CrowdStrike, Aktie

CrowdStrike Aktie: 30er-Multiple bei 460% Aufschlag

08.06.2026 - 16:46:22 | boerse-global.de

Trotz starker Quartalszahlen und KI-Personalgewinnung verliert CrowdStrike an Wert. Analysten sehen die hohe Bewertung als Hauptgrund.

CrowdStrike Aktie: Analysten sehen Luft nach oben trotz Kursrutsch
CrowdStrike - Ein stilisiertes, leuchtendes digitales Falken- oder Habicht-Symbol fliegt über komplexe Datenströme und Server in einem Rechenzentrum. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Starke Quartalszahlen, ein neuer KI-Chef von Nvidia und trotzdem fällt der Kurs. Bei CrowdStrike klaffen operative Realität und Markterwartungen derzeit spürbar auseinander. Seit dem Rekordhoch Anfang Juni hat das Papier rund 14 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 579,20 Euro.

Hoher Preis für hohe Qualität

Die Investmentbank Berenberg liefert die Begründung für die aktuelle Kursschwäche. Die Analysten stuften das Cybersicherheits-Unternehmen auf "Halten" ab. Das operative Geschäft laufe hervorragend, die zukünftige Wachstumsfantasie sei im aktuellen Preis aber bereits vollständig abgebildet.

Das Problem ist mathematischer Natur. CrowdStrike wird mit dem 30-Fachen des erwarteten Umsatzes bewertet. Das entspricht einem Aufschlag von rund 460 Prozent gegenüber dem Branchendurchschnitt. Unter mehr als 150 von Berenberg beobachteten Software-Werten ist lediglich Palantir noch teurer.

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Andere Marktbeobachter werten die jüngsten Quartalszahlen deutlich positiver. Der Umsatz kletterte um 26 Prozent auf 1,39 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie um mehr als die Hälfte zulegte. Daraufhin schraubte eine ganze Reihe von Banken ihre Kursziele nach oben:

  • Rosenblatt: 825 US-Dollar (Kaufen)
  • Scotiabank: 805 US-Dollar (Outperform)
  • JPMorgan: 800 US-Dollar (Overweight)
  • UBS: 790 US-Dollar (Kaufen)
  • Benchmark: 780 US-Dollar (Kaufen)

Personal-Coup im KI-Bereich

Operativ stellt das Management parallel dazu die Weichen für die nächste Wachstumsphase. Mit Dr. Bartley Richardson wechselt ein hochrangiger Entwickler von Nvidia zu CrowdStrike. Als erster Chief AI Officer soll er die Automatisierung von Sicherheitszentren vorantreiben. Laut CEO George Kurtz übersteigt die Vertriebspipeline für KI-gestützte Erkennungssysteme bereits die Marke von 50 Millionen US-Dollar.

Ein routinemäßiger Aktienverkauf des Vorstandschefs sorgte derweil nur kurzzeitig für Irritationen. Kurtz trennte sich Anfang Juni von einem kleinen Aktienpaket im Wert von knapp drei Millionen US-Dollar. Der Verkauf fand im Rahmen eines langfristig festgelegten Handelsplans statt.

Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt die langfristige Aufwärtsbewegung intakt. Seit Jahresbeginn steht für die CrowdStrike-Aktie noch immer ein Plus von knapp 50 Prozent auf der Kurstafel. Das Papier handelt damit komfortabel über der 200-Tage-Linie. Hält das operative Wachstumstempo im kommenden Quartal an, kann das Unternehmen in seine sportliche Bewertung hineinwachsen.

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