Cyberkriminelle jagen jetzt die großen Fische
24.02.2026 - 16:30:17 | boerse-global.deCyberkriminelle setzen zunehmend auf gezielte Großangriffe statt auf Massenattacken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Europol warnen vor einer neuen Ära des digitalen Verbrechens, dem sogenannten „Big Game Hunting“. International organisierte Banden nehmen dabei kritische Infrastrukturen und Konzerne ins Visier.
Doppelte Erpressung wird zur Standardmethode
Die Strategie der Angreifer hat sich grundlegend gewandelt. Statt vieler kleiner Ziele konzentrieren sie sich auf wenige, lukrative Opfer. Die Angriffe sind minutiös geplant und erstrecken sich oft über Monate. Zuerst schleichen sie sich unbemerkt ins Netzwerk ein und stehlen Daten. Dann schlagen sie zu: Sie verschlüsseln kritische Systeme und fordern Lösegeld.
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Die Erpressung ist doppelt: Die Täter verlangen Geld für den Entschlüsselungsschlüssel – und zusätzlich dafür, die gestohlenen sensiblen Daten nicht zu veröffentlichen. Besonders alarmierend ist der Fokus auf Krankenhäuser, Energieversorger und Verkehrsbetriebe. Deren Ausfall hätte verheerende gesellschaftliche Folgen.
KI und Arbeitsteilung machen Angriffe effektiver
Die Cyber-Gangs operieren heute wie globale Unternehmen. Sie arbeiten arbeitsteilig mit Spezialisten für Spionage, Software-Entwicklung und Lösegeld-Verhandlungen. „Ransomware-as-a-Service“-Modelle senken die Einstiegshürden für Kriminelle und erhöhen die Trefferquote.
Künstliche Intelligenz treibt die Professionalisierung voran. KI-Systeme suchen automatisiert nach Sicherheitslücken, erstellen überzeugende Phishing-Mails in verschiedenen Sprachen und erzeugen täuschend echte Deepfakes. Der Kampf im Cyberspace wird so zunehmend zu einem Duell zwischen KI-Systemen.
Das private Smartphone als schwächstes Glied
Eine oft unterschätzte Gefahr lauert in der Hosentasche: das private Smartphone der Mitarbeiter. Durch BYOD-Richtlinien und mobiles Arbeiten greifen Angestellte mit ihren persönlichen Geräten auf Unternehmensdaten zu. Cyberkriminelle nutzen das schamlos aus.
Über manipulierte Apps, unsichere WLAN-Netze oder gezielte Phishing-Nachrichten in Messengern wird das Handy zum Einfallstor. Ist es erst infiziert, stehlen Angreifer Anmeldedaten und bewegen sich unerkannt im Firmennetzwerk. Sicherheitsforscher verzeichnen einen massiven Anstieg von „Infostealer“-Malware für mobile Geräte.
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Bedrohung für die gesamte Volkswirtschaft
Die neue Angriffsqualität bedroht die Stabilität ganzer Volkswirtschaften. Fällt ein großer Konzern oder ein Infrastrukturbetreiber aus, reißen die Lücken in den Lieferketten Hunderte mittelständische Unternehmen mit. Die Bedrohung ist längst nicht mehr nur kriminell, sondern auch geopolitisch. Staatliche Akteure nutzen Cyberangriffe als Mittel hybrider Kriegsführung.
Die Bundesregierung reagiert und want den Schutz kritischer Anlagen gesetzlich verankern. Bis Anfang 2026 soll die EU-Richtlinie NIS-2 umgesetzt werden. Sie sieht verbindliche Sicherheitsvorgaben und Meldepflichten für rund 29.000 Unternehmen in sensiblen Sektoren vor.
Kann die Verteidigung mit der Offensive mithalten?
Der Wettlauf zwischen Angriff und Verteidigung wird härter. Traditionelle Schutzmaßnahmen wie Firewalls reichen nicht mehr aus. Gefragt sind proaktive, ganzheitliche Sicherheitskonzepte nach dem „Zero-Trust“-Prinzip, bei dem keinem Nutzer und keinem Gerät blind vertraut wird.
Die „menschliche Firewall“ – also regelmäßig geschulte Mitarbeiter – und die Absicherung mobiler Endgeräte werden entscheidend sein. Behörden wie das BSI müssen ihre Warnsysteme ausbauen und die europäische Zusammenarbeit intensivieren, um mit der Professionalität der Cyber-Banden Schritt zu halten.
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