Cyberkriminelle, Smartphones

Cyberkriminelle zielen gezielt auf Smartphones

06.02.2026 - 01:02:12

Cyberkriminelle nutzen zunehmend personalisierte Angriffe per SMS, Messenger und QR-Codes, um sensible Daten zu stehlen. Künstliche Intelligenz macht die Betrugsversuche täuschend echt.

Eine neue Welle hoch entwickelter Cyberangriffe rollt auf Deutschlands Smartphone-Nutzer zu. Kriminelle setzen zunehmend auf personalisierte Spear-Phishing-Attacken via SMS, Messenger und QR-Codes. Ihr Ziel: sensible Daten wie Passwörter und Bankinformationen. Diese Entwicklung markiert eine gefährliche Verschiebung der Bedrohungslandschaft.

Experten beobachten die Verlagerung mit Sorge. Die Angreifer nutzen fortschrittliche Methoden, einschließlich Künstlicher Intelligenz (KI), um ihre Betrugsversuche täuschend echt wirken zu lassen. Die kleineren Bildschirme und die oft hastige Nutzung im Alltag erhöhen die Anfälligkeit der Nutzer. Berichten zufolge sind bereits über 80 Prozent aller Phishing-Webseiten speziell für mobile Geräte optimiert.

Smishing, Vishing, Quishing: Die neuen Einfallstore

Die klassischen Phishing-E-Mails werden zunehmend durch spezialisierte Methoden für Smartphones ersetzt:

  • Smishing: Betrügerische Textnachrichten verlinken auf gefälschte Paketverfolgungsseiten oder Bank-Warnungen.
  • Vishing (Voice Phishing): Betrüger rufen an und geben sich als Support-Mitarbeiter aus. KI-gestützte Stimm-Imitation macht diese Anrufe erschreckend echt.
  • Quishing: Diese stark wachsende Bedrohung nutzt manipulierte QR-Codes. Sie werden im öffentlichen Raum platziert oder per Nachricht verschickt. Beim Scannen landet der Nutzer unbemerkt auf einer schädlichen Webseite.

Spear Phishing: Der maßgeschneiderte Betrug

Im Gegensatz zum breit gestreuten Phishing sind Spear-Phishing-Angriffe hochgradig personalisiert. Die Täter sammeln im Vorfeld gezielt Informationen über ihre Opfer aus sozialen Netzwerken wie LinkedIn oder Unternehmenswebseiten. Mit diesem Wissen erstellen sie maßgeschneiderte Nachrichten, die besonders glaubwürdig erscheinen.

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt regelmäßig vor dieser gezielten Vorgehensweise. Die Angriffe richten sich gegen Privatpersonen, aber auch gezielt gegen Mitarbeiter von Unternehmen. Die Täter nutzen psychologischen Druck und täuschen beispielsweise besondere Dringlichkeit vor.

Warum Smartphones so attraktive Ziele sind

Smartphones sind für Cyberkriminelle ein perfektes Ziel. Sie sind ständig online und vereinen eine Vielzahl sensibler Daten – vom E-Mail-Postfach über Banking-Apps bis zu Social-Media-Konten. Die mobile Nutzungsumgebung erhöht die Gefahr: Nutzer sind oft abgelenkt, agieren unter Zeitdruck und prüfen Links weniger sorgfältig als am PC.

Verkürzte URLs in mobilen Browsern machen es zudem schwer, die wahre Zieladresse zu erkennen. Viele Nutzer empfinden ihre Handys fälschlicherweise als sicherer als Computer und vernachlässigen grundlegende Schutzmaßnahmen.

Das Wettrüsten mit Künstlicher Intelligenz

Die aktuelle Zunahme der Angriffe ist Teil eines technologischen Wettrüstens. Während Sicherheitsunternehmen KI zur Bedrohungserkennung nutzen, perfektionieren Cyberkriminelle damit ihre Angriffe. KI-gestützte Tools erstellen fehlerfreie und kontextbezogene Phishing-Nachrichten im großen Stil.

Branchenexperten gehen davon aus, dass die Unterscheidung zwischen echt und gefälscht für Menschen bald kaum noch möglich sein wird. Das erhöht den Druck auf technische Schutzmaßnahmen und die Notwendigkeit, das Sicherheitsbewusstsein der Nutzer zu schärfen.

So schützen Sie sich

Angesichts der dynamischen Bedrohungslage sind Wachsamkeit und ein gesundes Misstrauen unerlässlich. Das BSI und Sicherheitsexperten empfehlen konkrete Schritte:

  • Halten Sie Software und Apps stets auf dem neuesten Stand.
  • Nutzen Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) überall, wo es möglich ist. Sie verhindert den Zugriff selbst bei gestohlenem Passwort.
  • Klicken Sie nicht auf Links in unaufgeforderten Nachrichten.
  • Seien Sie bei unerwarteten Anfragen nach persönlichen Daten oder finanziellen Transaktionen skeptisch. Klären Sie solche Anfragen über einen verifizierten, alternativen Weg ab.
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