Cyberkriminelle, Angriffe

Cyberkriminelle perfektionieren Angriffe auf Online-Banking-Kunden

24.02.2026 - 08:31:05 | boerse-global.de

Verbraucherschützer warnen vor raffinierter Cyberkriminalität mit KI-generierten Nachrichten und gefährlichen Banking-Trojanern. Die Angriffe auf Commerzbank- und Volksbank-Kunden werden immer präziser.

Eine neue Welle raffinierter Betrugsversuche zielt auf deutsche Bankkunden. Verbraucherschützer und Sicherheitsbehörden warnen aktuell vor immer präziseren Phishing-Mails und gefährlichen Banking-Trojanern.

Aktuelle Masche: Gefälschte TAN-Registrierung und Adress-Updates

Die Täter werden spezifischer und damit glaubwürgiger. So erhalten Commerzbank-Kunden derzeit gefälschte E-Mails zur angeblichen „photoTAN-Registrierung“. Die Nachricht droht mit einer Kontosperrung und nennt eine bereits abgelaufene Frist, um zu unüberlegtem Handeln zu drängen.

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Parallel dazu zielen Betrüger auf Kunden der Volksbanken ab. Sie behaupten, die hinterlegte Adresse sei nicht mehr aktuell und müsse „schnellstmöglich“ korrigiert werden. Das Muster ist stets gleich: ein vorgetäuschtes, dringendes Bank-Anliegen, gepaart mit der Drohung negativer Konsequenzen.

KI und QR-Codes: Die neue Generation des Betrugs

Sicherheitsexperten beobachten eine besorgniserregende Professionalisierung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor Phishing-Angriffen, die durch Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt werden. KI-Sprachmodelle erstellen fehlerfreie, personalisierte Nachrichten, die kaum noch von echten Bank-Mails zu unterscheiden sind.

Gleichzeitig nimmt „Quishing“ stark zu – Phishing via QR-Codes. Da Sicherheitsfilter schädliche Links immer besser erkennen, verpacken Kriminelle diese nun in scannbare Codes. Landet der Nutzer auf der gefälschten Seite, ist die betrügerische URL auf dem Smartphone-Display kaum zu erkennen.

Trojaner „Massiv“: Die unsichtbare Gefahr auf dem Smartphone

Neben Phishing stellen spezialisierte Schadprogramme eine massive Bedrohung dar. Sicherheitsforscher entdeckten kürzlich den hochgefährlichen Android-Banking-Trojaner „Massiv“. Er tarnt sich als harmlose Video-Streaming-App.

Einmal installiert, kann er die Kontrolle über das Smartphone übernehmen. Durch täuschend echte, gefälschte Bildschirm-Überlagerungen greift er Login-Daten, Passwörter und Kreditkarteninformationen ab – oft völlig unbemerkt vom Nutzer.

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Ein digitales Wettrüsten ist im Gange

Die Raffinesse der Angriffe spiegelt ein Wettrennen zwischen Banken und Kriminellen wider. Während die Finanzinstitute in Sicherheit investieren, entwickeln Cyberkriminelle ihre Methoden stetig weiter. Laut einer Umfrage des Bankenverbands wurde knapp ein Viertel der Befragten innerhalb von zwei Jahren Opfer eines Betrugsversuchs.

Die Täter kombinieren technische Angriffe mit psychologischer Manipulation. Experten sind sich einig: Trotz aller technischen Schutzmaßnahmen bleibt die Wachsamkeit der Nutzer die wichtigste Verteidigungslinie.

So schützen Sie sich wirksam

Banken fordern Kunden niemals per E-Mail oder SMS auf, sensible Daten über einen Link einzugeben. Seien Sie äußerst skeptisch bei Nachrichten, die zeitlichen Druck aufbauen oder mit Kontosperrungen drohen.

Geben Sie die Adresse Ihrer Bank stets manuell im Browser ein oder nutzen Sie die offizielle App – klicken Sie nie auf Links in verdächtigen Nachrichten. Halten Sie Ihr Smartphone-Betriebssystem und alle Apps stets aktuell. Bei Verdacht auf Betrug kontaktieren Sie sofort Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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