CrowdStrike-Report: KI treibt Cyberangriffe auf Rekordtempo
25.02.2026 - 01:18:47 | boerse-global.deDie Zeit zum Handeln schmilzt dahin: Cyberangreifer brauchen im Schnitt nur noch 29 Minuten, um sich nach einem ersten Einbruch in einem Firmennetzwerk auszubreiten. Das zeigt der neue Global Threat Report 2026 des Sicherheitsunternehmens CrowdStrike. Verantwortlich für diese dramatische Beschleunigung ist vor allem der massenhafte Einsatz Künstlicher Intelligenz durch die Angreifer.
Angesichts der rasanten Entwicklung von KI-gestützten Angriffen stehen viele Unternehmen vor neuen Sicherheitsfragen. Dieser Experten-Report enthüllt effektive Strategien, wie sich mittelständische Betriebe ohne Budget-Explosion gegen moderne Cyberkriminelle wappnen können. Effektive Strategien gegen Cyberkriminelle entdecken
KI als Waffe und Ziel: Die doppelte Bedrohung
Der Bericht offenbart eine gefährliche Doppelrolle der Künstlichen Intelligenz. Einerseits nutzen Bedrohungsakteure KI als Werkzeug, um Angriffe zu automatisieren und zu beschleunigen. Die Zahl der von KI unterstützten Operationen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 89 Prozent. KI hilft bei der Aufklärung, beim Verfassen täuschend echter Phishing-Nachrichten und bei der Entwicklung von Schadsoftware.
Andererseits wird KI selbst zum Angriffsziel. Die Analysten dokumentierten bösartige Aktivitäten in über 90 Organisationen, bei denen Angreifer generative KI-Tools manipulierten, um Zugangsdaten und Kryptowährung zu stehlen. Schwachstellen in KI-Entwicklungsplattformen werden ausgenutzt, um sich dauerhaft in Netzwerken einzunisten und Ransomware zu platzieren.
Der 29-Minuten-Durchbruch: Ein Wettlauf gegen die Uhr
Die durchschnittliche „Breakout Time“ von 29 Minuten markiert einen Geschwindigkeitszuwachs von 65 Prozent binnen eines Jahres. Der schnellste dokumentierte Durchbruch gelang einem Angreifer in nur 27 Sekunden. Für Sicherheitsteams bedeutet dies: Die Zeitspanne, um eine Eindringling zu entdecken und zu stoppen, ist kürzer als eine Mittagspause.
Diese Beschleunigung gelingt, weil Angreifer zunehmend legitime Zugangsdaten und Cloud-Dienste nutzen. Sie bewegen sich so im Deckmantel normaler Geschäftsprozesse durch die Netzwerke und entgehen so herkömmlichen Abwehrmaßnahmen.
Da Hacker verstärkt psychologische Muster und täuschend echte E-Mails nutzen, um in Netzwerke einzudringen, wird die Prävention von Phishing-Angriffen zur Chefsache. Ein kostenloser Experten-Guide zeigt Ihnen in 4 Schritten, wie Sie Ihr Unternehmen wirksam vor diesen Methoden schützen. Anti-Phishing-Guide kostenlos herunterladen
Cloud und Identitäten: Die neuen Schlachtfelder
Die Angriffsstrategien haben sich fundamental verschoben. Im Fokus stehen nun Cloud-Umgebungen und Identitätsdiebstahl. Cloud-bewusste Angriffe nahmen insgesamt um 37 Prozent zu. Bei staatlich gesteuerten Akteuren, die Cloud-Infrastrukturen für Spionage angreifen, betrug der Anstieg sogar 266 Prozent.
Identitäten sind zum schwächsten Glied in der Kette geworden. Statt Malware zu verwenden, „loggen sich“ Angreifer einfach mit gestohlenen Zugangsdaten, Tokens oder API-Schlüsseln ein. Diese Methode umgeht viele traditionelle Perimeter-Verteidigungen und nutzt die oft fragmentierten Identitätssysteme der Unternehmen aus.
Zero-Day-Lücken: Die Explosion der unbekannten Schwachstellen
Besorgniserregend ist der starke Anstieg von Zero-Day-Angriffen. CrowdStrike verzeichnete einen Zuwachs von 42 Prozent bei der Ausnutzung solcher bisher unbekannten Softwarelücken, noch bevor ein Patch verfügbar war.
Besonders häufig betroffen waren Edge-Geräte wie Firewalls, Router und VPN-Lösungen. Diese internetorientierten Geräte bieten Angreifern einen perfekten, oft unauffälligen Einstiegspunkt, um Zugang zu erlangen und Berechtigungen zu eskalieren. Diese Taktik wird sowohl von staatlichen Gruppen als auch von Cyberkriminellen genutzt.
Die Konsequenz: Reaktive Sicherheit ist gescheitert
Die Erkenntnisse des Reports sind eindeutig: Das Zeitalter der rein reaktiven Cybersicherheit ist vorbei. Bei Reaktionsfenstern von unter 30 Minuten können sich Unternehmen nicht mehr auf Warnmeldungen verlassen. Gefordert ist nun eine proaktive Threat-Hunting-Strategie, bei der Sicherheitsteams aktiv nach Anzeichen für Kompromittierungen suchen.
Überlebenswichtig wird ein einheitlicher, metrikgetriebener Sicherheitsansatz. Silos zwischen Sicherheitstools für Endgeräte, Cloud-Workloads, SaaS-Anwendungen und Identitätssysteme müssen fallen, um vollständige Transparenz zu schaffen. Incident-Response-Pläne müssen auf diese KI-getriebenen, hochgeschwindigkeits Szenarien ausgelegt werden. Die menschliche Expertise bleibt kritisch, muss aber durch KI-gestützte Analysen ergänzt werden, um in dieser neuen Bedrohungslandschaft bestehen zu können.
Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.


