Cyberkriminelle überrollen Smartphones mit neuen Phishing-Wellen
13.02.2026 - 00:48:12Eine massive Welle raffinierter Phishing-Angriffe trifft derzeit Smartphones in Deutschland. Sicherheitsbehörden und Verbraucherschützer schlagen Alarm, denn die Methoden der Kriminellen haben ein neues Niveau erreicht. Im Fokus stehen vor allem Kunden von Banken und Finanzdienstleistern.
Die Bundesnetzagentur warnt vor einer verschärften Bedrohungslage. Cyberkriminelle setzen gezielt auf gefälschte SMS – sogenanntes Smishing –, um Nutzer unter Druck zu setzen. Die Professionalität der Angriffe macht erhöhte Wachsamkeit unumgänglich.
KI macht Betrugs-SMS fast perfekt
Die jüngsten Kampagnen zeichnen sich durch täuschend echte Nachrichten aus. Kriminelle nutzen Künstliche Intelligenz (KI), um fehlerfreie Texte zu erstellen. Die SMS melden etwa eine angebliche unautorisierte Auszahlung oder ein neues VideoIdent-Verfahren.
Durch die Erzeugung von Panik sollen Opfer auf schädliche Links klicken. Der Trick: Der Link führt auf eine perfekt gefälschte Login-Seite der Bank. Wer dort seine Daten eingibt, liefert sie direkt den Betrügern aus.
Vom Smishing zur WhatsApp-Übernahme
Eine weitere perfide Masche zielt auf WhatsApp-Konten ab. Opfer erhalten eine SMS, die eine Notsituation vortäuscht – oft mit dem bekannten „Hallo Mama/Papa“-Trick. Ziel ist der sechsstellige Verifizierungscode.
Mit diesem Code übernehmen die Angreifer das Konto komplett. Anschließend starten sie im Namen des Opfers neue Betrugsversuche im Freundeskreis. Die Polizei rät: Bei verdächtigen Nachrichten den Absender immer über einen anderen, bekannten Kanal kontaktieren.
Gefahr lauert auch im App-Store
Die aktuelle Betrugswelle ist vielfältig. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt auch vor Phishing über Messenger wie Signal. Gleichzeitig gelangen gefährliche Banking-Trojaner wie „Anatsa“ in den Google Play Store.
Getarnt als harmlose Apps installieren sie Schadcode. Die Malware nutzt Overlay-Angriffe: Öffnet der Nutzer seine Banking-App, legt sich eine gefälschte Login-Maske darüber. Auch Apple-Nutzer sind nicht sicher. Betrüger rufen als Support-Mitarbeiter an, um Zwei-Faktor-Authentifizierungs-Codes (2FA) zu erschleichen.
Warum Smartphones das perfekte Ziel sind
Die strategische Verlagerung der Cyberkriminalität hat Gründe. Smartphones sind zentrale Speicher für hochsensible Daten – von Bankzugängen bis zu persönlichen Dokumenten. Viele Nutzer sind sich der Risiken auf dem Handy aber weniger bewusst als am PC.
KI-gestützte Tools verschärfen das Problem. Sie ermöglichen personalisierte und fehlerfreie Phishing-Nachrichten in großem Stil. Statistiken belegen den Trend: Deutsche Unternehmen sahen sich 2025 wöchentlich durchschnittlich 1.223 Cyber-Angriffen ausgesetzt – ein Anstieg von 14 Prozent.
So schützen Sie sich effektiv
Experten erwarten eine weitere Zunahme automatisierter Angriffe. Methoden wie „MFA Bombing“, bei dem Nutzer mit Authentifizierungsanfragen überflutet werden, dürften zunehmen. Die grundlegendsten Schutzmaßnahmen bleiben die wirksamsten:
- Skepsis bewahren: Misstrauen Sie unaufgeforderten Nachrichten, die Dringlichkeit erzeugen.
- Links ignorieren: Klicken Sie keine Links in verdächtigen SMS. Rufen Sie Webseiten immer manuell im Browser auf.
- Updates installieren: Halten Sie Betriebssystem und Apps stets aktuell.
- Apps prüfen: Installieren Sie Anwendungen nur aus offiziellen Stores und checken Sie die Berechtigungen.
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Verbraucherzentralen raten Betroffenen, Betrugsversuche umgehend zu melden und Anzeige zu erstatten. Der Kampf gegen Mobile-Phishing ist eine Aufgabe für Behörden, Unternehmen und jeden einzelnen Nutzer.
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