Credit Suisse Aktie: 17.500 Stellen seit März 2023 gestrichen
04.06.2026 - 11:27:31 | boerse-global.deUBS treibt den Stellenabbau nach der Credit-Suisse-Übernahme weiter voran. Am 29. Mai strich die Bank mehrere hundert Jobs in EMEA, vor allem in Supportfunktionen. Auch einzelne kundennahe Mitarbeiter waren betroffen. Einige erhielten alternative Positionen im Konzern.
Der Abbau ist Teil einer viel größeren Integration. Seit März 2023 hat UBS bereits rund 17.500 Stellen gestrichen. Ende des ersten Quartals lag die Vollzeitbelegschaft noch bei 101.594 Mitarbeitern.
Kostensenkung bleibt das Ziel
Der Druck auf die Kosten bleibt hoch. Bis Ende 2026 will UBS insgesamt 13,5 Milliarden US-Dollar einsparen. Dafür plant die Bank in der Schweiz weitere 3.000 Stellenstreichungen. Diese sollen sich auf die zweite Hälfte von 2026 und den Jahresauftakt 2027 verteilen.
Für Anleger ist vor allem die Geschwindigkeit der Umsetzung wichtig. UBS arbeitet die Integration inzwischen sichtbar ab. Das spricht für Fortschritte bei der Zusammenführung, zeigt aber auch, wie tief der Umbau in den Alltag der Bank eingreift.
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Die Integration kommt voran
Ein wichtiger Meilenstein ist bereits erreicht. Im März 2026 hat UBS die Migration von rund 1,2 Millionen ehemaligen Credit-Suisse-Kunden auf die eigenen Systeme abgeschlossen. Das war ein zentraler Schritt, weil damit ein großer Teil der technischen und operativen Verschmelzung erledigt ist.
Die letzte Phase dürfte sich vor allem um die IT drehen. Die Stilllegung der Altsysteme soll bis Ende 2026 im Wesentlichen abgeschlossen sein. Damit würde UBS einen der kompliziertesten Teile der Übernahme hinter sich bringen.
Politischer Gegenwind in der Schweiz
Parallel dazu läuft die Debatte um die Größe der neuen Großbank weiter. In der Schweiz diskutieren Politik und Aufsicht schärfere Kapitalregeln, oft unter dem Schlagwort „Lex UBS“. Im Kern geht es darum, ausländische Tochtergesellschaften stärker mit Eigenkapital zu unterlegen.
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UBS sieht darin eine Belastung für die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Einzelne politische Akteure gehen noch weiter. Christoph Blocher erwägt eine Volksinitiative, die UBS den Betrieb eigener US-Tochterbanken untersagen könnte.
Für die Bank bleibt damit neben dem Umbau auch das regulatorische Umfeld ein Thema. Operativ macht die Integration Fortschritte. Politisch dürfte UBS aber noch länger unter Beobachtung stehen.
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