CrowdStrike, Aktie

CrowdStrike Aktie: Falcon AIDR auf CS-3-Chips

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 16:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CrowdStrike schmiedet Partnerschaften mit Cerebras und Schwarz Digits, während die Aktie unter Druck bleibt.

CrowdStrike: Strategische Allianzen trotz Aktienrückgang
Abstrakte Darstellung von Cybersicherheit und neuronalen Netzwerken in einem modernen Serverraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

CrowdStrike verstärkt seine technologische Basis durch eine Reihe strategischer Allianzen, während die Aktie am Kapitalmarkt unter erheblichem Druck steht. Im heutigen Handel notiert das Papier bei 160,60 Euro und verzeichnete damit in den vergangenen sieben Tagen einen Kursrückgang von insgesamt 9,53 Prozent. Trotz dieser kurzfristigen Schwäche kommt das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 171,19 Milliarden Euro. Die Anleger reagieren derzeit sensibel auf die extrem hohe Bewertung des Cybersecurity-Spezialisten, dessen Kurs-Gewinn-Verhältnis zuletzt mit einem Faktor von über 760 beziffert wurde.

Hardware-Allianz gegen Cyber-Bedrohungen

Um die Verarbeitungsgeschwindigkeit der eigenen Sicherheitsplattform Falcon signifikant zu erhöhen, ist CrowdStrike eine Partnerschaft mit dem KI-Chip-Spezialisten Cerebras Systems eingegangen. CrowdStrike nutzt künftig die CS-3-Chips von Cerebras für die Inferenzleistung seines Moduls Falcon AIDR (AI Detection and Response). Naor Penso, CISO von Cerebras, betonte am gestrigen Donnerstag, dass im Bereich der Cybersicherheit jede Millisekunde zähle. Im Gegenzug standardisiert Cerebras seine eigene Sicherheitsinfrastruktur auf der Falcon-Plattform von CrowdStrike.

Parallel dazu treibt das Unternehmen die Vernetzung seiner Dienste voran. Eine neue Integration mit Cato Networks verknüpft die Endpunkt-Daten von Falcon mit der Netzwerk-Telemetrie von Cato SASE. Diese Kooperation soll es Sicherheitsteams ermöglichen, Bedrohungen schneller zu korrelieren und die Sichtbarkeit von IT-Assets zu verbessern. Daniel Bernard, Chief Business Officer von CrowdStrike, sieht in der Kombination aus schneller Inferenz und präziser Sicherheits-KI den entscheidenden Faktor für eine beschleunigte Marktakzeptanz.

Globale Expansion und europäische Souveränität

In Europa baut CrowdStrike seine Präsenz durch eine erweiterte Partnerschaft mit Schwarz Digits weiter aus. Die Falcon-Plattform wird künftig auf der STACKIT-Sovereign-Cloud angeboten, um die Anforderungen an digitale Souveränität in der Europäischen Union zu erfüllen. Teil dieser Vereinbarung ist zudem die Übernahme von geistigem Eigentum von XM Cyber durch CrowdStrike, was mehr als 45 Patente im Bereich des Exposure Managements umfasst. Dieser Transfer soll voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossen werden, während XM Cyber operativ eigenständig bleibt.

Dieser Fokus auf Souveränität und spezialisierte Cloud-Lösungen trifft auf einen Markt im Umbruch. Medienberichten zufolge rechnen Branchenexperten damit, dass bis zum Jahr 2029 mehr als die Hälfte der multinationalen Organisationen dezidierte Strategien für digitale Souveränität implementiert haben werden. CrowdStrike positioniert sich hierbei als Kernlieferant für kritische Infrastrukturen und Behörden.

Markt bewertet Wachstum nach Aktiensplit neu

Trotz der operativen Fortschritte sieht sich CrowdStrike mit neuem Wettbewerb konfrontiert. Am Mittwoch startete das Startup Glow mit einer Finanzierung von 180 Millionen US-Dollar und einer Bewertung von 1,2 Milliarden US-Dollar. Glow verfolgt einen präventiven Ansatz für Software-Sicherheit, der laut Unternehmensangaben einen Kontrast zum Erkennungsmodell von CrowdStrike bildet. Zudem belasteten Insider-Transaktionen die Stimmung: CEO Kurt George veräußerte am Dienstag Aktien im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans.

Anleger richten ihren Blick nun auf den 1. September, wenn CrowdStrike die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorlegt. Analysten erwarten ein Ergebnis je Aktie von 0,05 US-Dollar. Nach dem im Juli vollzogenen Aktiensplit im Verhältnis 4:1 bleibt die Frage zentral, ob das Unternehmen die hohen Wachstumserwartungen erfüllen kann. In einem früheren Quartal konnte CrowdStrike den Umsatz bereits um 26 Prozent im Jahresvergleich steigern, wobei die Bruttokundenbindung stabil bei über 90 Prozent liegt.

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