Covestro: EBITDA um 31 Prozent eingebrochen
04.05.2026 - 03:55:18 | boerse-global.deCovestro verabschiedet sich vom Parkett. Während die deutsche Chemiebranche mit Überkapazitäten kämpft, markiert der Einstieg des Investors XRG das Ende der Eigenständigkeit. Für die verbliebenen Aktionäre rückt der Abschied nun in greifbare Nähe.
Die Tochtergesellschaft des staatlichen Ölkonzerns ADNOC hält inzwischen mehr als 95 Prozent der Anteile. Damit ist die notwendige Schwelle für einen Squeeze-out überschritten. XRG hat den formalen Prozess eingeleitet, um die restlichen Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung aus dem Unternehmen zu drängen.
Squeeze-out und Delisting eingeleitet
Die Zulassung zum regulierten Markt endet parallel dazu. Anleger können die Papiere in Kürze nur noch über spezialisierte Plattformen oder in weniger regulierten Segmenten handeln. Der Kurs verharrt derweil stabil bei 59,70 Euro — ein Niveau, das primär die Erwartung an die kommende Abfindung widerspiegelt.
In den kommenden Wochen soll eine Hauptversammlung über die zwangsweise Übertragung der verbleibenden Anteile entscheiden. Unabhängige Gutachter ermitteln derzeit die angemessene Höhe der Barzahlung. Damit verliert der Titel seine langjährige Bedeutung als eines der Schwergewichte im deutschen Chemiesektor.
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Abkoppelung von der operativen Krise
Operativ sah die Welt zuletzt deutlich düsterer aus. Das EBITDA brach im vergangenen Geschäftsjahr um fast 31 Prozent auf 740 Millionen Euro ein. Der Umsatz sank derweil auf 12,9 Milliarden Euro.
Niedrige Anlagenauslastung und ein schwieriges Marktumfeld belasteten die Bilanz massiv. Analysten betonen jedoch, dass die fundamentale Schwäche den Aktienkurs kaum noch beeinflusst. Während der Branchenindex STOXX Europe 600 Chemicals zuletzt Verluste verzeichnete, stützten die Übernahmekonditionen die Bewertung des Leverkusener Konzerns.
Strategischer Umbau unter neuer Führung
Unter der Führung von XRG soll Covestro zur zentralen Plattform für Spezialchemie ausgebaut werden. Nach Abschluss der Transaktion ist eine Kapitalerhöhung um zehn Prozent geplant. Dies soll rund 1,17 Milliarden Euro für strategische Investitionen und Nachhaltigkeitsprojekte in die Kassen spülen.
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Der Umbruch erfasst auch die Führungsebene. Der langjährige Vorstandsvorsitzende wird seinen Vertrag nicht verlängern, hinzu kommen personelle Wechsel im Finanzressort. Die anstehende Hauptversammlung im Mai wird über die Barabfindung entscheiden und damit den Schlussstrich unter die Börsenhistorie von Covestro ziehen.
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