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Cyberkriminelle zielen gezielt auf deutsche Bank- und Krypto-Kunden

26.02.2026 - 06:19:07 | boerse-global.de

Finanzaufsicht und Verbraucherschützer warnen vor professionellen Phishing-Kampagnen und Identitätsdiebstahl bei Krypto-Plattformen. KI beschleunigt die Entwicklung neuer Betrugsmethoden.

Eine neue Welle professioneller Cyberangriffe trifft derzeit Nutzer von Online-Banking und Kryptowährungen in Deutschland. Finanzaufsicht und Verbraucherschützer warnen vor ausgeklügelten Phishing-Kampagnen und betrügerischen Plattformen, die mit gestohlenen Identitäten seriöser Unternehmen arbeiten.

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Aktuelle Phishing-Wellen zielen auf Bankkunden

Die Sparkassen-Finanzgruppe und andere Institute melden eine Zunahme von Phishing-Nachrichten. Kunden werden per E-Mail oder SMS kontaktiert und unter Vorwänden wie angeblichen Sicherheitsüberprüfungen auf gefälschte Webseiten gelockt. Dort abgefangene Zugangsdaten öffnen Betrügern direkt den Weg auf die Konten.

Besonders tückisch sind moderne Banking-Trojaner. Diese Schadsoftware installiert sich unbemerkt auf PCs oder Smartphones. Tätigt der Nutzer eine Überweisung, tauscht der Trojaner im Hintergrund die Empfänger-IBAN aus – auf dem infizierten Gerät ist die Manipulation unsichtbar. Eine neue Android-Malware ermöglicht Angreifern sogar die komplette Fernsteuerung, um Transaktionen direkt aus der Banking-App heraus auszulösen.

Identitätsdiebstahl bei Krypto-Plattformen

Im Kryptobereich warnen Aufseher vor einer neuen Qualität des Betrugs: dem Identitätsdiebstahl. Die BaFin warnte kürzlich vor der Plattform krf-mbh.com. Betrüger hatten die Daten einer echten deutschen GmbH geklaut, um eine seriöse Fassade für ihre betrügerischen Krypto-Dienste aufzubauen. Anleger, die dort Token einlieferten, erleiden einen Totalverlust.

Diese Masche ist weit verbreitet. Nicht lizenzierte Plattformen locken mit unrealistischen Renditen und gefälschten Promi-Bildern. Über WhatsApp- oder Telegram-Groups bauen Täter zunächst Vertrauen auf, bevor sie zu Investitionen drängen. Die angezeigten Gewinne sind oft nur Fälschungen einer Betrugssoftware. Die Unwiderruflichkeit von Blockchain-Transaktionen macht die Rückholung gestohlener Gelder nahezu unmöglich.

KI wird zum Werkzeug der Kriminellen

Künstliche Intelligenz treibt die Professionalisierung der Cyberkriminalität voran. KI-Systeme erstellen massenhaft personalisierte Phishing-Mails oder entwickeln neue Schadsoftware-Varianten, die herkömmliche Sicherheitsprogramme umgehen. Laut einem aktuellen Bericht des Weltwirtschaftsforums sehen 87 Prozent der Führungskräfte KI-bedingte Schwachstellen als das am schnellsten wachsende Cyberrisiko.

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Diese Technologie senkt die Einstiegshürden und beschleunigt das Wettrüsten. Angreifer kombinieren gestohlene Daten aus früheren Leaks mit KI-gestützten Werkzeugen, um sich glaubhaft als Bankmitarbeiter oder Behörden auszugeben. Gleichzeitig erschwert die Verbreitung von Malware über verschlüsselte Verbindungen die Erkennung.

Professionalisiertes kriminelles Ökosystem

Die Warnungen zeichnen das Bild eines hochprofessionalisierten kriminellen Ökosystems. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erwartet eine wachsende Zahl von Betrugsangriffen. Die zunehmende Nutzung von Smartphones für Finanzgeschäfte vergrößert die Angriffsfläche.

Kriminelle agieren immer schneller. So waschen Hacker gestohlene Kryptowährung mittlerweile doppelt so schnell wie noch im Vorjahr – oft, bevor der Angriff überhaupt entdeckt wird. Die Angriffe treffen alle Altersgruppen. Branchenexperten betonen: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, die Angreifer seien "ungeheuer gewieft".

Was können Nutzer tun?

Die wichtigste Verteidigungslinie bleibt die Wachsamkeit der Nutzer. Jede unerwartete Nachricht mit Link oder Handlungsaufforderung sollte kritisch hinterfragt werden. Technisch schützen die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die ausschließliche Nutzung offizieller App-Stores und regelmäßige Software-Updates.

Langfristig könnten Quantencomputer heutige Verschlüsselungsverfahren bedrohen. Das BSI empfiehlt bereits die schrittweise Umstellung auf quantencomputer-resistente Kryptografie. Für jetzt gilt: Skepsis ist der beste Schutz.

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