero-Day-Lücken, um kritische Infrastrukturen in Verteidigung und Regierung auszuspähen.

Diese Bedrohungen zeigen: Einfache Perimeter-Abwehr reicht nicht mehr aus. Angreifer sind zu geschickt und hartnäckig. Unternehmen müssen aktiv nach Anzeichen für bereits erfolgte Kompromittierungen suchen, lange bevor Schaden entsteht.

Strategiewechsel: Vom Erkennen zum Verhindern

Die Experten fordern einen radikalen Strategiewechsel. Statt auf „Erkennen und Reagieren“ setzt die neue Sicherheitsdoktrin auf „Verweigern, Täuschen und Stören“. Diese proaktive Threat Hunting genannte Praxis durchsucht Netzwerke und Endgeräte gezielt nach versteckten Bedrohungen.

Der Bericht gibt konkrete Handlungsanweisungen: Sicherheitsteams sollen spezifische Angriffsindikatoren blockieren. Auf Management-Ebene sind regelmäßige Risikobewertungen und Tests der Notfallpläne Pflicht. Auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter bleibt entscheidend, da viele Angriffe über Phishing beginnen.

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Künstliche Intelligenz: Fluch und Segen zugleich

Künstliche Intelligenz (KI) treibt den Wandel im Cyberkrieg voran – auf beiden Seiten. Angreifer nutzen KI, um ihre Attacken schneller, gezielter und anpassungsfähiger zu machen. Experten sprechen von einer „kontinuierlichen atmosphärischen Instabilität“.

Doch KI ist auch die mächtigste Waffe der Verteidiger. Moderne Sicherheitsplattformen nutzen Machine Learning, um enorme Datenmengen aus Netzwerken und Cloud-Umgebungen zu analysieren. Sie erkennen subtile Angriffsmuster, die menschliche Analysten übersehen, automatisieren Gegenmaßnahmen und priorisieren Schwachstellen. Die Zahl der Unternehmen, die Sicherheitsprozesse für ihre eigenen KI-Tools etabliert haben, hat sich binnen eines Jahres fast verdoppelt. Die Erkenntnis wächst: KI birgt immense Chancen, aber auch neue Risiken.

Die neue Normalität: Kontinuierliche Wachsamkeit

Die Ära statischer Verteidigung ist vorbei. Wöchentliche Geheimdienstberichte sind keine Informationsblätter mehr, sondern operative Handlungsanleitungen. Resiliente Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie diese Erkenntnisse schnell in konkrete Maßnahmen umsetzen – etwa indem sie neue, bösartige Server sofort blockieren.

Dies erfordert eine tiefe Integration von Bedrohungsinformationen in den gesamten Sicherheitsbetrieb. Es reicht nicht, Daten zu sammeln. Unternehmen brauchen die Prozesse und das Personal, um diese Informationen im Kontext der eigenen IT-Landschaft zu analysieren und proaktive Verteidigungsschritte abzuleiten. Die Sicherheitskultur muss dynamisch und wissensbasiert sein, um mit den Gegnern Schritt halten zu können.

Ausblick: Sicherheit als Lebenszyklus-Disziplin

Die Zukunft der Cybersicherheit wird von permanenter Instabilität geprägt sein. Die Investitionen in Threat-Hunting-Teams, KI-gestützte Plattformen und spezialisierte Dienstleister werden weiter steigen. Cybersecurity entwickelt sich zur Lebenszyklus-Disziplin, die von Anfang an in jedes IT-Projekt integriert wird – und nicht als nachträgliche Feuerwehr behandelt wird.

Angesichts volatiler globaler Regulierung wird cyber-resilientes Handeln zum nicht verhandelbaren Teil des Risikomanagements. Für Sicherheitsverantwortliche liegt die Herausforderung darin, eine Kultur der kontinuierlichen Wachsamkeit zu etablieren. Das Ziel: nicht nur heutige Angriffe abwehren, sondern die Attacken von morgen vorherzusehen.

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