Cyberkriminelle kapern Konten per Fernzugriff
30.12.2025 - 15:03:12Weltweit warnen Behörden vor einer dramatischen Welle raffinierter Betrugsmaschen mit Fernwartungssoftware. Die Opfer reichen von Senioren bis hin zu Cybercrime-Experten.
Die Methode ist simpel, die Wirkung verheerend: Kriminelle nötigen ahnungslose Bürger dazu, legale Fernzugriffs-Apps wie AnyDesk oder TeamViewer zu installieren. Sekunden später haben sie die volle Kontrolle über den Rechner oder das Smartphone und plündern Bankkonten in Echtzeit. Diese neue Dimension des Betrugs hat in den letzten Tagen zu einer koordinierten globalen Warnung von Polizei und Cyber-Einheiten geführt.
Besonders alarmierend ist der Aufstieg des sogenannten „Digital Arrest“-Betrugs. Dabei geben sich die Täter in Videoanrufen als Polizeibeamte, Zollfahnder oder Richter aus. Sie behaupten, das Opfer sei in schwere Verbrechen wie Geldwäsche verwickelt. Um den Namen „rein zu waschen“, müsse es angeblich Fernzugriff auf seine Geräte gewähren oder Geld auf „verifizierte“ Konten überweisen.
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Ein aktueller Fall aus Indien zeigt, wie grausam das Schema abläuft: Eine Frau wurde über Skype tagelang unter „digitalen Hausarrest“ gestellt. Die Betrüger überwachten ihre Bewegungen und plünderten über Fernsoftware ihr Konto um umgerechnet über 200.000 Euro. „Die Täter bitten nicht mehr nur um Überweisungen – sie übernehmen die Kontrolle“, erklärt ein Cybercrime-Beamter. Durch das Auslesen von Bestätigungscodes direkt vom Bildschirm umgehen sie selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Selbst Experten fallen auf die Betrüger herein
Die Professionalität der Banden unterstreicht ein peinlicher Vorfall aus den eigenen Reihen der Strafverfolgung: Ein Cybercrime-Inspektor einer indischen Polizeibehörde verlor umgerechnet etwa 47.000 Euro an ein gefälschtes Online-Trading-Angebot. Er war über eine WhatsApp-Gruppe gelockt und zur Installation einer manipulierten Handels-App gebracht worden.
„Wenn ein Cybercrime-Beamter getäuscht werden kann, ist der durchschnittliche Bürger extrem gefährdet“, kommentiert ein Branchenanalyst. Die Betrugsmaschen kombinieren geschickte psychologische Manipulation mit der Nutzung legitimer Software – eine tödliche Mischung.
Globale Razzien und die Rolle Künstlicher Intelligenz
Internationale Ermittler schlagen zurück. Bei „Operation Chakra-V“ wurde erst kürzlich ein großes Betrugscallcenter in Indien ausgehoben, das über 100 britische Opfer um mehr als eine halbe Million Euro betrogen hatte. Die Täter gaben sich als Microsoft-Support aus.
Experten warnen, dass Künstliche Intelligenz (KI) die Betrügereien noch schwerer durchschaubar macht. „2025 sehen wir Deepfake-Videoanrufe, bei der die Person am anderen Ende wie ein echter Polizist aussieht und klingt“, so ein Sicherheitsberater. Kombiniert mit Fernzugriffstools sei die Glaubwürdigkeit enorm.
So schützen Sie sich vor den Fernzugriffs-Betrügern
Die Behörden geben klare, einfache Verhaltensregeln aus:
* Gewähren Sie NIEMALS unaufgefordert Fernzugriff auf Ihr Gerät. Weder Banken noch die Polizei werden Sie jemals darum bitten.
* Rufen Sie zurück: Legen Sie bei einem angeblichen Problem auf und wählen Sie die offizielle Nummer Ihrer Bank oder Polizeidienststelle.
* „Digitale Verhaftungen“ gibt es nicht: Gerichtliche Verhandlungen oder Festnahmen finden nicht über Skype oder WhatsApp-Video statt.
* Links in SMS ignorieren: Klicken Sie nicht auf Links wegen angeblicher Strafzettel oder Paketprobleme. Besuchen Sie die Websites der Behörden oder Dienstleister manuell.
Während Fernwartungstools für die legale Arbeit unverzichtbar sind, stellt ihre kriminelle Nutzung eine massive und wachsende Bedrohung dar. Die Wachsamkeit jedes Einzelnen ist der beste Schutz.
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